20200818

Heute zieht es uns zur Ziemestalbrücke bei Remptendorf. Erbaut in den 1890er-Jahren als imposante Stahlfachwerkkonstruktion steht sie heute noch da, nur, daß kaum mehr Züge über sie fahren.

Doch ganz so einfach mit mal eben Hinfahren ist der Besuch nicht, man muß schon ein Stück durch den Wald wandern, bis man im Blattwerk ihrer ansichtig wird. Dann befindet man sich aber erst unter ihr, und muß noch bei den Pfeilern steile Böschungspfade hinansteigen, immer mit schönen Ansichten auf das Bauwerk, bis man endlich oben bei den Gleisen ist.

Am Ende der Brücke ist auch noch ein Bahnhäuschen, von dem aus man die Brücke seitlich bewundern kann – während man den Regenschauer abwartet. Dann noch ein Blick in die Wartungsebene, die ebenfalls frei begehbar ist.

Entlang der Gleise folgen wir für den Rückmarsch nun der alten Bahnstrecke, durch zwei Tunnel, bis wir wieder die Straße erreichen und zum Auto zurückgehen.

Was für ein Bauwerk, es bleibt nur zu hoffen, die Brücke wird so lange erhalten wie nur irgend möglich!

20200817

Bis Erfurt fahren wir mit dem ICE 802. Während ich im Anschlußzug Platz suche besorgt uns Manu noch Roster, so fahren wir bratwurstfutternd weiter bis Greiz.

Dort kommen wir pünktlich an, werden am Bahnhof abgeholt, bewundern die Kreuzotter, welche den Hausbahnsteig bewacht, und besuchen die Ausstellung “Körperwelten” von Gunther von Hagens in der Eishalle.

Wir waren ja schon öfters auf diesen Ausstellungen – doch zum ersten Mal ist auch das Photographieren erlaubt. An der Stelle der Hinweis, wer den Anblick von Skeletteilen, präparierten Organen und präparierten Menschen und Tieren nicht ertragen will, der sollte die Links zu den folgenden Photos nicht anklicken.

Der tödliche Verkehrsunfall weist einem gleich den richtigen Weg. Schon vor dem Einlaß wird man von einem überdimensionalen Schädel empfangen, und im Original dann gleich nochmal beim Eingang zu der Ausstellung.

Stellvertretend für viele hervorragende Organpräparate ein krankes Herz, man sieht schön einige nicht mehr so perfekte Stellen. Den Bewegungsapparat vermitteln sehr gut diese Läufer und die Turnerin. Hier scheint eine Reanimation nicht mehr wirklich erfolgversprechend, doch allemal ein wichtiger Hinweis, wie man ggf. nochmal jemanden davor bewahren kann, genau hier zu landen. Bei diesem Paar bedarf es wohl keiner weiteren Erläuterungen. Diese Szene wiederum kennt der gemeine James-Bond-Fan sicherlich.

Sehr detailliert auch das Pferd mit Reiter, die Giraffe beeindruckt schon ob der schieren Dimensionen, und dem Bereich der Kuriositäten ist wohl dieser Tisch zuzuordnen.

Wirklich alles sehr gut gemacht!

Eigentlich haben wir noch einen Besuch bei einem Moor angedacht, aber der fällt ins Wasser, bzw. selbiges vom Himmel, also brechen wir ab und fahren nach Plauen, in unser Domizil für die nächsten Tage.

20200816

Die Heimfahrt aus Stade erledigen wir mit der S-Bahn bis Hamburg, welche dann um Harburg herum einer etwas anderen Streckenführung folgt als der Regionalzug bei der Anreise.

In Hamburg ist genug Zeit für den Umstieg in den ICE 789, welcher uns ohne weitere Probleme in die Heimat bringt.

So schließen wir ein schönes Wochenende ab, das pandemiebedingt lange Zeit eine Zitterpartie war und sich glücklicherweise doch noch realisieren ließ, fast wie geplant.

