20220623

Wenn zum Bodensee nur die Fahrerei nicht immer so ein Sche*#* wäre. ICE 827 bis München ist dabei noch der angenehmste Teil der Reise. ECE 196 ist schon unangenehmer, zwar sitzt man ordentlich, aber man ist offline, und hässlich ist der Zug dazu auch noch, mit seinem Entenschnabel.

Natürlich macht das blöde Teil unterwegs auch noch Verspätung, und wir sehen den Anschluß in Reutin schon ohne uns abfahren. Doch der Anschlußzug hat auch Verspätung, so kommen wir doch noch halbwegs planmäßig nach Friedrichshafen. Dort schnell das Gepäck ins Schließfach, und wir erwischen noch den Zug, der uns zum Kloster Salem bringen soll.

Das funktioniert alles, und auch die letzte Meile mit meinem neuen Dienstwagen klappt :)

Das Münster zu Salem ist klein aber fein, und Manu hat da herrliche Bilder mitgenommen! Auch ist noch Zeit für ein erfrischendes Getränk.

Bei der Rückfahrt ist der Bus leicht verspätet, aber der Zug noch viel mehr, so kommen wir problemlos wieder nach Friedrichshafen, wo wir unser Gepäck auslösen, das Hotel beziehen und uns noch mit Freunden zum Abendessen an der Uferpromenade treffen.

20220621

Heute kommen wir zwar per Diesel problemlos bis Forchheim, doch die bereits angekündigte Oberleitungsstörung scheint noch nicht behoben, der Übeltäter steht im Bahnof mit vorgespannter Diesellok.

Als wir so ratlos zum Bahnhofsvorplatz gehen, ob wir ein Taxi bis Erlangen erhaschen, sagt jemand, die S-Bahn fährt wieder. Wir hasten zurück ans Gleis, kommen gerade noch so in den Zug rein, stehen zwar eingezwängt zwischen Menschen, doch tatsächlich fahren wir und haben letztlich nicht mal allzu viel Verspätung.

Ist also nochmal gutgegangen!

20220619

Im Vogtlandmuseum zu Plauen gönnen wir uns noch die Ausstellung “Lace, Design, Project – Textile Prototypen und upcycling fashion”. Spannende Stoffe, wie der, der an ein Platinenlayout erinnert, und sehr extravagante Kleider!

Und weiter fahren wir, nach Bayreuth, wo wir gleich beim Bahnhof ein Hotelzimmer beziehen, noch in einer netten Pizzeria essen und dann in ein altes Kino in der Stadt gehen, den Reichshof. Dort wird die Symphonie des Grauens “Nosferatu” gespielt, musikalisch begleitet von der Vogtlandphilharmonie Greiz/Reichenbach. Eine tolle Nummer, das ist echt mal ein extrem ungewöhnlicher und faszinierender Kinogenuß!

Noch ein Absacker in der Hotelbar, trotz der späten Stunde unverzichtbar, und in einigen (zu wenigen) Stunden geht zu extrem unchristlicher Zeit wieder der Wecker :(

20220618

Zurück aus Rosenheim fahren wir auch wieder mit einem Regionalzug, auch wieder gut gefüllt, doch wir kommen unter.

Angekommen in München haben wir ziemlich viel Zeit bis zum angedachten ICE nach Nürnberg, also streunen wir noch ein wenig durch die Innenstadt und kehren auch noch ein. Für weitere Unternehmungen ist es aber zu heiß, so disponieren wir um und nehmen den Alex nach Hof, von wo wir weiter nach Plauen fahren.

Das alles funktioniert ohne Probleme, so landen wir gut an.

20220617

Unsere Mitfahrerin aus Plauen trifft pünktlich in Nürnberg ein, noch ein schnelles Bier, und los geht es mit ICE 1003 bis München. Weiter geht es mit einem Regionalzug bis Rosenheim. Gut voll alles, wegen des unsäglichen 9 EUR-TIcket, aber wir finden Platz und kommen gut an.

Zur Einkehr in der Stadt schwirrt noch dieser kolbriartige Schmetterling rum, ist vermutlich ein Taubenschwänzchen.

Doch nun ein Carsharing-Auto geholt, und rausgefahren nach Brannenburg, zur Wendelsteinbahn, wo noch ein Freund dazustößt. Wir unternehmen hier eine Mondscheinfahrt mit dem historischen Zug, hoch zum Wendelstein, wo wir alle dann in der dortigen Gastronomie hervorragend verköstigt werden. Die Abendstimmung ist herrlich, und vor der Rückfahrt ertappen wir noch dieses extrem wichtige Transportgut!

