20261004

Zurück aus Essen nehmen wir den RE 100 bis Düsseldorf. Der Zug ist eine museal anmutende Komposition von TRI, als Baustellen-Ersatzverkehr, aber egal, das Ding bringt uns pünktlich und ohne Zwischenhalte nach Düsseldorf. Dort wird ICE 623 eingesetzt, der pünktlich gen Heimat startet. Wir kommen gut durch und sind ebenso pünktlich wieder im Heimathafen.

20261003

Heute gurken wir ein wenig durch NRW, auf Museumstour. Wohl wegen Baumaßnahmen geht es nach Krefeld nicht direkt. Wir nehmen die U-Bahn bis Altenessen, und von dort geht es im Regionalzug nach Krefeld. Das klappt alles, und in der Bahnhofshalle treffen wir noch diese nette Zugkomposition. Das Kunstmuseum ist fußläufig zum Bahnhof gelegen, Grund des Besuchs ist die Sonderausstellung zu Jan Thorn Prikker. Seine Tierdarstellungen sind einfach herrlich, wie diese Heuschrecken und die Kormorane, und auch seine kunstvollen Fenster vermögen zu beeindrucken. Dazu war ja Krefeld einer seiner Wirkensorte, so hat er auch im Museum bereits Wandgemälde hinterlassen. Diese waren lange Zeit verhüllt, wurden aber glücklicherweise wieder freigelegt.

Nach einer kurzen Getränkepause im Museumscafe geht es wieder zum Bahnhof, auf den nächsten Regionalzug dieses Tages. Der Zug schlägt einen Haken über Köln, und weiter über Wuppertal fahren wir nach Hagen. Hier wird man gleich im Bahnhof von einem echten Prikker empfangen. Ein Bus bringt uns zum Osthaus-Museum. Jan Thorn Prikker war auch in Hagen zugange, so hat er auch hier eine Ecke im Museum bekommen, allerdings leider eher etwas übersichtlich. Zum Prikker-Fenster im Bahnhof Hagen ist hier auch der Entwurf ausgestellt, sehr passend. Das Haus hat auch viele schöne andere Werke, wie einen Bahnbezug, ein gut getarntes Gemälde, und Flugzeuge von Richter. Dazu sind die Werke oft wirklich hervorragend in Szene gesetzt.

Zurück nach Essen fahren wir wieder per Bus und Regionalzug. Die Suche nach einer Gaststätte in der Essener Innenstadt ist nicht erfolgreich, die Stadt ist total überlaufen wegen des „Essen Light Festival“. So fahren wir raus auf die Rü und entern spontan die Brasserie Müllers, wo wir hervorragend speisen.

Zum Hotel ist es nur ein kurzer Fußweg, praktisch.

20261002

Die Fahrt nach Essen beginnen wir heute im ICE 624. Pünktlich geht es los, doch bis Frankfurt haben wir schon fast eine Viertelstunde ertrödelt. Paar Minuten machen wir gut. Leider endet der heute schon in Düsseldorf, und wir müssen mit bunten Zügen weiterfahren. Also entscheiden wir uns für den RE6 bis Altenessen, wohin wir uns auch wieder 20 Minuten ertrödeln. Die letzte Meile bis zum Hotel erledigen wir mit der U11, und Abendessen haben wir praktischerweise auch gleich im Hotel.

Achtung, sind bereits ein Nilpferd oder ein Krokodil im Aufzug, dann nicht zusteigen, um keine Überlast zu generieren!

20260927

Zunächst gehen wir auf ein paar Schädel ins Städel. Der Titel der Ausstellung „Maria Magdalena Sin. Pray. Love.“ hätte uns wahrlich nicht gereizt, aber das Plakat zur Ausstellung sieht interessant aus, und der Besuch lohnt, jede Menge Motive für Manus blog! Auffallend, Maria wird sehr oft mit einem Totenschädel vor sich dargestellt, gerne lesend, oder nackich, oder beides.

Danach schippern wir noch mit einem Ausflugsboot den Main rauf und runter und erfahren so ein wenig über Frankfurt.

Nach der kurzweiligen Fahrt und einem kurzen Besuch in der DB Lounge startet ICE 629 mit +15. Das steigert er unterwegs noch auf +20, aber wir kommen gut wieder daheim an.

20260926

ICE 820 bringt uns heute bis Frankfurt. Kurz davor erfreut uns noch diese Lok. Fast pünktlich kommen wir an und erreichen auch den Regionalzug nach Gießen. Dort nehmen wir ein CarSharing-Auto und fahren weiter zur ersten Station des Funklochtreffens, zur Burg Gleiberg. Gut erschlossen, es hat auch einen Turm, aber ansonsten ist das halt nur noch eine Ruine. Allerdings hat es schöns Gastro, so treffen wir uns im Biergarten. Nach dieser Einkehr mit Klönschnack bei bester Aussicht fahren wir weiter in den Gasthof Schmelzmühle, der nun aber wirklich beinahe im Funkloch liegt.