20200815

Heute zieht es uns zur preußischen Elbefestung Grauerort hinaus, welche der diesjährige Austragungsort von Scientia Mortuorum ist, der Tagung zum Thema Tod und Bestattungskultur. Die Anreise erledigen wir mit dem Bus, und auch ein Fußmarsch in praller Sommersonne muß überwunden werden. Pandemiebedingt ist vor dem Einlaß eine gewisse Wartezeit zu ertragen, auch diese in praller Sommersonne, aber innen finden wir zum Glück einen schattigen Sitzplatz in dem weitläufigen und nur locker bestuhlten Innenhof.

Auch in diesem Jahr eine hervorragende Veranstaltung. Der Ort hat nicht diese negative Aura wie das Wehrmachtsgefängnis im letzten Jahr, ist nicht so bedrückend und düster, aber das ist ja auch mal kein Fehler.

Natürlich war Roman Shamov wieder musikalisch unterwegs, umgeben von den herrlichen Photographien von Marcus Rietzsch (von denen wir gleich eine nach Fürth entführt haben!), und toll war auch die Leichenwagenparade. Dazu jede Menge hervorragender Fachvorträge von Fachleuten, informativ und dennoch unterhaltsam. Echte Unterhaltung gab es dann auch noch, durch den Tod höchstselbst, und abgerundet wurde der Tag durch Musik von Dennis Schober, heute solo anstatt mit Solitary Experiments auf der Bühne, was für ihn ein ungewohntes Erlebnis war.

Erneut hat die Veranstalterin Dr. Anja Kretschmer eine runde Veranstaltung hingelegt, die Verpflegung hat funktioniert und war günstig, die Zeit verging wie im Fluge.

Für den Rückweg gönnen wir uns ein Taxi, so ist die Heimfahrt sehr komfortabel, und bei einem Abendbier genießen wir noch Stade bei Nacht.

20200814

Die Fahrt nach Stade führt uns zunächst mit dem ICE 1582 bis Hamburg. Dort gönnen wir uns erst mal ein Mittagessen auf St. Georg, direkt am Hansaplatz. Sehr fein! Und da es nicht weit zum Bahnhof ist nehmen wir einfach den nächsten passenden Anschluß mit einem bunten Zug, der uns bis Stade bringt.

Der erste Eindruck von Stade ist eher verschlafen bis beschaulich oder tot, doch wenn man erst mal die richtige Ecke der Stadt am Wasser entdeckt, dann gibt es da sehr viel Gastro und nette Häuser, da ist es richtig schön. Sogar Mobilfunkantennen werden hier schön in Szene gesetzt! Extra für uns auch noch ein wenig Dramatik im Himmel.

So haben wir noch einen schönen Nachmittag, bei für norddeutsche Gefilde untypischem heißen Wetter. Leider ist auch das Hotelzimmer extrem warm und hat keine Klimaanlage.

20200809

Heute steht der Friedhof St. Peter an, für den ich auch gleich wieder auf Manus Website verweise. Ergänzend noch ein paar Einblicke in die sog. Katakomben, die eigentlich hochliegende Gänge und Kammern sind, geschlagen in die Salzburg begrenzenden Felsen, und die offenbar christlichen Zwecken dienten.

Vor der Heimfahrt setzen wir uns noch an den Residenzplatz, gleich bei einem schönen Brunnen, und kühlen uns innerlich mit einem Getränk.

Der RJX 60 startet pünktlich, und bis zur Grenze ist die Fahrt ereignislos. Der Zug wird an der Grenze allerdings grenzpolizeilich kontrolliert, was gleich mal eine Viertelstunde Verspätung erzeugt, und das holen wir bis München auch nicht mehr komplett auf.

Bezüglich des Anschlußzuges gibt es mehrere Möglichkeiten, und der, den wir anpeilen, wird noch beschleunigten Schrittes erreicht. Allerdings nur eine Einheit statt deren zweie, und unser reservierter Wagen ist wegen ausgefallener Klimaanlage gesperrt. Das erfahren wir aber erst später, da wir eh gleich ins Bordrestaurant gehen, bekommen da auch noch Platz, doch aufgrund der nur ca. 30 % der planmäßigen Kapazität wird die Kiste wahrlich mehr als rappelvoll.

Dennoch kommen wir letztlich gut wieder daheim an.