Zurück mit dem Auto, und das Bett haben wir uns wahrlich verdient heute. Das war ein schöner Abend!

20220605

Zunächst ICE 1560 bringt uns heute von Dresden nach Leipzig. Dort treffen wir uns kurz mit Freunden, vor wir dann zum Südfriedhof rausfahren. In der Feierhalle des Krematoriums veranstaltet Anja mit Signalfarbe SchwarzGräberpoesie, Gruftgeflüster und Geistermusik“.

Danach wieder mit Freunden, gemütliches Beisammensein und Essen, so bringt uns nach diesem tollen Tag IC 2047 wieder zurück zum Bett in Dresden.

20220604

Heute geht es mit ICE 508 bis Leipzig. Dort im Vorbeigehen eine Roster, und weiter mit ICE 1559 bis Dresden. Läuft alles problemlos, kurz im Hotel einchecken, und schon geht es zum Kulturpalast. Andris Nelsons und die Wiener Philharmoniker spielen Schostakowitsch und Sofia Gubaidulina, ein tolles Konzert!

Irgendwie ist hier ein Käferclub im Hotel, die sind ziemlich laut und nervig und bevölkern die Bar. Sind schon seltsame Leute darunter, muß man sagen :)

20220528

Eine Türmetour steht für heute an. So fahren wir zuerst auf den Auersberg. Da oben hat es ein beeindruckendes und riesiges Radar zu Flugsicherungszwecken und einen Aussichtsturm, der beeindruckende Blicke ins Umland ermöglicht. Besonders krass, man sieht sogar das Kraftwerk Lippendorf bei Leipzig, wenn auch nur schemenhaft, die Handykamera hat da ihre Grenzen deutlich überschritten. Doch auch eine Einkehr steht noch an, natürlich im Auersberghaus.

Und weiter geht es, nach Klingenthal, wo wir zum Aschberg hochspazieren. Auch hier gibt es einen (äußerlich nicht so aufregenden) Turm, der ebenfalls tolle Aussicht bietet.

20220514

Das Wetter paßt, Zeit haben wir, also geht es heute in die Berge. ICE 827 bis München, roter Zug bis Pasing, und dort in den Regionalzug nach Kochel. Von da weiter mit dem Bus an den Walchensee, und mit der Seilbahn rauf zum Herzogstandhaus. Noch ist da alle im Nebel, also beginnen wir die Tour mit einer Stärkung und der Hoffnung auf bessere Sicht. Der Plan ist es, den Grat rüber zum Heimgarten zu erwandern. Doch zunächst müssen wir den Serpentinenweg zum Gipfel hoch.

Auch das zieht sich, die Flora ist beeindruckend, Enzian gibt es, und bis wir oben sind bessert sich die Sicht so langsam. Der Ausblick ist grandios, und nach einigen Informationen zum früheren Senderstandort steigen wir in den Grat.

So zur Vorgeschichte, diese Tour war meine erste richtige Bergwanderung während meines Wehrdienstes, damals natürlich ohne Seilbahn, sondern alles zu Fuß. Wir haben damals auch die Wanderung im Nebel begonnen, sind über den Grat rüber zum Heimgarten, dort Einkehr auf der Hütte, und bei mittlerweile aufgeklartem Wetter zurück über den Grat. Eigentlich. Einige der Kameraden, die bei Nebel problemlos da rübermarschiert sind, hatten bei klarer Sicht viele hundert Meter links und rechts runter ins Tal plötzlich Probleme mit der Höhe, und es bedurfte der richtigen Mischung aus Ermutigung, klarer Ansage und Befehl, diese Jungs dazu zu bewegen, auch den Rückweg zu beschreiten. Doch auch dies wurde gemeistert, und sogar die Angsthasen haben es letztich geschafft, und abends beim gemeinsamen Bierchen waren die Ängste schnell wieder vergessen und mit jedem Bier die Rückblicke noch mehr ausgeschmückt :)

Drei Jahrzehnte später hatte ich deutlich bessere Begleitung, welche wie die geborene Bergziege entlang der Seile turnte und ohne die geringsten Ängste auch die heikleren Stellen wie dieses Stück abgebröckelten Weges über den Abgrund bezwang. Wer da runterfällt hat keine Probleme mehr, die Stelle ist schon spannend!

