20211120

Aus Bamberg fahren wir mit bunten Zügen über Forchheim nach Pretzfeld, wo wir schon wieder in der Brennerei Haas einfallen. Aus gewissen Gründen hatten wir ja 2020 als Totalausfall bezüglich der Edelbranddegustation zu verbuchen, also ist 2021 eben doppelt gebucht, basta.

Wie wir so in der Gruppe vom Bahnhof zur Außenstelle, dem großen Schnapslager, tigern, umwehen uns ungewöhnliche Klänge, als wir den Bereich der Bebauung verlassen. Sollte da….da wird doch nicht…doch seht selbst!

Natürlich paßt dazu idealerweise Whisky, so verkosten wir die ersten edlen Tropfen direkt am Lagerort. Nach dieser ersten Runde gehen wir hoch zum üblichen Ort der Verkostungen, wo wir dann gepflegt weitertrinken und einen netten Nachmittag mit netten Leuten verbringen.

Zurück nach Bamberg wieder mit der Bahn, natürlich gemeinsames Abendessen in einem urigen Lokal, eh klar.

20211113

Frisch ausgeruht haben wir heute einen größeren Ritt vor. Aus Leipzig soll es weiter nach Parchim gehen. Da paßt auch hervorragend der Gutschein für die erste Klasse, bei so einer Tour lohnt der.

Los geht es mit ICE 1604, der uns bis Berlin bringt. Von dort weiter mit IC 2270. Das Besondere an diesem Zug ist, es handelt sich um einen der ehemaligen Doppelstockzüge der österreichischen Westbahn, welche die DB übernommen hat. Ein sehr schönes Fahrzeug, gute Einrichtung, tolle Sitze, davon sollte es mehr geben. Bis Rostock bringen wir in diesem Zug zu, wo wir nach ein wenig Aufenthalt mit IC 2213 weiterfahren. Das ist wieder ein ganz normaler Intercity, schade, ein deutlicher Abstieg. Der bringt uns bis Schwerin, wo wir wieder mit ein wenig Aufenthalt umsteigen, in einen Regionalzug nach Parchim.

Die Reisekette hat durchgängig funktioniert, so kommen wir gut in Parchim an, beziehen unser Zimmer, um dann letztlich das Ziel der Reise aufzusuchen – den alten Friedhof zur Herbstmondnacht.

Eine schöne Veranstaltung, bei der viele sonst versperrte Mausoleen zugänglich gemacht werden, und es gibt ein interessantes Rahmenprogramm. Die Beleuchtung ist stimmungsvoll, bereits vor Einbruch der Dunkelheit gibt es mystische Farbakzente, die sich mit abnehmender Helligkeit verstärken, und neben Bäumen werden auch besonders sehenswerte Gräber mit Licht toll inszeniert. Zum Programm gehört neben Interessantem zur Geschichte der Mausoleen und Berichten aus der Arbeit der Forschungsstelle Gruft auch noch etwas Unterhaltung mit Robert Meyer und Roman Zilski.

Zum Abendessen gehen wir gleich gegenüber des Friedhofes in ein ziemlich amerikanisch anmutendes Burger-Restaurant, wo wir noch vorzüglich speisen, vor wir zum Hotel zurückkehren.

20211112

Heute fahren wir aus Ebermannstadt gleich nach Leipzig. Mit ICE 504 über die VDE 8 geht das ja prima, so kommen wir rechtzeitig an, futtern einen kleinen Happen am Bahnhof und beziehen unser Zimmer gleich beim Bahnhof, um im Gewandhaus den Abend mit einem Konzert zu beschließen. Andris Nelsons dirigiert Werke von Sofia Gubaidulina und Dmitri Schostakowitsch.

20211030

Und schon wieder ist das Ziel Alma, der Doppelstock-Schienenbus! Heute fahren wir aus Plauen nach Chemnitz, um das alte Mädchen wieder zu entern. Dieses Mal fahren wir damit nach Dresden.

In Dresden angekommen ist zunächst eine Stadtrundfahrt mit der Straßenbahn angesagt. Unter sehr interessanten Erläuterungen drehen wir eine ausführliche Runde durch die Stadt, einschließlich eines Haltes an einem Straßenbahnbetriebshof, wo wir unser Mittagsessen pandemiebedingt in einer zugigen Ecke im Freien einnehmen müssen.

