20110815

Heute lassen wir es ruhiger angehen; nach einigen Einkäufen in Essen fahren wir zunächst nach Wattenscheid, um im oftmals empfohlenen Imbiß „Profi-Grill“ einzukehren. Wir können die Empfehlung nur weitergeben, super-leckere Currywurst zu unschlagbar günstigen Preisen, fixes Personal, der Chef schaut mal an den Tischen vorbei – prima! Nach der Wurst sehen wir noch diesen schönen Schleifwagen mit Deutschlandfahne anstatt Liniennummer hinter dem Fensterchen. Dann noch ein Eis in der Innenstadt, und weiter geht es nach Bottrop, erneut zum Tetraeder. Zunächst gute Fernsicht, aber es beginnt einzutrüben. Dennoch können wir von da oben noch einen Blick auf die Rangierlok bei Haniel erhaschen. Beim Abstieg über die lange Treppe huscht uns dann sogar noch eine Eidechse vor die Füße und bleibt bereitwillig für ein Photo sitzen.

Für die Rückfahrt hüpfen wir in den erstbesten Bus, den wir gerade so erwischen, lassen unsere BC100 vom Busfahrer mit einem erstaunten „Was hat’n _der_ da?“ dann doch noch abnicken, kommen so zum ZOB – und stellen verwirrt fest, daß der irgendwie so gar nix mit dem Hbf zu tun hat. Macht aber nix, in wenigen Minuten geht ein Bus nach Essen, rot von der DB, da sorgen die BC100 somit für keinerlei Erstaunen, also genießen wir mal eine ganz andere Fahrt nach Essen als sonst auf den Bahnstrecken.

An der Stelle mal ein Lob für die Informationen und die Anordnung am Bottroper ZOB! Baulich klar gegliedert und übersichtlich, eine riesige zentrale Anzeigetafel, die zahlreiche Verbindungen ankündigt, ein Übersichtsplan, von fast überall her gut erkennbare Numerierung der Haltestellen, an jedem Halt nochmals ein mehrzeiliges Display, das die nächste Verbindung an dem Halt anzeigt. Gummibereifter ÖPNV könnte so einfach sein, gäbe es sowas öfters!

20110814

Duisburg hat immer etwas zu bieten – dieses Mal unternehmen wir die zweite Schiffahrt aus dem Angebot „Vergessene Häfen“, der erste Teil war spektakulärer, aber auch diese Fahrt war sehr interessant und entspannend. Stellvertretend eine Aufnahme eines noch aktiven Hochofens, es gab Schwerindustrie, Kraftwerke, Hafenanlagen und andere Bauwerke zu bestaunen.

Danach fahren wir über Mülheim nach Hattingen und besuchen die Henrichshütte. Dort fällt gleich ein Triebwagen in toller Kulisse vor einem Hochofen auf. Als ein wichtiges Produkt steht eine Radscheibe zur Schau, und der kleine Eisenbahner kann an einem Übungsaufbau erst mal das korrekte Kuppeln lernen.

Auf dem Heimweg sehen wir kurz vor Essen dann noch eine schöne V200 am Wegesrand und erhaschen noch einen Schnappschuß, dem man das Tempo der S-Bahn leider deutlich ansieht.

20110813

Dieser Tag hat zuerst das Gesamtkunstwerk Hohenhof in Hagen für uns auf dem Programm. Da ist einfach alles stimmig, Architektur, Innenausstattung, Möblierung…

Danach wieder zurück nach Essen, raus nach Zollverein, und dort zur Kokerei. Auf dem Weg dorthin abgesperrter Gleisbereich – Gleisbauarbeiten? Später stellt sich heraus, ein Promenadenring wird gebaut. Schade. Die Kokerei Zollverein bietet neben massig Industriekultur auch Unterhaltung, ein Schwimmbad, ein Riesenrad und Gastronomie in urigem Ambiente.

Für den Rückweg dann noch als kleines Goodie eine historische Straßenbahn, die regulär Linie fährt und sogar unsere BC100 anerkennt!

20110812

Heute besuchen wir das Eisenbahnmusum in Bochum-Dahlhausen. Eine unglaubliche Vielfalt an Fahrzeugen erwartet uns dort, es würde den Rahmen des blogs sprengen, hier in die Vollen zu gehen, dennoch mag ich ein paar Bilder hier verlinken. Ein beeindruckendes Fahrzeug ist dieser toll erhaltene Tunnelmeßwagen, Baujahr 1935, Umbau in den 60ern! Hier eine Lokführerin auf ihrem Lieblingsgerät. Und als absolute Kuriosität dieser Zweiwegebus!