Nach einem netten Nachmittag mit vielen alten Bekannten geht es im Auto wieder zurück nach Gießen. Nach Frankfurt nehmen wir den ICE 2375. Unsere Premiere im ICE L! Die Kneipe ist eher winzig, doch wir finden Platz. Der Zug läuft eher laut und unruhig, nicht wirklich wie ein brandneuer ICE, aber nun ja, die Einrichtung ist ganz gut gelungen, und der ebenerdige Einstieg hat auch was.

Zurück in Frankfurt kurz Gepäck ins Hotel, und fürs Abendessen finden wir noch ein Lokal fast um die Ecke, so ist das Bett nicht weit.

20260924

Gilching steht heute an. ICE 985 bringt mich pünktlich nach München, und ich erwische noch eine verspätete S8, so komme ich einen Bus-Takt früher als geplant in die Firma.

Zurück fahre ich via Starnberg. Der Bus hat Verspätung, doch der Regionalzug auch, so erreiche ich ihn noch. In München komme ich mit ICE 2856, der als Ersatz für ICE 1004 fährt, mit +5 weg.

Bis Nürnberg sind wir pünktlich, der Zug endet hier, und wer ursprünglich mit ICE 1004 weiterfahren wollte, kann in Nürnberg am gleichen Bahnsteig in diesen umsteigen. Mich betriffts eh nicht, so komme ich wieder gut daheim an.

20260919

Den Tag beginnen wir mit einem kleinen Spaziergang durch Düsseldorf, vor wir eine kleine Schiffsfahrt auf dem Rhein unternehmen.

Nun aber zum Grund unserer Reise, dem Musikfest der Bundeswehr. Die Straßenbahn bringt uns raus zur Arena, und pünktlich um 14 Uhr geht es los. Wie immer Militärmusik vom Feinsten, in großer Besetzung. Das Maskottchen wuselt zwischen den Akteuren umher, es gibt Akrobatik, eine Vorfahrt auf Niveau eines Staatsbesuches, Musiker werden per DHL geliefert, ein U-Boot schwimmt durch, ein Piper erfreut die Ohren – wahrlich eine unterhaltsame und hochwertige Veranstaltung, so vergehen die drei Stunden wie im Fluge!

Auch zurück geht es mit der Straßenbahn, wir finden ein Lokal fürs Abendessen, und den Absacker in der Hotelbar gibts auch noch.

20260918

Gen Düsseldorf starten wir pünktlich mit dem ICE 722 ab Nürnberg. Bis Siegburg läuft alles wie geschmiert – doch kurz vor dem Bahnhof kommen wir mit Schräglage in einer überhöhten Kurve zum Stillstand. Unser Bahnsteiggleis ist belegt mit einem defekten Zug, wir kommen erst weiter, wenn sie es schaffen, das Teil wegzufahren.

Nun ja, irgendwann geht es weiter, so haben wir nun +30 auf der Uhr. So kommen wir auch an in Düsseldorf. Kurz im Hotel einchecken, und weiter geht es nach Benrath, eine Station im bumsvollen RE. Ins Schloß kommen wir leider nicht, da dort eine Gemäldeausstellung ist, die uns nicht wirklich interessiert, das Cafe hat auch zu, also spazieren wir halt ein wenig im Park umher.

Der RE zurück ist genauso bumsvoll, und zurück in Düsseldorf finden wir Platz fürs Abendessen, vor wir zum Hotel zurückgehen.

20260913

Nach einem schönen Abend und einer Nacht mit Uhugeschrei und Wolfsgeheul im Waldcafe erfahren wir beim Frühstück, der vermeintliche Wolf ist der hauseigene Wachhund. Nochmal Glück gehabt!

Zurück zum Bahnhof geht es per Bus, und ICE 200 nimmt uns pünktlich auf für die Heimfahrt.

Um ein paar Minuten zu früh kommen wir am Frankfurter Flughafen an und gehen auf ein Getränk in die Lounge. Als wir am angedachten Gleis ankommen steht da schon ein anderer ICE, der auch keine Anstalten macht, sich weg zu bewegen. Kurz vor knapp werden wir an einen anderen Bahnsteig beordert, also Treppe hoch, Treppe runter, und ICE 625 kommt auch schon eingefahren. Bis sich alles sortiert hat warten wir noch mit der Abfahrt und starten letztlich mit +10.

Der Zug ist gut voll geworden, der Rest der Reise klappt jedoch, wir holen die Verspätung bis Würzburg komplett auf – doch vor Nürnberg stehen wir ein paar Minuten rum, bis wir Einfahrt haben. Auch wird angesagt, der Zug ende schon in Nürnberg, wegen einer Streckensperrung auf dem Weg nach München. Nun, uns ists egal, wir sind wieder gut gelandet.

20260912

Mit ICE 1020 geht es in Nürnberg pünktlich los. Problemlos kommen wir nach Frankfurt, auch die Gastro funktioniert. Allerdings müssen wir heute nach Frankfurt Süd, was wir mit einem RE erledigen. Dort geht es weiter mit ICE 71 bis Karlsruhe, auch das mit Gastro und unauffällig. Ab da fahren wir mit der komischen Straßenbahn bis Baden Baden, und mit dem Bus in die Innenstadt. Erstes Ziel ist das Museum LA8, genauer, die Ausstellung Vanitas.