Die letzten Wochenenden zeigten uns, auch im Süden und in Österreich ist es verdammt schön, müssen wir unbedingt mal wieder machen!

20200808

Recht spontan wollen wir nach Salzburg, nachdem die angedachte Bergwanderung wegen ungeeigneten Wetters ausfallen muß – es ist schlichtweg viel zu heiß!

In Nürnberg erfreuen wir uns noch an einem Schotterzug mit zwei schönen Lokomotiven, in leuchtendem Gelb und etwas dezenter.

Also nehmen wir ICE 521, der uns gut nach München bringt, und weiter mit RJX 63, der uns nicht ganz so gut (weil deutlich unbequemer), aber dennoch pünktlich in Salzburg abwirft.

Der Bahnhof ist komplett neu gemacht, man merkt, wir waren schon lang nicht mehr hier, erinnern können wir uns uns an eine Dauerbaustelle. Vom alten Dach über der Gleishalle ist viel erhalten, beeindruckend sind diese Pfeiler, und auch die Bahnhofshalle ist sehr schön renoviert. Interessant, daß da ein polnischer Zug rumsteht.

Das Hotel ist zu Fuß gleich erreicht, und schon ziehen wir los in die Stadt.

Heute kann ich sehr faul sein beim Bloggen, Manu hat all die Arbeit für mich gemacht. So verweise ich als erstes Ziel auf den Sebastiansfriedhof. Ein Kleinod inmitten der Stadt, mit vielen eindrucksvollen Gräbern!

Mittagessen beim Italiener um die Ecke, da kann man nicht viel falschmachen.

Für den Nachmittag fahren wir raus nach Hellbrunn, mit Schiff und Bus. Hauptziel sind die Wasserspiele, welche hier auch wieder Manu bestens dokumentiert hat. Fies aussehende Fische hat es auch. Und das Bier kommt hier aus der Hölle. Erfrischend ist es dennoch – oder gerade deswegen?

Den Nachmittag machen wir es uns noch ein wenig im Hotel unweit des Kochtopfes gemütlich, vor wir nochmals losziehen. Beneidenswert, wenn man zum Kraxeln gleich den Berg dastehen hat, direkt im Anschluß an die Bebauung! Doch weiter in Richtung Stadt und in Ermangelung größerer Hungergefühle als Abendessen Würstel und Bier auf einem Mäuerchen an der Salzach genießen und sich an der abendlichen Stimmung erfreuen, das ist heute die Devise.

So hatten wir einen schönen Tag, sehr entspannt, und die Hitze haben wir mit Getränken und Schatten irgendwie überstanden.

20200802

Vor dem Rückweg noch ein Blick auf die mehrere hundert Jahre alte Linde vor dem Hotel – ein beeidnruckender Baum.

Die Unterführung zum Bahnsteig ist mit einem Fliesendekor eher ungewöhnlich gestaltet, erst recht für so eine ländliche Mini-Station.

Das Bähnle nach München sammelt unterwegs ein wenig Verspätung ein, so wird der angepeilte Anschluß knapp, doch wir schaffen es und hüpfen in den ICE 628.

Das war ein tolles Wochenende!

20200801

Heute haben wir volles Programm – der Wendelstein will bezwungen werden, wenn auch nicht zu Fuß, sondern mit allen Errungenschaften der Technik, die da so gängig sind.

Vor wir mit dem Bus nach Bayrischzell fahren, noch ein Blick auf einen Radsatz der Wendelsteinbahn. Und schon kommt der Bus daher, den wir kostenlos mit der Gästekarte des Hotels nutzen können.

So fahren wir also durch die Alpen, durch Bergsiedlungen und über Paßstraßen, eine kurzweilige und spannende Fahrt ist das! Direkt an der Talstation der Wendelstein-Seilbahn spuckt uns der Bus wieder aus, und binnen weniger Minuten geht es rauf auf den Berg! Gegen Wespen hat man da oben so gewisse Mittel :)

Herrlich, da oben! Gastronomie, Aussicht, die höchste Kirche Deutschlands, Technik und freche Vögel! Der Weg ganz zum Gipfel hoch ist bei den sommerlichen Temperaturen schweißtreibend, sind das doch nochmals gut 100 Höhenmeter, dafür ist die Aussicht nochmal einen Tacken besser und reicht bis ins Flachland.