Nun aber ab in den Schienenbus! Nach dem Fehlschlag vor über einem Jahr wollen wir es wieder wagen, eine Fahrt nach Hagen. Nur ein Motor hat funktioniert, und dieser hing nur sehr unwillig am Gashebel, aber wir kommen voran. Unterwegs treffen wir auf Bauarbeiter, die unangemeldet im Gleis herumhampeln und damit den Bahnverkehr gefährden. Nach eindringlicher Belehrung, der Anordnung zum Einstellen der Arbeiten und Meldung des Vorfalles an die Betriebsleitung können wir an der Gefahrenstelle vorbeifahren. Letztlich kommen wir etwas verspätet, aber wohlbehalten in Hagen an, siehe Beweisbild!

Und weil heut‘ Museumstag ist, gleich noch ein Zug mit Weichen (aus dem Weichenwerk Witten?) mit der 216 224 in alter Bundesbahn-Lackierung! Die 266 am Bahnsteigende ist auch nett, blitzblank wie neu steht sie da und erlaubt sogar einen Blick in den Führerstand.

Die Weiterfahrt aus Hagen erfolgt mit einem Nahverkehrszug und dem (für gerade eine Bistro-Bierlänge) ICE 611 nach Duisburg, um den Tag mit einem Besuch im Lehmbruck-Museum zu beschließen.

In Essen an unserer Haltestelle Hirschlandplatz gibt es noch mehr Straßenbahnteile zu sehen, wie diesen Stromabnehmer.

20110811

Auf dem Weg zum Hauptbahnhof entdecken wir am Hirschlandplatz diese Straßenbahn, die mit dem Kopf durch die Wand wollte. Mit dem IC 2310 fahren wir dann nach Dortmund, ab da weiter mit Abellio bis zur Zeche Zollern.

Warum nur gedeihen Brombeeren vor allem an Wasserstraßen und Bahnlinien?

Die Zeche Zollern bietet neben viel Industriekultur auch interessante Informationen zur Ausbildung der Bergleute und zur Sicherheit unter Tage, was an anderen alten Zechen nicht immer so thematisiert wird. Natürlich spielt auch die Eisenbahn eine große Rollen, jede Menge alter Fahrzeuge, teilweise auch nicht ganz zechentypisch und etwas angegammelt. Nett auch diese Kreuzung zwischen der großen und der kleinen Eisenbahn.

Für den Heimweg kommt kein modernes Bähnle der NWB, sondern dieser etwas abgehangene 628er. Naja, die Privaten müssen halt auch sparen, da nimmt man dann eben die alten Schätzchen, die die DB nicht mehr will, um das politisch gewollte Versprechen von „mit uns wird alles neuer, schöner, besser“ zu realisieren :-)

20110810

Heute fahren wir nach Mülheim ins Auqarius, einen zum Wassermuseum umgebauten Wasserturm. Interessant gemacht, und ein tolles Bauwerk!

In der Umgebung von Bahnstrecken gibt es nicht nur Brombeeren, sondern auch mal eine Eibe mit tierischem Besuch.

Danach bringt uns die Straßenbahn zum Wasserbahnhof. Von dort geht es mit dem Schiff nach Essen-Kettwig, wir essen zu Mittag auf dem Restaurantschiff Thetis, und die S-Bahn bringt uns zur Villa Hügel. Bissl viel „Eiche rustikal“, aber in jedem Falle sehenswert, auch eine schöne Photoausstellung mit faszinierenden Aufnahmen aus 200 Jahren Krupp. Die Krupps waren die Wegbereiter der Industriephotographie, sie haben den Beruf des Werksphotographen sozusagen geschaffen. Durch den Lokomotivbau und die Erfindung des nahtlosen Radreifens für Eisenbahnfahrzeuge gab es auch viele schöne Aufnahmen von Bahntechnik zu sehen.

20110809

Heute fahren wir nach Bochum. Zuerst besuchen wir das Planetarium, dann geht es zu einer Einkehr im Restaurant „Förderturm“, um schließlich das Bergbaumuseum zu besuchen. Vom Förderturm aus sieht man schön die Güterzüge, oder auch solche, die es werden wollen. Die Grubenlok dagegen wollte sich nicht mehr bewegen. Schade.