Jede Menge schöner Schädel, und ein Video einer Installation von Koen Theys – Schädel, Schnecken, Bücher und Wecker :) Hat etwas Entschleunigendes. Manu hat den Besuch schön festgehalten.

Noch auf einen Happen in einem schönen Bistro, und danach fahren wir mit dem Bus raus zum Fuße des Merkur, in unsere Unterkunft, wo wir heute Abend eine kleine Familienfeier haben.

20260905

Schon wieder fahren wir mit dem Cadolzburg-Bähnle, heute bie Weiherhof. Von da spazieren wir durch den Wald zur Feldschmiede, einem Relikt mitten im Nirgendwo im Wald. Weiter geht es vorbei an diesen Wegweisern zum Felsenkeller.

Nach einer Mittagsrast gehen wir zur Bushaltestelle, fahren bis zur Hardhöhe, und mit der U1 bis Rathaus. Dort holen wir uns ein Eis bei Massimo und gehen vollends heim. Den Abend lassen wir im Brauhaus ausklingen, wenn schon, denn schon!

20260901

Mit ICE 985 gehts heute nach München, und weiter mit S8 und Bus nach Gilching. Pünktlich komme ich zum Termin an.

Nach erfolgreicher Verrichtung fahre ich wieder mit Bus und S8 zurück nach München, und ICE 782 startet pünktlich gen Heimat. Wegen einer Weichenstörung sind schon für Nürnberg +15 angesagt, und tsächlich fahren wir ab Ingolstadt im Gegengleis. In Kinding geht es wieder auf die richtige Seite, und die angekündigte Verspätung reduziert sich auf nicht relevante +2 in Nürnberg.

So komme ich mit der S6 gut in Fürth an und treffe Manu im Brauhaus.

20260830

Am Hauptbahnhof Fürth steigen wir heute in den Bus an den Stadtrand. Dort steigen wir aus und spazieren am Kanal entlang, wo wir endlich mal den schon lang entdeckten Schädel ablichten. Ein Kroko schwimmt auch noch vorbei. Am alten Wasserwerk wacht noch ein Krak über die Wasserversorgung, weiter geht es zum Bräuschank Zirndorf. An deren letztem Tag vor dem Betriebsurlaub genießen wir nochmal den Biergarten und das Essen, und die Wespe darf auch mal knabbern.

Für den Heimweg nehmen wir das Cadolzburg-Bähnle, bis Fürth. War ein netter Sonntagsausflug!

20260829

Ein kleiner Spaziergang steht mal wieder an. Also ab mit dem Bus ab Mondstraße zum Hauptbahnhof, ins Cadolzburg-Bähnle, Ausstieg in Egersdorf. Durch den Wald und übers Rotwildgehege spazieren wir zum Felsenkeller, wo wir uns mit Freunden treffen und zusammen was essen und ein paar Bierchen lüpfen.

Zurück gehen wir bis zum Ortsbeginn Fürth, wo wir den Bus in Richtung Klinikum nehmen. Dahinter steigen wir in den Bus um, der uns wieder zum Ausgangspunkt Mondstraße bringt – nicht die kürzeste Verbindung, aber so schließt sich der Kreis :)

20260828

Zurück aus Heimertingen geht es wieder mit bunten Zügen ab Memmingen bis Buchloe, weiter bis Augsburg und Nürnberg und Fürth, wie auf der Hinfahrt. Nur, daß zeitgleich mit mir in Fürth strömender Regen ankommt, so nehme ich den Bus bis zur Mondstraße und werde auf den letzten hundert Metern dennoch gehörig naß :)

20260827

Erster Arbeitstag nach dem Urlaub, und schon gleich wieder auf Tour. Für den Trip nach Heimertingen gibt es heute nur komische Verbindungen. Also sitze ich nun halt im RE nach Augsburg, der in Nürnberg pünktlich losgekommen ist.

Umstieg in Augsburg klappt, Umstieg in Buchloe klappt, aber der letzte Zug hat wegen Wartens auf Gegenzug fast +15 in Memmingen. Egal, jedenfalls bin ich gut angekommen.

20260825

Mit ICE 781 soll es heute bis München gehen. Das funktioniert prima, es gibt Frühstück, alles bestens. Unser Anschluß ICE 918 wird problemlos erreicht und startet pünktlich gen Augsburg, und beinahe pünktlich kommen wir dort an.

Ziel der Mission heute ist die Aufklärung eines Rätsels zu einem Gemälde. Es zeigt das kleine schwäbische Städtchen Ichenhausen, in einer Perspektive, aus welcher es sonst keinerlei Abbildungen aus dieser Zeit gibt.

Das Bild war über Jahrzehnte oder sogar länger im Besitz unserer Familie, und mangels persönlichem Bezug haben wir uns entschlossen, es der Stadt Ichenhausen zu übergeben – da kommt es her, da gehört es hin, und wir dachten uns, das ist sicher ein interessantes Artefakt zur Stadtgeschichte.