Die Tour endet auch wieder am Hauptbahnhof, wo wir noch eine Führung durch dessen Innereien bekommen. Endlose Gänge, viele Erläuterungen, und wenn man nicht aufpaßt, so läuft man schnell mal vor einen Zug.

Vor der Rückfahrt noch ein Päuschen in der DB Lounge, wo man die Alma sehen kann – und noch besser vom Balkon der Lounge. Schön auch dieser Blick auf Alma.

Problemlos kommen wir bis Chemnitz, und weiter geht es mit MRB nach Plauen, wenn auch ohne funktionierende Toiletten.

20211024

Nach dem Frühstück spazieren wir noch durch den herrlichen Herbsttag zum Museum Gunzenhauser. Die Ausstellung heißt #000000, was der hexadezimale Code für die Farbe Schwarz ist. Auf dem Weg finden wir noch diese Erinnerung an den wichtigen Eisenbahnindustriellen Hartmann.

Für die vielen schönen Werke, welche das Motto hervorragend treffen, nur ein paar Beispiele – wie Tod im Mast von Erich Schilling. Sonderborgs Bahntechnik-Werke und dieser Bahndamm von Gustav Wunderwald stellen auch gleich noch den Bahnbezug her, und die Bilder mehr oder weniger erfolgreicher Kremierung von Werner Knaupp sind sozusagen schwärzer als schwarz.

Für den Rückweg funktioniert die MRB-Möhre besser, und ICE 1711 bringt uns wieder bequem in die Heimat.

20211023

Heute starten wir in Chemnitz eine Rundfahrt mit Alma, dem Doppelstock-Schienenbus. Eine schöne Rundfahrt durchs Erzgebirge wird das, auf noch regulär befahrenen und auch musealen Streckenabschnitten.

So ganz grob geht es von Chemnitz über Flüha, Zschopau, Wolkenstein und Annaberg-Buchholz bis Schlettau, wo wir eine Pinkelpause einlegen. Dann setzen wir einen Hüpfer zurück nach Walthersdorf, wo ein kleines Museum mit Eisenbahnartefakten vergangener Tage aufwartet. Auch ist Gelegenheit, die Alma von oben anzusehen, und ein kleines Panorama der Anlage:

Und wieder vorwärts, nach Schlettau, wo wir dieses Mal von einem ebenfalls aus vergangenen Tagen übriggebliebenem Eisenbahner empfangen werden, mit Marschmusik und einer Ansprache, wie es sich gehört. Nun ist hier auch Verpflegungshalt, was wir natürlich gerne annehmen.

Weiter geht es über das Viadukt von Markersbach, welches wir danach auch bei einem kurzen Halt von der Seite sehen können.

Über Schwarzenberg und Aue fahren wir weiter bis Zwickau, wo wir umsetzen und dann die übliche Route via Glauchau und Hohenstein-Ernstthal wieder unseren Ausgangspunkt Chemnitz erreichen.

Eine schöne Fahrt war das, und der Ausklang ist noch das gemeinsame Abendessen.

Noch viel mehr Bilder und Informationen gibt es beim Fachmann, bei Ralf in dessen Blog!

20211022

Schon wieder geht es nach Arbeit und einem Bahnhofsbierchen in Bamberg weiter mit ICE 504 bis Leipzig. Allerdings steigen wir dort in die MRB um, die Mitteldeutsche Gerümpelbahn mit den Uralt-Wagen. Und dank einiger gestörter Bahnübergänge und massiver Trödelei machen wir bis Chemnitz +60 in der Mistmöhre :(

So kommen wir zu unserem Abendessen im Turm-Brauhaus mit einem Freund doch etwas verspätet, haben aber Glück und kriegen noch was zu Futtern. Was für eine nervige Anreise!!

20211010

An der U-Bahn-Haltestelle Stephansplatz geht es ganz versteckt aus dem Verteilergeschoß zur mittelalterlichen Virgil-Kapelle. Toll erhalten und erschlossen, und eine kleine, aber feine Ausstellung mit Artefakten aus dem Untergrund.