20110808

(230) Am Montag morgens ist der ICE 822 gen Ruhrgebiet deutlich voller als am Wochenende; pünktlich beginnen wir unsere Fahrt nach Essen.

Ist es nun ein ICE 2, oder ein ICE 3? Etwas unentschlossen :-)

Wir kommen nach einer ruhigen Fahrt annähernd pünktlich in Essen an. Nur das Wetter ist eher suboptimal für August, windig und kühl.

Nachmittags besuchen wir dann den Gruga-Park, in dem sogar eine Bahn nach BOStraB verkehrt! Für die Fahrgäste ist das Ding bissl unkomfortabel, aber nun ja, die halbe Stunde für eine Runde geht es schon.

20110806

(200) Während wir in Nürnberg auf unseren ICE 925 nach München warten kommt doch glatt ein Güterzug durch den Hauptbahnhof. Ohnehin schon ungewöhnlich, aber erst recht fällt die V200 auf, glänzend wie neu, leider schon ein wenig weit weg, bis ich ein Bild machen konnte. Offenbar ein Bauzug, ganz am Ende hängt noch ein gelber Schienenbauzug.

In München kommen wir pünktlich an und gönnen uns die Ausstellung „Mondrian und De Stijl“, welche im Obergeschoß eines U-Bahnhofes stattfindet. Leider durften wir da den Bahnbezug Transport von Peter Alma nicht photographieren, somit ein Schnappschuß aus einem Buch mit diesem Bild.

Die Rückfahrt treten wir im ICE 622 „München“ an. Wegen Warten auf Anschlußfahrgäste kommen wir mit +5 weg. Da wir dann noch um Ingolstadt herum ein wenig trödeln und sogar zum Stehen kommen, schaffen wir keinen Verspätungsabbau und kommen letztlich in Nürnberg nicht mehr ganz pünktlich an. Doch kein Problem, für uns ist die Reise da ja fast zu Ende :)

20110802

Heute war ziemlich tief über dem Fürther Bahnhof dieser Ballon unterwegs, und das Teil war dazu ziemlich schnell, ich hatte Mühe, das Bild so noch zu erwischen. Als wir am Bahnsteig waren gab es bereits eine ganz neue Perspektive, schon kurz darauf war er weg.

Und weil heute offenbar Phototag ist, in Ebermannstadt gleich noch ein Dampfroß im Gegenlicht. Ungewöhnlich, so unter der Woche, aber man munkelt, es gebe irgendwo an der Strecke Dreharbeiten für das Fernsehen, bei denen auch der Museumszug eine Rolle spielen würde.

Habe ich eben was vom Phototag erzählt? Ich hätte es wissen müssen, in Forchheim dann noch diese Lok, es stand ERS614 drauf, und obwohl das Bild an sich nicht viel zeigt habe ich es mal angefügt, da man schön das Tempo erahnen kann, mit dem die Lok durchgepeest ist – die Geometrie ist ziemlich verzerrt, typisch für gerade billigere Digitalkameras und Mobiltelephone mit Kamera, während die das Bild aufnehmen bewegt sich das Objekt weiter, die Flucht der Linien „entgleist“.

Gleich darauf dann noch zwei (vermutlich) V100 in seltsamer, blau-roter Lackierung, und mit einem recht langen Containerzug dran. Da habe ich kein Bild mehr geschafft, ich hatte mit nicht _noch_ einem eher ungewöhnlichen Fahrzeug gerechnet.

20110730

(136) Die Rückfahrt aus dem nieseligen Koblenz beginnen wir dank einer Stellwerksstörung gleich mal mit +20 im ICE 27.

Nervige Kinder und nervige Leute um uns herum, ab und an eine Zwangsbremsung, die Verspätung scheinen wir mitzuschleppen – dafür entschädigt uns auf dem LZB-Abschnitt zwischen Iphofen und Neustadt-Aisch eine fliegende Überholung, wir ziehen ganz lässig rechts an einem 440er-Zug vorbei, den sie in den Gleiswechselbetrieb geschickt haben.