In den 1980er Jahren hat mal ein Bekannter meines Vaters, welcher mit dem Schulmuseum Ichenhausen verbandelt war, das Bild bei einem Besuch bei uns zuhause zufällig gesehen und auch Photos davon angefertigt, doch mein Vater wollte es damals trotz eindringlicher Nachfragen nicht abgeben. Diese Photos haben allerdings irgendwie die Zeit überdauert, und so ist sogar eine Aufnahme auf den Umschlag der Stadtchronik aus dem Jahr 2007 gelangt.

Jedenfalls hat die Stadtarchivarin schon nach meiner ersten Nachricht gemeint, sie habe da so eine Ahnung – das Bild war offenbar nie in Vergessenheit geraten und ein seit Jahrzehnten ungelöstes Rätsel der Stadtgeschichte, wer hat es, wo ist es, existiert es noch? Sie hat gleich die Vermutung gehabt, es könnte sich um das Gemälde von der Stadtchronik handeln. Treffer!

Nun, dies ist nun also geklärt, müssen wir nur noch einen Zeitpunkt zur Übergabe finden. Dieser bietet sich in der Auslaufzeit unseres Jahresurlaubs an, so also die heutige Tour.

In Augsburg übernehmen wir ein Flinkster-Auto, und der erste Weg führt uns nach Neusäß, wo aktuell das Gemälde gelagert ist. Auf ein Käffchen, auf ein Schwätzchen, und bald geht es mit dem Kunstwerk auf dem Rücksitz weiter nach Ichenhausen. Kein Stau, kein Chaos, so kommen wir zur prognostizierten Zeit an.

Die Stadtarchivarin übernimmt das Gemälde, wir unterhalten uns noch ein wenig, was das Bild so alles erlebt hat bei uns, bekommen ein Exemplar besagter Stadtchronik überreicht, gehen noch die wenigen Schritte durch den Nieselregen vor das Haus, in dem ich in den Siebzigerjahren das Gemälde erstmalig bei einer Großtante gesehen habe, und schon fahren wir wieder los, um das Auto abzugeben.

Nach einer kleinen Rundfahrt durch Ichenhausen und Günzburg stellen wir das Autochen wieder in Augsburg ab, erwischen bequem den verspäteten ICE 565 nach München, und dort geht es weiter mit ICE 620 gen Nürnberg. Auf dem Teilabschnitt bis Ingolstadt viel Trödelei, pünktlich sind wir nicht, aber egal, das Abendessen im Milano wartet ja auf uns :)

Übrigens soll das Bild so aufgehängt werden, daß es die Bevölkerung auch sehen kann, Rathaus, Sitzungssaal, so in der Art, das alles ist noch nicht entschieden. Ich bin gespannt.

20260823

ICE 13 wird in Brüssel bereitgestellt, und unter deutlichen Warnungen vor Taschendieben können wir uns gleich niederlassen.

Unterwegs machen wir paar Minuten Plus, aber das ist noch kein Problem für den Anschluß in Frankfurt, und die Gastro funktioniert aucn.

Weiter geht es ab Frankfurt mit dem ICE 623. Auch hier eine geruhsame, problemlose Fahrt, und annähernd pünktlich kommen wir daheim an.

Schade, Urlaub 2026 (der link führt zur Übersicht aller Artikel) ist damit abgehakt – schön war es, keine Bahn-Probleme, alles geschmeidig und problemarm. Das hat die Reiseleitung (Manu!) erstklassig gemacht!

20260822

Die Rückfahrt aus Sheffield beginnen wir pünktlich. Der Zug steht auch früh bereit, so bekommen wir gut Platz. Die Fahrt ist ruhig und unauffällig, pünktlich kommen wir in London an. So ist noch genug Zeit für ein Abschiedsbier in der Bahnhofskneipe The Barrel Vault.

Auch heute klappt die Sicherheitsprozedur reibungsfrei, und pünktlich geht es mit Eurostar ES 9132 los. Eine langweilige Fahrt durch fade Gegend und ein großes schwarzes Loch, 50 km lang und 100 m unter dem Meer, so landen wir pünktlich in Brüssel an und beziehen unser Domizil für eine Nacht. Praktisch, man kommt da direkt aus dem Bahnhof ins Hotel.

Abendessen finden wir in einer urigen Kneipe. Auf dem Heimweg noch Lichtspiele und Wasserspiele, und über die Bar gehts mit Blick auf die Nationalbasilika des Heiligen Herzens ins Bett.

20260821

An unserem letzten Tag bleiben wir in Sheffield. Wir fahren nochmal mit der Straßenbahn raus zum Industriemuseum, um dem vor einer Woche abgebrochenen Besuch fortzusetzen. Übrigens nennt sich die Straßenbahn hier Supertram, warum auch immer :)

Natürlich hat es hier Bahnbezug. Mitten im Raum steht da ein Stahltransportwagen, und eine Schautafel erläutert den Bezug der Stadt Sheffield zur Eisenbahn. Schön dargestellt eine in fester Fahrbahn eingebettete Rillenschiene.