Nach einem ausgiebigen Aufenthalt in der Höhe nehmen wir für den Weg zurück nach Brannenburg die Wendelsteinbahn. Da der Nachmittag erst begonnen hat und unsere Begleitung uns mit dem Auto unterstützt, fahren wir noch über die Mautstraße zum Tatzelwurmwasserfall. Hier gleich eine ganze kleine Serie Bilder, ich konnte mich einfach nicht entscheiden, was am besten aussieht :)

Wasserfall, Wasserfall, Wasserfall, Wasserfall, Wasserfall und Wasserfall. Und schon wieder auf dem Rückweg entdecken wir tatsächlich den Tatzelwurm, nur ein kleines Exemplar, doch immerhin.

Nachmittags entspannen wir dann erst mal bei einem Absacker auf dem Balkon und halten Ausschau nach einem Freund, der auf seiner großen Radtour auch bei uns vorbeischaut. Eigentlich war ja für den Abend erst die Fahrt mit der Wendelsteinbahn mit ihm zusammen geplant, in den Mondschein, doch dieses Vergnügen wurde pandemiebedingt gestrichen :(

Den Abend lassen wir im Hotel ausklingen, bei einem guten Abendessen und Blick ins aufziehende Gewitter.

20200731

Wir schaffen es heute zum ICE 537, der uns bis München bringt. Dort Umstieg in einen bunten Zug, und das Ziel ist Brannenburg, unweit von Rosenheim und am sozusagen Fuße des Wendelstein.

Direkt nach Ankunft essen wir erst mal was. Ein guter Italiener versorgt uns bestens, und vor es zum Hotel geht, noch ein paar Hinweise auf den Finanzier und den früheren Bahnhof der Wendelsteinbahn.

Das Hotel ist schön am Berghang gelegen, und über den Friedhof hinweg haben wir einen herrlichen Blick in die Berge. Hier läßt es sich aushalten!

20200725

Die Fahrt nach Plauen führt uns heute mal über Bamberg und Hof. Die Umstiege klappen, so kommen wir ohne Schwierigkeiten ans Ziel. Ein besonderes Programm haben wir an diesem Wochenende nicht, Manu hat ein paar Erledigungen auf der Liste, ansonsten verbringen wir die Zeit mit Balkon, Eisessen und Biergarten :)

20200719

Für den Heimweg verlassen wir Königswinter mit einem Regionalzug, in dem wir bis zum Flughafen Köln-Bonn fahren. Da wir ein wenig Zeit haben, bis es weitergeht, spazieren wir mal durch den Flughafen. Quasi alles ist geschlossen, kaum Menschen unterwegs, man bekommt nicht mal einen Kaffee oder so.

Weiter geht es mit ICE 623, der uns unaufgeregt in die Heimat bringt. Der hat auch Kaffee und andere Verpflegung :)

20200718

ICE 1020 fährt uns heute bis Koblenz. Eine schöne, geruhsame Fahrt entlang der Rheinstrecke, und wir genießen die Aussicht!

Bis Koblenz funktioniert alles, doch was dann einfach nicht kommt, das ist das Anschlußbähnle. Letztlich nehmen wir einen anderen Zug, der auch unser Ziel Königswinter anfährt, so hält sich die Verspätung in Grenzen. Nach Absprache mit einem Freund hüpfen wir bereits in Bad Honnef raus, und wir werden zum Hotel gebracht. Kurz das Gepäck abgeworfen, und weiter zur Fähre Bad Honnef – Rolandseck.

Zu Arp wollen wir – nicht zu diesem Arp, sondern zum Künstler Hans Arp, bzw. in sein Museum. Dieses ist ein faszinierender Bau, beginnend im alten Bahnhof Rolandseck, von wo ein Tunnel (bewacht vom Erzdrachenbaby) und ein Aufzug zum Neubau führen.