Bis Nürnberg bleibt es bei den +20, aber das ist uns heute egal :-)

20110729

Zur BUGA in Koblenz kommen wir ganz ohne Bahn, und diese Karre läßt befürchten, daß der zu erwartende Bahnbezug hier eher gering sein wird. Dennoch gibt es dann noch einen netten Blick auf Bahnanlagen von der Seilbahn aus, den man sonst wohl so eher nicht hat.

Doch auch sonst ist Koblenz eine Reise wert, die Festungsanlagen müssen wir uns nochmal ohne BUGA genauer besehen, und in der Stadt gibt es eine tolle Auswahl an Lokalen – für das leibliche Wohl ist eindeutig gesorgt.

20110723

(16) Ein kleiner Ausflug nach Forchheim zwecks Besuchs des Annafestes steht an. Mit den lärmenden, angeheiterten Mitreisenden in der S-Bahn schon auf der Hinfahrt kann einem der Spaß fast gleich wieder vergehen, und der Shuttlebus ab Forchheim zum Kellerwald war gar nicht in der Lage, alle Wartenden mitzunehmen. Der Aufenthalt auf den Kellern war dann dennoch ganz angenehm, und zurück zum Bahnhof haben wir auf den Bus verzichtet und sind zu Fuß zur S-Bahn gegangen.

20110720

Es regnet und regnet und regnet…die ganze Nacht, den ganzen Morgen, ohne Unterlaß. Vor wir aus dem Haus gehen prüfen wir das RIS, sieht alles normal aus. Mit dem roten Zug kommen wir auch ganz problemlos und pünktlich bis Forchheim – doch dort weisen uns Ansagen und Displays darauf hin, daß der grüne Zug nach Ebermannstadt entfalle. Streckensperrung wegen Gleisunterspülung :-( Am Bahnhofsvorplatz ist keinerlei Ersatzbus zu sehen, also entscheiden wir uns recht spontan, ein Taxi zu nehmen. Bei vier Mitfahrern ist das von den Kosten nicht so schlimm, es bleiben gerade mal sechs EUR für jeden.

Schön und gut, in der Arbeit sind wir – doch wie kommt man wieder heim? Die Fahrt auf der B470 hat gezeigt, daß von den Hügeln Sturzbäche braunen Wassers schießen und auf der Straße Erde und Steine zurücklassen, aus dem Kollegenkreis hört man, daß etliche Orte überflutet oder auch von der Nachbarschaft isoliert sind, das ganze Tal ist am Absaufen.

Die Agilis-hotline ist freundlich, bemüht – und hilflos. Morgens beim ersten Anruf weiß keiner, wie es weitergeht, kurz vor Mittag erfahre ich dann, daß ein Taxi-Pendelverkehr eingerichtet sei, ohne feste Zeiten, einfach zum Bahnhof gehen und auf ein Taxi warten. Letztlich stehen dann zur Heimfahrt Busse bereit, und wir kommen problemlos wieder aus der Krisenregion ‚raus.

Ach ja, im RIS steht sowas natürlich nicht.

20110718

Am Montag Morgen ist noch alles in Ordnung. Doch nach der Arbeit beim Fußmarsch von der Firma zum Bahnhof fällt uns auf, daß am Ende des Bahnsteigs ein Agilis-Bähnle wie geparkt steht, mit der Anzeige „nicht einsteigen“. WTF?! Kaputtgegangen beim Losfahren? Wir werden von Umstehenden auch gleich aufgeklärt, „Der fährt heut net, Schienenersatzverkehr wegen Personalmangel“. Es stellt sich heraus, Agilis muß aufgrund der Krankmeldung dreier Tf für einige Tage den Nachmittagsverkehr mit Bussen abwickeln.

Da stellt sich die Frage, wie kann ein Unternehmen, das seit drei Jahren weiß, wie viele Tf es zu welcher Zeit brauchen wird, derart blauäugig hoffen, daß zum Start der Verkehre sich schon noch genug Lokführer entschließen, vom alten zum neuen Betreiber zu wechseln? Diese Aussage hat der Geschäftsführer, Herr Knerr, gegenüber der Presse getätigt. Es ist ja entwaffnend offen, sowas auch noch zuzugeben, taktisch klug ist es nicht, zeigt es doch, daß die Personalpolitik eher der Hoffnung denn einer durchdachten Planung folgt. Dummerweise war die Zahl der Wechsler dann eben doch minimal, was bei den Bedingungen, die den Bewerber so erwarten, wohl auch kein Wunder ist.