Und wo wir schon im Untergrund sind, heute geht es im Steffl mal nicht hoch hinaus, sondern auch nach unten, in die Katakomben, mitsamt Gebeinhaus! Leider sind keine Photos gestattet, was für ein Jammer. Dennoch eine informative und kurzweilige Führung.

Wenn man so durch Wien schlendert gibt es auch jede Menge Zufallsfunde. Nackte Mädchen gehen immer, Schimmel in fliegend und am Fenster, ein faszinierender Steinschädel, und der Pranger für Wildpinkler wird nett und quasi polyglott in Piktogrammen erklärt.

Die Michaelerkirche bietet uns auch noch schöne Schädel.

20211009

Unser erstes Ziel heute ist mal wieder der Zentralfriedhof. Zuallererst treffen wir Azrael, einen ehemaligen Leichenwagen, zusammen mit seinem Besitzer. Und weiter gehts, bissl im Friedhof umherschauen, was es so an interessanten Gräbern gibt. Auffallend dieses Grabmal in Form einer rosafarbenen Wurst, oder wie auch immer man das nennen mag.

Danach schauen wir uns noch das Bestattungsmuseum an, wie immer eine tolle Ausstellung, und einer Sonderschau mit vielen Werken mit Bezug zu Sterben, Tod und Bestattung von Oliver Ottitsch aus Graz, der einen sehr sarkastischen Humor zeigt.

Ach ja, und ein Friedhofsbier nehmen wir!

Auf dem Weg zum Narrenturm sehen wir das Gebrechendienstauto. Was es alles gibt?! Die Ausstellung im Narrenturm ist komplett neu gemacht, das hat nichts mehr mit unserem Besuch vor vielen Jahren zu tun. Absolut einen Besuch wert, man kann da erstaunlich Zeit zubringen. Leider durfte man nicht photographieren.

Nach dem Abendessen gehen wir noch durchs Museumsquartier, wo diese luftig-schwebende Installation ein tolles Bild abgibt.

20211008

Vor uns ICE 91 zu dritt nach Wien bringt nehmen wir erst mal ein Bahnhofsbier in Nürnberg. Die Fahrt verläuft problemlos und entspannt, so kommen wir gut in Wien an.

Mit dem D-Wagen zum Hotel und dort einchecken, das ist fast schon Routine. Freunde aus Gilching kommen dazu, so sind wir schon zu fünft, und als wir dann zum Abendessen in den Gmoakeller gleich um die Ecke gehen sind wir mit den Freunden aus Mödling letztzlich zu siebt.

In netter Runde genießen wir das hervorragende Essen und den Schilchersturm.

20211007

Zu Heißmann und Rassau in die Comödie kommen wir gänzlich ohne die Bahn, dennoch ist ein Bahnbezug gegeben. So geht es doch in dem Stück um ein Grundstück von 20 m Breite und einigen km Länge. Man fragt sich, was will man damit? Richtig, da passen Gleise drauf, und es ist offenbar sehr wichtig für den -Bahn-Verchwenk :)

So schaffen sie es immer wieder, treffenden und oft genug bissigen Lokalbezug in ihre Stücke einzubauen. Der Fürther versteht das gleich, der Nürnberger meist auch noch, aber die Gäste von etwas weiter weg können dann diese Gags nicht unbedingt bis ins Detail verstehen…

20211002

Mit ICE 802 geht es heute nach Erfurt, eigentlich Mädelstag und Shoppingtour, aber ich gehe dennoch mit. Der Tag ist herrlich sonnig, so tigere ich halt mit durch die Stadt. Und auch ohne Gartenschau gibt es im Oktober noch schöne Blüten! Mittags Einkehr in der Außengastronomie, so läßt es sich schon aushalten.

Heim geht es mit dem ICE 1711, war alles in allem ein entspannter Ausflug.

20210925

Die Gelegenheit, mit einem FME-Dampfsonderzug durch den Rangierbahnhof Nürnberg sowie die Bahnhöfe von Nürnberg und Fürth zu cruisen, die lassen wir uns natürlich nicht entgehen.

Vor es losgeht nehmen wir eine Brezelmahlzeit in unserem Prellbockgarten und beobachten schon mal die Dampflok und den Mitropa-Wagen des Sonderzuges. So gestärkt dann ab nach Nürnberg, um den Sonderzug zu entern.