Elektromobilität gab es auch schon 1940, allerdings waren damals die Batterien und damit die Reichweite noch mehr ein Problem als heute. Bei uns wohl eher unbekannt sind die Sherpa-Fahrzeuge.

Die größte noch existierende Dampfmaschine Englands läuft heute leider nicht – ein beeindruckendes Monstrum. Ihr Wächter hat so erst mal Ruhezeit.

Meßzeug ist ebenfalls ausführlich ausgestellt, interessant der Mikrometer mit Braille-Skala, und dieser frühe elektronische Mikrometer.

Eine kleine Erfrischung nehmen wir im Fat Cat.

Die Wasserspiele am Bahnhof sind nun übrigens wieder komplett, auch die Stahlwand ist wieder naß.

Weil noch Zeit ist fahren wir mit der Supertram raus in die Vororte, unternehmen da einen kleinen Spaziergang, und nach der Rückfahrt in die Stadt gehts gleich zum Abendessen im Head Of Steam, und ein letztes Mal über die Hotelbar ins Zimmer.

20260820

Ein Zug soll uns heute von Sheffield nach Manchester bringen. Tut er, das funktioniert alles.

Der Bahnof da ist eher wirr, aber das ist ja in England nicht ungewöhnlich, irgendwann finden wir dann auch raus, nicht ohne den Hinweis auf die erste Fernbahnstrecke zu registrieren.

So spazieren wir vorbei an einem weiteren Bahnbezug durch die Stadt zur Kathedrale, die eher ein Kathedrälchen ist. Manu hat da außen viel einzufangen, doch ein massiver Regenschauer nötigt uns erst mal ins Innere. Das gibt nicht so viel her, der Regen ist immer noch am pieseln, doch direkt daneben ist ein Pub. Hier sitzen wir den Regen bei einem Bier aus, vor wir dann die Kirche finalisieren. Auch die bunte Biene muß mit!

Weiter zu einer Bibliothek von 1900, ein wahrer Prachtbau, außen voller Gargoyles und Wesen, innen viele Drachen und andere Tierchen. So entdecken wir die seltene Blaunasenfledermaus. Herrlich ist auch der Lesesaal.

Danach wird noch das Rathaus ausgiebig geknipst, und auch einige andere Gebäude halten Manu auf dem Weg zurück zum Bahnhof auf.

Noch ein Blick auf die Bahnhofsbiene, und schon bringt uns der Zug wieder zurück.

Als große Überraschung in Sheffield, die von uns totgeglaubte riesige Brunnenanlage vor dem Bahnhof ist nicht mehr staubtrocken und plätschert munter, als wäre nix gewesen!

Da wir eh noch bloggen müssen nehmen wir dann gleich das Abendessen wieder im Hotel.

20260819

Heute geht es mit dem Zug von Sheffield nach Liverpool. Längerer Ritt, aber ohne Umstieg. Läuft alles problemlos.

In Liverpool angekommen fahren wir zuerst einen Hüpfer mit dem Bus, um die Kathedrale zu besuchen. Ein riesiger Kasten, schon in der Außenansicht beeindruckend, und auch im Inneren einfach nur groß. Wir haben eine Führung gebucht, die uns auf den Turm, auf die Dachböden und auch sonst noch an viele schöne Ecken führen soll. Die Gruppe bleibt klein, nur sechs Leute, sehr schön, so bekommt man auch was mit.

Zuerst geht es auf den Turm hoch. Der hat ein Flachdach mit einem umlaufenden Aussichtsgang, und unser Führer weiß viel zu erzählen, was man hier so zu sehen bekommt. Der Blick in Stadt und Umland ist herrlich. Interessant auch, man sieht den Lüftungsschacht des ersten Eisenbahntunnels überhaupt, zu Dampflokzeiten mußte der Dreck ja irgendwie raus.

Nun geht es innen im Turm runter, zu den Glocken. Ein schönes Bild ist der Blick vom Glockenniveau aufs Treppenhaus. Der Klöppel des George ist wahrlich ein Trumm! Etwas tiefer dann der Bereich, in dem die Glocken bedient werden – alle von Hand, jede Glocke mit einem Menschen am Seil. Und auch eine Übungsanlage für den Nachwuchs ist da, damit man nicht die ganze Stadt mit Mißtönen erscheckt :)

Weiter über Treppen und Gänge – von einem Balkönchen ganz weit oben haben wir eine tolle Sicht nach unten in die Kirche. Doch es wird noch besser, wir gehen auf einem weiteren schmalen Balkon außen an der Kirche entlang, in Greifweite eines der Rosettenfenster, zum gegenüberliegenden Balkönchen, auf dem ein Teil der Orgel installiert ist.

Noch mehr Einblick, Außenbalkon, Dachboden, Gänge, Treppen, die Galerie mit den Stickereien der letzten Jahrhunderte, Gipsmodelle, nach denen die Steinfiguren gefertigt wurden – was für eine phantastische Führung, absolut zur Nachahmung empfohlen!