Zahlreiche Fabelwesen und Schädel begrüßen uns, Kubin und andere Künstler stellen Antonius dar, und wenn es mal etwas zu viel Wein war, dann legt man sich einfach wegen der sommerlichen Temperaturen unter dem gestrengen Blick der Medusa nackt hin und ruht ein wenig. Zwar nicht so ganz unser Favorit ist Dali, aber wenn man schon mal das Original sieht?!

Beeindruckend auch die monumentalen Werke von Burgert, Hornissen scheint er zu mögen. Generell kommen ja Insekten hier gut weg.

Noch ein Handvergleich, vor wir das Museum verlassen und in der gehobenen Bahnhofsgastronomie den Platz auf der Rheinterrasse genießen. Auch die Toiletten haben hier ihren ganz besonderen Charme!

Zurück nach Königswinter mit Bahn und Fähre, wir beziehen schnell unser Zimmer und werden auch gleich wieder von Freunden abgeholt. Mit dem Bus fahren wir zum Fuße des Oelbergs und wandern hoch zur dortigen im doppelten Sinne gehobenen Berggastronomie.

So verbringen wir einen schönen Abend in netter Runde, mit Blick zum Drachenfelsen und auf Bonn herunter. Bei diesem Bild sieht der Techniker die Antenne, der normale Mensch erfreut sich am dramatischen Himmel und dem güldenen Rhein.

Für den Heimweg nach dem Abstieg haben wir eine Mitfahrgelegenheit und erreichen letztlich müde und zufrieden unser Bett.

20200712

Unser zweiter Tag in Prag beginnt ganz entspannt, wir tigern ein wenig durch die Stadt, ein wenig hier, ein wenig da, und ein wenig Bayern ist auch dabei.

Sehr schön in Lage und Anlage ist der für deutsche Zungen unaussprechliche Vrtba-Garten. Durch seinen Terrasen-Aufbau im Hang bietet er auch einen tollen Ausblick, und die Skulpturen vor dem Himmel und der Kirche geben eine interessante Stimmung. Übrigens kann man von hier aus auch hervorragend den Fensehturm sehen, der eigentlich unser Domizil sein sollte, aber wegen einer ausgefallenen Klimaanlage leider abgesagt worden war.

Nächstes Ziel ist die Kirche St. Nikolaus, ein beeindruckender Barockbau. Sehr viel Prunk, und offenbar waren auch im sakralen Bereich damals bereits interessante Spielarten verbreitet.

Nun treffen wir uns aber mit einem Kollegen zu ausgedehnterem Nachmittagsbiergenuß im Schatten der Karlsbrücke. Hier kann man es wahrlich aushalten!

Fürs Abendessen verschlägt es uns in ein Lokal, das wir schon von einem früheren Besuch her kennen, und wo wir auch heute wieder hervorragend speisen. Doch auf dem Weg dahin sollen die beiden Wächterinnen nicht unerwähnt bleiben. Als Bewohner kann man Besuchern das Haus einfach beschreiben, zu der Tür rein, die von den beiden nackten Mädchen bewacht wird. Die Ecke hat aber noch mehr zu bieten, schändlicher Drachenmord findet statt, und noch mehr herrlichen Jugendstil gilt es zu bewundern.

Und wieder ist es nicht weit zum Hotel, sehr praktisch.

20200711

Heute starten wir mit dem BUS 42002 die Reise nach Prag. Pünktlich geht es los, und eine langweilige und ereignislose Fahrt liegt hinter uns, als wir pünktlich in Prag ankommen.

Das Hotel Palace ist ein herrlicher Jugendstil-Bau, und auch die Lampe in der Lobby ist beeindruckend! Flugs das Zimmer bezogen, und gleich auf ein Willkommensbier im Hotel-Cafe! Danach gehen wir gleich nach schräg gegenüber ins Mucha-Museum. Alfons Mucha war ein begnadeter Künstler, und seine Plakate und anderen Werke vermögen zu begeistern. Man beachte den Gesichtsausdruck des Mädchens!

Zurück im Hotel entdecken wir, daß liebe Heinzelmännchen das Getränk für den Abend gebracht haben. Sehr fürsorglich.