Ein Bierwagen ist auch da, das ist wichtig und gut so! Ausführlich moderiert erleben wir viele schöne Einblicke in Bereiche der Bahn, die der normale Personenzug eher selten erreicht. Dieselloks und E-Loks auf Drehscheiben, den kleinen Akkuwagen zum Verschieben von Zügen, und auch einen Schienenfräszug können wir auf auf der Strecke bewundern. Natürlich gibts auch mal ein Bierchen aus dem zugehörigen Wagen, eh klar.

Das war eine schöne Runde, zwar hätten wir uns lieber von einer V100 ziehen lassen als von dem Dreck und Glut ausspuckenden Dampfmonster, aber nun ja, irgendwas ist halt immer.

20210918

In Nürnberg ist im Rahmen der Stadtverführungen die Kirche St. Paul in der Rangierbahnhofssiedlung zu besichtigen. Wir sind besonders interessiert wegen der Jugendstil-Elemente dieser Kirche, was ja nicht so alltäglich ist, dazu ist auch die Orgel spannend. Von der Orgelempore ist auch der Blick in die Kirche am besten!

So genießen wir die kurzweilige Führung, vor wir übergeben werden an den Organisten, der uns das Instrument ausgiebig demonstriert und erläutert – und wir dürfen sogar in die Orgel reinklettern, zu den Pfeifen. Sehr spannend, die Orgel ist eins der selteneren pneumatischen Instrumente, somit ist der Spieltisch mit Röhren verbunden mit dem Instrument.

Natürlich darf in dieser Siedlung der Bahnbezug nicht fehlen!

Nach der Besichtigung fahren wir raus nach Pretzfeld, zur Brennerei Haas, wo wir bei bestem Wetter unsere Edelbranddegustation aus dem letzten Jahr nachholen, die pandemiebedingt ausfallen mußte. Vor es losgeht stoßen wir erst mal draußen auf das Treffen an, heimlich beobachtet von einer Photowespe :)

So hatten wir genug an Kultur und Sonne und Genuß, aber die nötige Bettschwere holen wir uns noch in Fürth beim gemeinsamen Abendessen der Standhaften der Runde :)

20210912

Zwar keine Bahnreise, aber dennoch erwähnenswert, da es um unseren Hauptbahnhof Fürth geht. Das Gebäude wurde unlängst an einen Investor verkauft, welcher da schon lange und intensiv und liebevoll Restaurierung betreibt. Nun ergab sich im Rahmen des Tages des offenen Denkmals, auch mal das Innere des Gebäudes zu sehen.

Interessanterweise führt uns der Chefrestaurator persönlich, der viel zu den Arbeiten am Gebäude zu erzählen weiß und auch viele Überraschungen erlebt hat im Verlauf der Arbeiten.

Man bekommt einen Eindruck beim Blick auf diese Säule. Herrlich, wie aufwendig die Decken wiederhergestellt werden! Man hat Gelegenheit, im gesamten Gebäude herumzustöbern und entdeckt dabei auch alte Installationen wie z.B. diesen Wasserenthärter.

20210828

Der Dom zu Paderborn macht auch am Tage eine gute Figur, unverkennbar residiert hier eines der reichsten Bistümer Deutschlands. Alles top restauriert und instandgehalten! Manu hat hier natürlich ausgiebig Material für ihren Blog, Skelette, Schädel, schon ziemlich tot aussehende Figuren, das Hasenfenster muß natürlich begutachtet werden, und im Umfeld finden wir auch noch eine Hasentür.

Um die Mittagszeit treffen wir noch einen Freund aus Karlsruhe, den wir schon ewig nicht mehr gesehen haben, und der ausgerechnet an diesem Wochenende in Paderborn weilt, dem Ort, an dem er schon mal wohnte und arbeitete. So klein ist die Welt.

Für den Nachmittag nehmen wir uns einen Mietwagen und fahren zu den Externsteinen im Teutoburger Wald raus. Die Felsformation ist äußerst eindrucksvoll, und sie ist auch begehbar mit all ihren Treppchen, Brückchen und Aussichtspunkten. Auch das Relief macht sich gut. Huch, Manu und Ralph sieht man auch mal. Vor dem Rückweg dann die Steine auch noch verwässert :)

Das Wetter war den ganzen Tag über wechselhaft, immer mal wieder Regenschauer, aber größtenteils hatten wir Glück mit unseren Unternehmungen.