Nun komplettieren wir noch unsere Runde durch die Kirche im normalen, öffentlichen Bereich, und wir schauen nochmal auf eines der Balkönchen hoch, auf dem wir vorhin noch standen, direkt über dem großen Spitzbogen. Noch ein Blick in eine Kapelle, ein letzter Blick nach oben, und wir verlassen diesen grandiosen Bau.

Zu Fuß gehen wir in die Stadt runter, kleine Erfrischung in einem Pub, und Manu fängt noch einiges Getier an diversen Prachtbauten ein. Und weil es so schön war kehren wir nochmals ein, im angeblich ältesten Pub Liverpools „Ye Hole In Ye Wall“.

Die Rückfahrt müssen wir leider in einem total überheizten, stickigen Zug erdulden, dazu machen wir noch insgesamt +25, irgendwas war mit einem roten Signal, und später dann noch ein superlangsamer Güterzug vor uns.

Zurück in Sheffield essen wir noch in einem Pub, der früher einmal die Feuerwache war. Tolle location!

20260818

Nach Lichfield fahren wir via Birmingham. Der großzügig bemessene Umstieg klappt trotz der kleinen Verspätung. Schräg bei einem Zwischenhalt der Verweis am Bahnhofschild auf die Spaghetti Junction. Empfangen wird man in Lichfield kurioserweise von bemalten Radkappen am Bahnsteig!

Der Weg durch das nette Städtchen zur Kathedrale ist nicht allzu weit. Nach einem ersten kurzen Blick setzen wir uns erst mal in das kleine Orgelkonzert. Alexander Ffinch kann was, ein echter Genuß!

Innen gibt die Kathedrale nicht so viel her, immerhin ein Schädel in einem Glasfenster, aber außen, da hat es jede Menge Gargoyles, Köpfe und anderes Getier! Besonders schön diese Drachen, ein– und doppelköpfig und das schweinsnasige Fledertier. Mehr noch bei Manu im blog! Nun aber Einkehr.

Auf dem Heimweg trödeln wir ziemlich vor Birmingham herum, und wir sehen unseren Anschluß in Gefahr, klappt aber dennoch alles, und wohlbehalten hat uns Sheffield wieder. Der Pub fürs Abendessen liegt gleich am Heimweg, wie praktisch.

20260817

Heute bringt uns ein Dieselbähnle nach Lincoln. Klappt alles bestens, nur die vielen tobenden Kinder nerven – wie so oft, halt untaugliche Eltern. Am Bahnhof fällt erst mal auf, hier kommt offenbar der große Logiker Boole her, so hat er auch ein Denkmal bekommen.

Nun erklimmen wir aber erst mal den Hügel hoch zur Kathedrale. Ein schöner Kasten, viele Fänge für Manu, und besonders markant in Greifhöhe dieser Schädel und Drache. Etwas verborgen in einer Nische, aber wir haben ja gezielt danach gesucht.

Nun aber erst mal eine Einkehr, vor wir uns in die Kathedrale stürzen.

Im Inneren fällt die güldene Orgel auf. Was ich auch noch nie gesehen habe, eine Kapelle mit einem Altar der Blaulichtorganisationen. Die Wertschätzung ist hier offenbar anders als bei uns. Vom Kreuzgang hat man noch einen Blick auf die Kathedrale, wie er sicher schon vor vielen hundert Jahren quasi unverändert gegeben war. Keine Zeugnisse moderner Zeiten, einfach nur der alte Kasten wie schon immer. Nicht zu vergessen der versteinerte Imp, dessen Kollege heute noch vergeblich auf ihn wartet.

Eine kleine Runde durchs Schloß machen wir noch, aber nur im Außenbereich. Natürlich hat das Schloß auch seine Drachen!

Weil noch Zeit ist, noch eine kleine Einkehr am Kanal, vor uns das Bähnle wieder zurück nach Sheffield bringt.

Abendessen nehmen wir im Head of Steam, vor uns das Hotel wieder hat.

20260816

Ein Trip aus Sheffield nach Birmingham steht an, natürlich mt der Bahn. Die Fahrt verläuft pünktlich und ereignislos. Der Bahnhof ist durchaus riesig, doch der Bulle hat uns dennoch genau im Auge.

Die Black Sabbath Bridge ist ein unerwarteter Hingucker :) Erstes Ziel ist die IKON Gallery, eine kleine, aber feine Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Einen Schädel haben wir wenigstens angetroffen, und diese Schüssel aus einem deutschen Ton ist auch sehr attraktiv. Da wir dort unerwartet schnell durch sind entern wir spontan ein kleines Schiff der Brindley Cruises, welches uns eine Stunde durch die Kanäle der Stadt fährt. Eine unterhaltsame und informative Tour, der Skipper weiß viel zu erzählen, und die Zeit vergeht rasend schnell.