Und weiter spazieren wir zum Altstädter Rathaus. Dort kann man einige Räumlichkeiten besichtigen, wie diesen herrlichen Sitzungssaal, auch ist ein Blick hinter die Kulissen des Glockenspiels möglich, hier warten sie also alle auf ihren Auftritt. Und natürlich kann der Turm bestiegen werden – bzw. mit dem Aufzug befahren, sehr stylish und komfortabel, das alles. Ein grandioser Blick von da oben rundet die Sache ab, und sehr ungewöhnlich ganz zum Ende unserer Tour ist diese Glaswand im Treppenhaus.

Vor dem Abendessen spazieren wir den Wenzelsplatz hoch, auch hier gibt es zahlreiche wunderschöne Fassaden zu erkunden, wenn man sich mal mit dem Blick von den hässlichen Erdgeschossen löst. Dieser Adler ist klar weiblich, oder?

Eine absolute Empfehlung ist das Restaurant, in dem wir einkehren. Das Výtopna-Eisenbahn-Restaurant hat es in sich, die Zulieferung der Speisen und Getränke an den Tisch erfolgt per Güterzug! Größere Tische für mehr Personen haben sogar ein eigenes Gleis mit Prellbock! Natürlich ist auch ein nennenswerter Verladebereich vonnöten. Und man muß einfach sagen, abgesehen von der ungewöhnlichen Entlastung des Personals durch Güterverkehr, auch das Essen war exzellent.

Gut, daß das Hotel fast um die Ecke liegt, so können wir nahezu verzugslos den Abend mit dem Sekt auf dem Zimmer beschließen.

20200710

Heute unternehmen wir einen kleinen Abstecher zum DB-Museum. Dort ist eine Ausstellung zum Thema “Reichsbahn auf Schiene und Straße” zu sehen, und wenigstens durch den Außenbereich wollen wir da kurz huschen.

Natürlich alles politisch korrekt :) Der Stil der alten Plakate ist durchaus ansprechend, die schönen Fahrzeuge sind uns nicht wirklich neu, auf einer Empore eine Sammlung alter Lokomotiv-Photos, und sooo viel gibt es sonst nicht zu sehen. Schräg sind die Markierungen für den jeweils passenden trainspottingspot – damit normgerechte Photos gelingen!

Danach gönnen wir uns noch ein Getränk in der Museumsgastronomie, und auf dem Heimweg bewundern wir in Fürth die “Zeitreise auf einen Blick” durch den Bahnbetrieb in der Kleeblattstadt, welcher durchaus geschichtsträchtig war und ist.

20200705

Nachdem wir unsere Freunde verabschiedet haben widmen wir uns nun primär den kulturellen Genüssen.

Im Museum der Bildenden Künste gönnen wir uns die Ausstellung mit Werken von Max Klinger. Unter all den herrlichen Werken sticht diese Aktskizze wegen der sehr interessanten Farbgebung hervor, und auch dieses Gemälde brilliert mit einem herrlichen Farbumfang, und die Photographie vermag dies nicht einmal ansatzweise einzufangen, leider. Natürlich darf Der Tod am Wasser nicht fehlen, auch der Sensemann muß eben den Zwängen der Natur gehorchen.

Für den Nachmittag zieht es uns ins Gewandhaus, Steffen Schleiermacher spielt am Flügel, begleitet von Klarinette und Violine. Sehr spannende Stücke, ein kurzweiliges und munteres Konzert.

Die Rückfahrt erledigen die ICEs 693 und 709, mit Umstieg in Erfurt. Wegen etwas Verspätung bangen wir etwas um den knappen Umstieg, der klappt jedoch problemlos, so kommen wir gut wieder heim.

20200704

Nach dem Frühstück stoßen noch weitere Freunde hinzu, und so verbringen wir einen ziellosen, entspannten Tag in Leipzig, schlendern umher, essen was, trinken was und unterhalten uns.

Um auch einem gewissen kulturellen Anspruch gerecht zu werden besuchen wir das Völkerschlachtdenkmal und beobachten dabei das Treiben der Libellen :) Damit sollte auch die nächste Generation der eleganten Raubflieger gesichert sein!

20200703

Heute fahren wir von Ebermannstadt über Forchheim nur bis Erlangen, und warten dort auf den ICE 504, welcher uns nach Leipzig bringen soll.