Ganz bis zum Heimgarten rüber sind wir nicht, da der Gipfel einfach den Nebel nicht losgeworden ist und die Hütte noch nicht geöffnet hatte. Auch ist ja unsere An- und Abreise eher langwieriger, eine Einkehr muß noch sein, also beschließen wir auf gut halbem Weg den Abbruch und kehren wieder um.

Bier im Herzogstandhaus, die Seilbahn bringt uns runter, der Bus zurück nach Kochel, Regionalzug nach München, und ICE 524 als Schnell-S-Bahn in die Heimat.

Ein toller Tag, den beginnenden Muskelkater allemal wert – was für eine geniale Tour!!! So beschließen wir den Tag trotz der Mattigkeit noch mit einem Abendessen am Frühlingsfest in Fürth.

20220507

Hoppla, ist es schon wieder so weit?! Tatsache, Edelbranddegustation bei Haas in Pretzfeld steht schon wieder an! So fahren wir zusammen mit eifrigen Mittrinkern per rotem und grünem Zug da raus und verbringen einen netten und beschwingten Nachmittag bei feinen Getränken.

Noch ein paar Einkäufe tätigen, und die Rückfahrt auch wieder in dieser Farbkombination von Zügen, nur umgekehrt. So kann dann der harte Kern den Tag in Fürth bei hervorragendem Essen im Kabuliyan beschließen.

Und noch als Abschluß der nervig-ungewissen Zeit, überraschend ist der neue Arbeitsvertrag (siehe diese Fahrt) im Briefkasten. Yeah!!!

20220426

Mit ICE 827 fahre ich heute bis München, und von da weiter nach Gilching, zunächst als Brezelexpress mit frischer Kolb-Ware zum Brezelfrühstück bei Freunden. Danach muß ich weiter zum Gespräch bei einem potentiellen neuen Arbeitgeber.

Das alles verläuft bestens, die Firma gibt auch eine mündliche Zusage, und die Rückfahrt in der Bordgastronomie verläuft problemlos. So komme ich zeitlich passend mit Manus Rückkehr in Fürth an, und wir können noch unser Abendessen in der Fürther Gastronomie nehmen.

20220418

Heute fahren wir bis Pretzfeld, um uns von da nach Morschreuth abholen zu lassen. Das Besondere daran ist, wir fahren in Fürth von Gleis 20 ab, welches seit mehr als zehn Jahren vor sich hinrostet, und wir fahren über die neue Siebenbogenbrücke, die eigentlich nicht mehr wirklich so ganz neu ist und seit ebenso mehr als zehn Jahren sinnlos rumsteht. Was länger währt wird manchmal doch noch gut :)

20220417

Vor wir heimfahren besuchen wir noch das Kunsthistorische Museum, wegen der Ausstellung “Iron Men”, welche die Technik und die Kunst der Rüstungen zeigt, mit tollen Exponaten aus den verschiedenen Epochen, in denen dieser Schutz üblich war. Hand, Fuß, Kopf, Hintern, Gemächt, der ganze Kerl, für alles gibt es Schutz, und es gibt auch Röckchen.

Unser ICE 22 ist als verspätet angesagt, so nehmen wir im Hotel noch ein Bier an der Bar, um dann letztlich mit +45 abzufahren.

An sich läuft die Fahrt problemlos, doch an der Grenze fällt eine Horde Bundespolizisten ein und macht Vollkontrolle. Das alles kostet natürlich Zeit, so haben wir in Nürnberg bei Ankunft +70.

Schön wars wieder, und wie immer viel zu kurz!

20220416

Heute zieht es uns nach Mödling raus, wo wir uns mit Freunden treffen wollen. Beim Verlassen des Hotels fallen uns noch Fassadenkletterer am Hotel auf, die die Fenster putzen.

Nach Mödling fahren wir mit einem Regionalzug. Dort angekommen spazieren wir dann gleich rauf auf den Hausberg, wo der Bewuchs schon ziemlich südlich anmutet. Auch der Blick ins Tal runter mitsamt Aquädukt ist toll.

Und weiter geht es, zur Burg Liechtenstein. Dort nehmen wir an einer Führung teil. Natürlich sieht man viel, wie man es von allen möglichen Burgen kennt, aber auch hier gibt es Besonderheiten zu bewundern, wie diese lauschige Schlafecke. Auch die Küche fällt auf, und das Schlafzimmer.

Herrlich ist der Blick bis nach Wien, und hinter einer Brüstung verbirgt sich ganz neumodischer Schnickschnack, eine Mobilfunkanlage. Später offenbart der Blick von der anderen Seite auf die Burg auch die zugehörigen Antennen.