Danach eine kleine Erfrischung im Malt House, schöner Pub, auch direkt am Wasser gelegen. Danach spazieren wir am Kanal und einigen kleinen handbetriebenen Schleusen entlang zum Newman Brothers Museum, einem kleinen Museum, welches die Wirkungsstätte eines ehemaligen Herstellers für Sargzubehör erhält. Mit Hämmern wurden verschiedenste Dekorelemente geprägt und versandt. Überall im Haus ist Personal, und man bekommt sehr viel erzählt, und die Hammerwerkstatt wird auch kurz vorgeführt.

Zurück zum Bahnhof, welcher praktischerweise mit einem Pub die Wartezeit verkürzt, und ebenso unaufgeregt wie hinzu absolviert der Dieselzug die Rückfahrt.

In Sheffield stellen wir fest, die ganzen Pubs haben abends kein Essen mehr – also essen wir nochmal im Hotel.

20260815

Heute erkunden wir ein wenig Sheffield. Gleich beim Hotel ist die Millennium Gallery, mit einigen kleinen, aber feinen Ausstellungen. So ist Sheffield eine Stadt der Metallbearbeitung und weithin berühmt für Besteck. Passend dazu gibt es hier eine tolle Ausstellung. Nur ein paar Beispiele, ein Tee-Set, tierisches Besteck, eine Installation mit einem Bowle-Pott, umgeben von kleinen Panzersperren, ein eleganter Flachmann in Buch-Form, und schöne Trinkgefäße. In einer anderen Sammlung noch der Industrie- und Bahnbezug. Direkt daneben ist der Sheffield Winter Garden, quasi ein Gewächshaus, schön bepflanzt, und mit Gastro. Einfach ein schöner Platz zum sich Aufhalten ohne Komsumzwang, und nicht komplett durchkommerzialisiert. Sowas sollte es öfters in Städten haben!

Danach spazieren wir ein wenig durch die Innenstadt, noch spontan eine Kirche am Wegesrand, vor wir uns der Kathedrale widmen. Der altehrwürdige Bau hat eine moderne Erweiterung mit schönem Lichtspiel in der Decke. Schädels und Gargoyles finden wir auch, mehr dazu bei Manu! Und direkt daneben noch ein weiterer schöner Bau, Parade Chambers.

Nun erstmal eine Bierpause im The Old Shoe. Faszinierend die Zahl der Biere vom Faß, die Wand mit Zapfhähnen ist krass. Eher ein moderner, schlichter Pub, nicht klassisch, aber definitiv auch mit Charme. Und bei unserem Hrumschlendern in der Stadt macht Manu noch ein paar spontane Fänge, so am Rande.

Nun aber ab in die Straßenbahn, die bringt uns raus zum Kelham Island Museum, einem schönen Industriemuseum. Auf dem Weg von der Haltestelle zum Museum noch dieses interessante Haus aus See-Containern gebaut. Alles rund um die Stahlherstellung, vor dem Eingang gleich die Bessemerbirne, welche die Stahlherstellung wohl revolutionierte. Bahntechnik wurde hier produziert, Medizinprodukte, ein Gasmotor in Bewegung ist ausgestellt, eine per Transmission angetriebene Werkstatt in Aktion, und auch Wehrtechnik ist zu sehen. Die Granate in Hochglanz ist wohl ein Demonstrationsobjekt, und diese Bombe ist hoffentlich auch leer. Leider schließt das Museum schon um 16 Uhr, nicht um 17 Uhr wie im Reiseführer beschrieben, also müssen wir vorzeitig abbrechen. Eventuell kommen wir aber in einer Woche wieder.

Den Abend beschließen wir wieder im Hotel, nicht zuletzt, um die blogs zu befüllen.

20260814

Morgens fahren wir zunächst mit dem verglasten Aufzug im Hotel in den 16. Stock. Nette Aussicht. Dann geht es raus zur Southwark Cathedral. Schöner Bau, und es gibt auch Schädels. Dazu gibt es ein tolles Cafe mit einer riesen-Auswahl an Süßem und Herzhaftem, da kehren wir natürlich ein!

So gestärkt kommen wir an der prächtigen Hopfenbörse vorbei zu dem kleinen ehemaligen Friedhof Crossbones. Leider ist der geschlossen, doch als wir frustriert abrücken wollen kommt Jennifer dahergeradelt, eine der ehrenamtlichen Betreuerinnen, und sie sperrt für uns auf und nimmt uns mit rein. Eine wilde, urige Anlage, viele Schädel, und eine faszinierende Story, als der Gnadenfriedhof für „alleinstehende Frauen“ des Mittelalters, wie Prosituierte. Die Ecke sollte überbaut werden, konnte aber doch gerettet und erhalten werden und ist nun in der Hand Ehrenamtlicher, die da gärtnern und die Anlage erhalten. Manu hat dazu auch was veröffentlicht.

Nun naht aber die Abreise. Noch auf ein Bier in der Signal Box, das Gepäck im Hotel auslösen, und ab nach St Pancras. Unser Zug verspätet sich jedoch, eskalierend bis auf eine gute halbe Stunde. Nun ja, der Wagen ist schön klimatisiert, so kommen wir also gut nach Sheffield. Aber auch hier ist der Bahnbetrieb Problemen unterworfen, in einem Wagen ist Sauna angesagt, eine Toilette ist defekt, der ganz normale Bahnsinn.