Dies erledigt er auch einwandfrei, so können wir im Hotel einchecken und uns mit Freunden treffen, um den Abend gemeinsam in einer Pizzeria zu beschließen.

Unser Zimmer bietet einen tollen Blick auf das Rathausensemble nebst Turm.

20200627

Nach dem Frühstück begeben wir uns wieder auf Tour. Zuerst vorbei an einer etwas klein geratenen Straßenlaterne, und weiter mit der S-Bahn in Richtung Gesundbrunnen. Zunächst erklimmen wir die tausende Stufen bis zu einem FlAK-Bunker, der auch einen herrlichen Blick über Berlin bietet.

Danach fahren mit der S-Bahn zum Treptower Park. Dort befindet sich das Sowjetischen Ehrenmal, welches gut bewacht ein schöner, ruhiger Fleck in der Großstadt ist. Und letztlich ist dieses sozialistisch-pompöse Werk auch Teil der Geschichte Berlins und zugleich Friedhof für 7000 sinnlos gefallene Soldaten. Wohl fühlt sich hier übrigens dieser Hüpfer.

Den Abend beginnen wir schon nachmittags, mit Einkehr in einer abgefahrenen Bar mit Bieren aus aller Welt. Auch aus Bamberg. Auf dem Rückweg zum Hotel vereinigen sich sozialistischer Klassizismus mit einem Hauch von Schinkel zu eindrucksvoller Architektur, und in der U-Bahn-Station wird wichtiger Leute aus Verkehr und Genuß gedacht.

Ermattet kehren wir fürs Abendessen direkt vor dem Hotel ein – da ist es so pappsatt nicht mehr weit ins Bett.

20200626

Mit den Öffentlichen fahren wir zum Wannsee raus. Dort haben wir geplant, eine Schiffahrt nach Potsdam zu unternehmen. Allerdings wurde in Potsdam ein Weltkriegsblindgänger gefunden, der entschärft bzw. gesprengt wird, so kann die Anlegestelle nicht angefahren werden. Also bleiben wir halt an Bord, nehmen das ganze als Bierrundfahrt und genießen die Sehenswürdigkeiten, die wir vom Schiff aus so sehen.

Abends essen wir unweit des Hauptbahnhofs im Zollpackhof, was ein Geheimtip ist, wenn man bahnhofsnah mehr als nur Imbißfutter haben will, mit schöner Gaststätte und nettem Biergarten im Grünen, gleich gegenüber unserer Bundesregierung an der Spree gelegen. Das Kennedyhaus ist übrigens je nach Licht auch ein Hingucker!

Danach noch gleich ums Hoteleck ein Absacker, und ein abendlicher Blick vom Hotelzimmer auf den Wittenbergplatz.

20200625

Berlin steht mal wieder an. So besteigen wir ICE 800, in dem Freunde schon bereits die gebuchten Plätze vorwärmen, und entspannt und problemlos kommen wir vier in Berlin Südkreuz an. Weiter geht es mit einem Linienbus direkt zum Wittenbergplatz, wo wir in toller Lage unser schönes Hotel beziehen. Die musikalische Lampe schweigt zum Glück, nur der extrem blümerante Duft der Linden ist ein wenig anstrengend :)

Zu Fuß spazieren wir zur Tiergartenquelle, wo ein weiterer Freund dazustößt und wir einen netten Abend als BrandMeister-Truppe bei Essen und Bier verbringen. Auf dem Rückweg spazieren wir noch durch das leider etwas vandalisierte Gaslaternenmuseum, vorbei an der Gedächtniskirche im Abendlicht.

Dieser angebrochene Tag war schon mal ein guter Einstand in Berlin.

20200620

Heute geht es ab Nürnberg mit iCE 728 los, erste Etappe bis Frankfurt.

Dort kommen wir gut an und fahren mit bunten Zügen weiter nach Wetzlar. Die Stadt der optischen Industrie zeigt sich um den Bahnhof herum nicht von ihrer besten Seite, und vom alten Bahnhof sind nur noch wenige Fragmente erhalten, doch die einige hundert Meter entfernte Altstadt ist sehr hübsch. Hauptziel ist der Dom, eine aus mehreren Epochen und Baustilen zusammengeschusterte Simultankirche. Auch innen gibt es einiges an Motiven, und Manu kann mit ihrer neuen Kamera viele interessante Objekte für ihre Internetseite schießen.