Das Abendessen nehmen wir in einer netten Pizzeria, die am ersten Tag nach deren Urlaub noch bissl langsam ist, aber egal, wir haben ja Zeit.

20210827

Vor wenigen Wochen begab es sich, daß Manus Nichte meint, sie würde gerne ihre Internetfreundin aus Schlangen besuchen, und ob wir sie nicht mit der Bahn hinbringen könnten. Wo zum Geier ist Schlangen? Aha, ein Stückchen hinter Paderborn. Naja, das ginge sich doch aus…warum also nicht?

So kommt es, daß wir mit Leihkind im ICE 584 bis Kassel fahren. Die kleine Dame hat sichtlich Freude am Bahnfahren und ist auch den Genüssen aus dem Bordrestaurant nicht abgeneigt, eindeutig schon eine versierte Bahnfahrerin, die weiß, was sie will.

In Kassel dann bei strömendem Regen Umstieg in einen Regionalzug, der uns vollends bis Paderborn bringt. Dort kommen wir pünktlich an und übergeben unsere Mitfahrerin an die Gast-Eltern. So sind wir nun für uns und können die Stadt unsicher machen.

Natürlich passiert am ersten Tag nicht mehr so viel, wir beziehen unser Hotelzimmer, fallen bei einem Brauhaus um die Ecke ein fürs Abendessen, und eine kleine Runde durchs Paderquellgebiet und vorbei am Dom bringen uns schon mal einen Nachtgargoyle und einen interessanten Brunnen ein.

20210825

Ein kleiner Ausflug nach Cadolzburg zur Burg ist uns heute eher spontan eingefallen, gesagt, getan.

Ein herrlicher Blumengarten, eine schöne Ausstellung, leichte Kost, genau das Richtige! Im Hof ein noch funktionsfähiger Kran, und metallen-schwere Hände gab es schon damals, ebenso war man auch in der Wahl der Waffen nicht immer zimperlich. Heute noch als Veranstaltungssaal genutzt wird dieser eigentlich älter wirkende neuere Teil der Burg.

Vor der Rückfahrt fällt mir noch diese ziemlich alte Eisenbahnschiene im Bahnhof Cadolzburg auf.

20210821

Mit dem Taxi geht es aus Stade raus zur Festung Grauer Ort, wo erneut Scientia Mortuorum stattfindet, die großartige Veranstaltung rund um Tod und Bestattung. Hier das Gelände in der Draufsicht, zum interaktiven darin Herumschauen (einfach mit der Maus reinklicken und verschieben):

Wie immer eine kurzweilige und schöne Veranstaltung mit vielen interessanten Vorträgen und dieses Mal auch Workshops. Dr. Anja Kretschmer hat erneut ein Highlight veranstaltet; hier ist sie nun auch mit ihrem eigenen historischen Leichenwagen aufgetreten. In der Leichenwagenparade auch Azrael, der später in diesem Blog im Zentralfriedhof in Wien einen weiteren Auftritt haben wird, und noch einer dieser tollen in Belgien eingesetzten Cadillacs mit diesen phantastischen Dachlichtern.

Witzig (außer für den Besitzer) das Münchner Bierherz, eine drastische Herzvergrößerung, die davon herrührte, daß sich Brauereiangestellte primär mit dem kostenlos überlassenen Bier ernährten, in durchaus bis zu zweistelligeer Literanzahl pro Tag.

Der Höhepunkt des Tages war wohl der Stummfilm “Das Cabinet des Dr. Caligari” von 1920, einem Meilenstein des Expressionistischen Films, dessen Kulissen teils gezeichnet und teils gebaut sind, in einer Verzerrung, die z.B. an Werke von Feininger erinnert. Aber nicht genug, diesen tollen Film sehen zu können, er war auch noch akustisch untermalt von zwei Musikern. Großartig!

So nebenbei ist man den ganzen Tag über am Futtern und Trinken, da kann man die Veranstaltung verlassen, ein Taxi nehmen und mit einem Umweg über die Hotelbar ins Bett fallen.