Das Hotel ist unweit vom Bahnhof, die Bar ist schön, das Essen auch lecker, so gehen wir heute nicht mehr aus dem Haus und beschließen den Abend hier.

20260813

Unser erstes Ziel ist heute die Westminster Abbey. Wir haben da ein Zeitfensterticket zum erstmöglichen Termin morgens, dennoch ist der Andrang ganz ordentlich. Nun ja, verläuft sich in dem riesigen Bau letztlich schon ein wenig. Highlight ist klar dieses Skelett, und irgendwie haben die Knochen und Schädel gerne mal so ein mystisches Leuchten, wenn wir vor Ort sind, wie das nur kommt?! Spannend auch dieser SM-Igel! Echte Gaslaternen hat es hier auch noch, unglaublich. Beeindruckend auch diese Arbeit, eine Darstellung rauher See mit aller Unbill. Natürlich hat Manu etliche Fänge getätigt.

Nun haben wir uns aber wieder eine Einkehr verdient, gleicher Pub wie gestern. Danach raus zum Naturhistorischen Museum, dort interessiert nur die Außenfassade mit ihren, genau, Gargoyles. Aber auch die Saurierskelette sind schön. Mehr noch bei Manu!

Weiter geht es zum London Tower. Erstmal eine Einkehr, noch spontan eine Kirche direkt gegenüber des Pubs, und am Drachen und Tower vorbei geht es zur Tower Bridge. In Betrieb seit 1894, und immer noch regelmäßig am Aufklappen, um besonders hohen Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen. In den oberen Brücken mit Wartungsgängen läßt sich das Bauwerk queren und erkunden. Als Attraktion wurden Glasböden eingesetzt, und Spiegel darüber.

Von da oben hat man eine tolle Sicht auf ein Kriegsschiff, auf den Tower und auf die Skyline. Wieder unten geht es noch in die Technikräume, wo die Funktionsweise erklärt wird und die alten Dampfmaschinen noch erhalten sind. Heute funktioniert der Antrieb elektrisch.

Abendessen bekommen wir in einer guten Pizzeria gleich um die Ecke vom Hotel, so ist der Weg über die Bar ins Bett nicht weit.

20260812

Fies früh am Morgen müssen wir heute raus. Mit der U1 geht es nach Nürnberg, und von dort bringt uns ICE 822 pünktlich weg. Das halten wir bis Frankfurt durch, so ist der Umstieg zu ICE 316 kein Problem, auch wird dieser frühzeitig bereitgestellt. Los geht es ebenfalls pünktlich.

In Aachen haben wir bissl +, holen das aber bis kurz vor Brüssel beinahe wieder auf – um dann vor der Einfahrt minutenlang herumzustehen. Aber kein Problem, der Umstieg in Eurostar 9135 ist großzügig genug bemessen.

Das nervige Sicherheits- und Grenz-Prozedere läuft heute ohne Wartezeit und Diskussionen. Ticket an den Scanner halten, Gepäck und persönliche Habe durchs Röntgen, durch den Detektor gehen, Paß zum Verlassen der EU scannen, Paß zum Betreten des UK scannen, keine zehn Minuten, und wir sind durch.

EUR 9135 startet pünktlich gen Westen. Erstaunlicherweise ist heute relativ wenig los im Zug. Egal, läuft jedenfalls!

Die Fahrt ist ruhig und verläuft ohne Probleme; pünktlich kommen wir in London an und steigen aus dem eiskalten Zug in sommerliche 30 Grad aus, bääh. Das Hotel ist nur drei Ecken vom Bahnhof entfernt, das Zimmer ist schon bereit, die Klimaanlage läuft auch – prima, so können wir uns gleich häuslich einrichten, vor wir die erste Tour in die Stadt unternehmen.

Mit der U-Bahn fahren wir nach Westminster. Das U-Bahn-System ist ähnlich wie in Paris, bescheuerte Zugangssperren, und bei Umstiegen lange und wirre Gänge, in denen man sich verlaufen kann, jedoch alles ordentlich beschildert und bei aufmerksamem Hinsehen immer zielführend. Allerdings gibt es Linien mit klimatisierten Zügen, und Linien mit Sauna-Zügen :(

Der Big Ben ist natürlich das Erste, was man sieht, der Westminster Palace in seiner Ausdehnung ist ein beeindruckender Bau. Eine Erfrischung ist aber bei der Hitze nötig, und die Gastro ist hierzulande oftmals klimatisiert, so verbringen wir nach Manus Gargoyle-Jagd eine entspannte Stunde im The Two Chairmen.

Abendessen nehmen wir im Pub The Signal Box im Bahnhof Euston. Da sind wir bei unseren bisherigen Durchreisen durch London auch schon eingekehrt, das hat sich bewährt, und der Weg ins Bett ist nicht mehr weit.