Was hat sich die BEG dabei gedacht, einer derart blauäugig agierenden Firma für über zehn Jahre (!) den Nahverkehr der Region anzuvertrauen? Ich als Kunde fühle mich da wahrlich schlecht vertreten.

20110713

Frühmorgens Einfahrt in Forchheim – komisch, unsere Bähnle steht schon bereit, aber nur eine Einheit. Es stellt sich heraus, zwischen Hirschaid und Forchheim ist es zu einem Personenunfall gekommen, die Strecke ist gesperrt, der wartende Zug ist derjenige von der vorherigen Fahrt aus Ebermannstadt, die wegen der Sperrung ebenfalls in Forchheim enden mußte. Während wir bereits drinsitzen wird noch vom Abstellgleis eine zweite Einheit herbeirangiert und angehängt, Bremsprobe, und los geht das. Ein wenig Verspätung, aber Agilis hat die Situation gut gemeistert, die Schüler finden auch in zwei Einheiten halbwegs Platz.

20110708

(48) Die Rückfahrt beginnen wir im Franken-Sachsen-Express. Unterwegs in Glauchau eine hübsche Begegnung – orange steht ihr gut!

In Plauen soll es mit der Vogtlandbahn bis Bad Elster gehen – aber nix da, Zug entfällt! Über den Grund können wir nur spekulieren, vermutlich wird der Laden von der GDL mal wieder (immer noch?) bestreikt. Als Ersatz muß dann ein Bus herhalten, der natürlich von unseren BahnCards nix wissen will, wir müssen voll bezahlen. Egal, wir kommen gut an, das ist die Hauptsache, und der Zeitfaktor spielte an dem Tag keine so große Rolle für uns.

20110707

(146) Heute fahren wir nach Dresden; ICE 1612 startet pünktlich in Nürnberg. In Leipzig ein problemloser, bahnsteiggleicher Umstieg in den ICE 1555, und wir kommen pünktlich in Dresden an.

Nach der Sitzung steht noch ein Ausflug an. Nein, diese Dampfmaschine gehört nicht zu einem Schienen-, sondern zu einem Wasserfahrzeug. Blank gewienert bringt uns das gute Stück bis am Schloß Pillnitz vorbei und wieder zurück!

20110706

Was für ein Tag! Früh morgens um 07 Uhr am Flughafen München ankommen – mit der Bahn geht das nicht. Also Mitfahrgelegenheit im Auto nach München arrangiert, dort in das Flugzeug LX3619 nach Zürich, Umstieg in LX1616 nach Mailand, 30km zu einer Firma, dort was basteln, wieder zum Flugplatz, da mit +40 mit LX1623 ab gen Zürich, dank der +15 des Anschlußfluges LX3624 diesen auch noch erwischt, nach harter, schroffer Landung in München in die S-Bahn zum Hbf, um den letzten ICE nach Nürnberg zu bekommen.

ICE 920 wird fruehzeitig bereitgestellt, aber wegen Wartens auf Anschlussreisende fahren wir mit +15 ab, die so auch erhalten bleiben. Mit der U1 vollends heim, und nix wie ins Bett!

20110702

(412) ICE 822 ist es, der pünktlich gen Köln startet. In Frankfurt haben wir +5, doch in Köln kommen wir pünktlich an. Witzig, dass im Zug einer sitzt, den wir aus der Kneipe um die Ecke kennen – und er hat auch eine BC100!

Im Bereich der Hohenzollernbrücke treffen wir ganz unerwartet auf die Dom-Bunnies :-)

Die lounge in Köln Hbf hat wegen Bauarbeiten geschlossen, also gehen wir auf einen Kaffee ins Cafe Reichhard. Tolles Ambiente, richtig schön altmodisch, hervorragender Baumkuchen, und man sollte da auch mal zur Toilette gegangen sein :)

Dann zum Hauptziel der Reise, der Ausstellung „Lawrence von Arabien“ im Rautenstrauch-Joest-Museum. Übrigens mit Bahnbezug, ein paar Teile sind ausgestellt, die der Hedschas-Bahn nun fehlen und deren Betrieb unmöglich machen.

Schließlich noch ein paar Einkäufe (gestern war LTE-Netzstart der Telekom!), eine Einkehr im Cafe Fassbender (ebenfalls sehr zu empfehlen), und schon muß uns ICE 921 wieder zurückbringen.