Übrigens wohnt auf der Burg auch eine kleine, schwarze Schlange, die die Tauben dezimieren hilft. Gezeigt hat sie sich uns leider nich, vermutlich hat sie mit ihren kleinen Knopfaugen aus einer verborgenen Ritze das Geschehen amüsiert verfolgt.

Abendessen haben wir in einer Pizzeria in Mödling, in der wir schon öfters waren, da ist es immer wieder gut. Besonders außergewöhnlich kommt dieses Spargelgericht daher!

Auf dem Heimweg macht noch der Mond schöne Lichtspiele am Himmel.

So kommen wir wieder gut nach Wien und gehen mit Halt an der Hotelbar aufs Zimmer.

20220415

Mit ICE 21 fahren wir heute nach Wien.

Gut kommen wir an, und dieses Mal haben wir unser Hotel gleich am Hauptbahnhof, mit Blick über die Stadt und zum Bahnhof.

Unser erstes Ziel ist die Albertina, wo wir die Ausstellung “Munch im Dialog” sehen. Schöne Werke des norwegischen Künstlers sowie von anderen Künstlern, die in ihren Werken auf seine Arbeit eingehen. Der Schrei hat es nicht von Munch selbst hierher geschafft, aber vertreten ist er natürlich dennoch.

Abends kehren wir noch gutbürgerlich ein, vor wir wieder zum Hotel rausfahren.

20220410

Heim aus Berlin geht es heute mit ICE 507. Wegen Bauarbeiten ein langer Ritt, über Fulda und Würzburg, fünf Stunden sind wir da unterwegs.

Als wir endlich Fürth passieren, werden wir ungewöhnlicherweise über das äußerste Gleis geleitet, welches sonst nur gelegentlich Güterzüge sieht. So haben wir mal den ungewöhnlichen Blick vom direkt angrenzenden südlichsten Gleis auf unseren kleinen Garten, wie er sich sonst nie ergibt.

Aussteigen dürfen wir dennoch nicht, also müssen wir wie üblich über Nürnberg fahren.

20220408

Heute geht es gleich nach Arbeit nach Berlin. Ab Bamberg nehmen wir den ICE 706. Grund der Reise ist die Jahreshauptversammlung des VFDB, also ein eher dröger Termin. Doch treffen wir auch Freunde und viele Leute, die wir schon länger nicht mehr gesehen hatten, das lockert die Sache dann schon auf.

20220403

Baustellenbedingt fährt ICE 588 heute über Ansbach, mal eine etwas andere Aussicht auf der Fahrt nach Würzburg.

Dort angekommen fahren wir mit der Straßenbahn raus zur Sektkellerei Höfer, zu einer Verkostung der neuen Sektkreationen. So trinken wir uns beschwingt durch die zahlreichen dargebotenen edlen Getränke – und müssen feststellen, verglichen mit unserem letzten Besuch ist nur wenig dabei, was uns wirklich gut schmeckt, und gerade die Spitzenproduke vermögen nicht ansatzweise zu überzeugen.

Dennoch war das eine schöne Aktion, und wir finden auch was, das uns schmeckt und mit heim darf.

Zurück wieder mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof, und dieses Mal mit einem roten Zug auf der direkten Linie bis Fürth. Besonders tückisch, es fahren zwei Zugteile an den Bahnsteig, aber einer muß warum auch immer in Würzburg verbleiben, also alle wieder raus und in den anderen Teil. Nun ja, wir bekommen Sitzplätze, und so kommen wir bei etwas erhöhter Packungsdichte wieder gut nach Fürth.

20220319

Mit ICE 1006 fahren wir heute nach Berlin. Kurz ins Hotel, Gepäck loswerden, und danach treffen wir uns mit einem Freund in einem Irish Pub, gleich um die Ecke von Checkpoint Charlie, wo wir erstaunlich günstig essen.

Danach schreiten wir zur Tat, Orgelstunde zur Schostakowitsch-Hommage, die Martin Schmeding halten muß, da der geplante Künstler aus St. Peterburg kriegsbedingt das Konzert nicht aufführen kann. Ein tolles Programm!

Dazwischen ein Abendessen am Gendarmenmarkt, und weiter geht es mit Schostakowitsch, auf dem Cello, mit dem phantastischen Cellisten Bruno Philippe. Ein Wahnsinn, dieses Konzert!

Abends noch kurz in die Hotelbar, eh klar – das war ein toller Tag!