Einkehr halten wir natürlich auch, am Domplatz gibt es eine schöne Auwahl an Gastronomie, und so können wir letztlich gut gestärkt die Heimreise antreten.

Auch wieder mit einem bunten Zug fahren wir bis Gießen, wo wir noch zwei schöne Dieselloks ablichten, ICE 1671 erwischen und auf einen kühles Bierchen (oder auch zweie) bis Frankfurt fahren.

Weiter mit ICE 725, so kommen wir wieder gut in die Heimat.

20200612

Der Ausflug nach Plauen heute stockt zunächst beim ersten Umstieg in Lichtenfels – der Anschlußzug entfällt spontan wegen kurzfristigen Personalausfalls :( Das fällt der Bahn aber offenbar erst zur Planabfahrtszeit auf.

Nach einer Stunde Zwangsaufenthalt geht es weiter mit einem doppelten Walfisch bis Hof.

Das funktioniert nun alles wie es soll, in Hof in den RE nach Dresden, so kommen wir gut in Plauen an.

Nach einem netten Nachmittag in Plauen bei bestem Wetter begutachen wir in Plauen noch gelbes Gerät, man beachte den grimmigen Blick; so fahren wir wieder über Hof und Nürnberg zurück, das funktioniert nun problemlos.

20200606

Spontan entschließen wir uns zu einer Besorgung in München. ICE 507 ist auserkoren, er kommt, wir steigen ein, lassen uns häuslich nieder – und dann ertönt die Ansage, dieser Zug ende heute hier, man möge bitte aussteigen und in wenigen Minuten den ICE 1223 am Bahnsteig gegenüber nutzen. Dabei ist am Bahnsteig nach wie vor der ICE 507 als Verbindung nach München angeschrieben.

Sehr seltsam; aber letztlich kommen wir halt mit dem ICE 1223 auch gut nach München.

Die Besorgung klappt, und wir treffen uns noch mit Freunden zum Abendessen in einer Gaststätte direkt im Bahnhof.

Den Heimweg erledigt ICE 524 für uns, und erstaunlicherweise ist das mal wieder einer der seltenen Züge mit Faßbier an Bord! So ist das Reisen fast wieder erträglich :)

20200601

Auch heute wieder ein Pandemiefrühstück in der DB Lounge, und weiter geht es mit ICE 690 bis Frankfurt. Trotz ein wenig Verspätung erreichen wir den Wiener, den ICE 27, und kommen so bis Nürnberg und Fürth. Mit unseren Freunden beschließen wir das schöne Wochenende bei einem Happen in Fürth, und schließlich fahren die zwei vollends heim nach Oberbayern, wo sie auch gut ankommen.

20200531

Das Frühstück im Hotel in Mannheim entfällt ebenfalls pandemiebedingt, so holen wir uns ein wenig Gebäck im Bahnhof und setzen uns in die DB Lounge fürs Frühstück.

So gestärkt fahren wir mit der S-Bahn nach Speyer, wo ebenfalls für Manu ein wenig Getier zu fangen ist. Kirchen für guten Fang gibt es genug, doch ausgerechnet der Dom ist eher ein romanisch-nüchternes Bauwerk und hat diesbezüglich außen nix zu bieten, nur direkt dahinter ein nettes Bauwerk, und wenigstens im Inneren ein paar Objekte, wie dieses Kunstwerk für Opferkerzen.

Auch in Speyer finden wir schöne Einkehr, in einem Biergarten im Schatten des Doms. Vor der Rückfahrt wieder ein Rabe, dieses mal echt und mitten bei der Arbeit, der Aasverwertung direkt neben dem GSM-R-Masten.

In Mannheim essen wir noch ein Eis und spazieren dann zum Hotel, wo getestet wird, wie es sich im Bauch des Stieres so ruhen läßt. Abendessen in einer Pizzeria unweit des Hotels, und wie gestern, mangels Hotelbar Abendgestaltung auf dem Zimmer.