Die Fahrt ist ruhig, und wir kommen nahezu pünktlich in Nürnberg wieder an.

20110701

Das ist die noch angenehmere Variante, was Kabeldieben so widerfahren kann.

Weitaus unangenehmer endet es, wenn der Kabeldieb dabei durch Stromschlag umkommt oder gar unbeteiligte Dritte zu Schaden kommen. Dies betrifft durchaus auch Bahnreisende…Beispiel: Erdungskabel wird vom Fahrleitungsmast am Bahnhof geklaut, Fritz wankt aus der Kneipe, ganz vorbildlich läßt er trotz des Nieselregens das Auto stehen und wartet auf den letzten Zug; der Seegang ist immens, Fritze hält sich dankbar an dem soliden Masten fest – und brrrrrzzzz!

Mit etwas Glück ist Fritz nun hellwach und stocknüchtern, sitzt verdattert in seiner Pipi-Pfütze auf dem Hosenboden und versteht die Welt nicht mehr. Mit etwas weniger Glück holt er sich einige böse Verbrennungen oder bricht sich beim Sturz vom Bahnsteig das Bein, schlimmstenfalls ist er schlichtweg sofort tot.

Wie kann es sein, daß ein fehlendes Erdungskabel solche Auswirkungen hat? Vermeintlich ist dieses Kabel überflüssig, es hat keinerlei Bedeutung für das Funktionieren des Bahnbetriebs, es ist eine reine Sicherheitsmaßnahme. Somit fällt dessen Fehlen auch nicht auf, es gibt keine Warnmeldung, es fliegt keine Sicherung ‚raus, es bleibt kein Zug deswegen stromlos stehen.

Wenn nun allerdings der Isolator an der Oberleitung stark verschmutzt ist und die Feuchtigkeit den Dreck auch noch schön über die Fläche verteilt, dann wirkt er wie ein Widerstand und leitet „ein wenig“ Strom. Ist der Mast geerdet, dann wird dieser fehlgeleitete Strom sofort gegen Erde (zum Gleis) abgeleitet, und nichts passiert. Fehlt jedoch diese Erdung, dann liegt je nach Verschmutzungsgrad des Isolators eine durchaus beachtliche Spannung im kV-Bereich am Mast an, die bei Berührung auch lebensgefährliche Ströme durch den menschlichen Körper erzeugen kann. Dabei ist es dem Strom herzlich egal, ob der Kabeldieb, ein Bahner oder ein Fahrgast den Mast anfaßt, er beißt jeden!

20110630

Eigentlich ist dieser SOS-Knopf im Agilis-Bähnle gar nicht übel. Da kommt einer noch dran, der einfach gestürzt ist und nicht mehr aufkommt, aber auch einer, der so besoffen ist, daß er nicht mehr bis zum Türgriff hochkommt :-)

20110626

(146) In Ulm beginnen wir den Tag mit dem herrlichen Ausblick vom Hotelzimmer auf den Hauptbahnhof. Unentwegt ist hier die 364 533 unterwegs, es werden Züge bereitgestellt, Loks gewechselt, Züge weggeschleppt.

Die Heimfahrt beginnen wir im IC 361, der Ulm einige Minuten verspätet verläßt, bis München aber alles wieder gutmacht. Dort steht der etwas inkontinente ICE 628 bereit und stinkt den Bahnsteig voll :-)

Einem Fahrgast hinter uns ist beim Verladen seines Gepäcks ein Malheur passiert – ein großes Glas Erdbeerjoghurt fällt herunter und explodiert geradezu vor seinem Sitz. Seine Schuhe und Hose sahen ziemlich rosa aus, ich habe zum Glück nur einen kleinen Spritzer am Bein abbekommen. Er ist gleich zu den Zugbegleitern und hat sich Tücher und Reiniger geben lassen und die nächsten 45 Minuten den Zug geputzt. Respekt, das war danach sauberer als zuvor, der hat das gut gemacht. Falls der mal einen Job sucht, die DB kann sicher gutes Reinigungspersonal gebrauchen :-) Ansonsten verlief die Fahrt ruhig und pünktlich, wir haben problemlos in Nürnberg bahnsteiggleich den Anschlußzug nach Fürth bekommen.