20100524

(28) Auch am nächsten Tag geht es wieder nach Würzburg, gleiche Uhrzeit, gleicher Zug – gleiche Überfüllung? Um so ein Sitzplatzfiasko wie am Vortag zu vermeiden, haben wir die Strategie geändert. Wir gehen etwas früher zum Bahnhof und nehmen den Zug, der aus Würzburg kommt, da dieser die vorherige Leistung der Einheit ist und somit in Nürnberg wieder als Zug nach Würzburg eingesetzt wird. Folglich steigen in Nürnberg alle aus, wir bekommen einen ordentlichen Sitzplatz und müssen auf diesen Erfolg dann auch gleich anstoßen. Dumm nur, daß all der Aufwand umsonst ist, der Zug ist weitaus weniger belegt als am Tag zuvor, und wir hätten auch ab Fürth problemlos Platz gefunden. Egal, sicher ist sicher :-)

In Würzburg führt uns der Weg zunächst zur Festung Marienberg, mit dem Bus – für einen Fußmarsch ist es uns zu heiß und sonnig. Biergartenbesuch mit Sicht auf die Stadt, Führung, und in aller Ruhe wieder gen Stadt. Dort noch diverse schöne Ecken abklappern, und letztlich eine ruhige und angenehme Fahrt zurück nach Fürth. Da dann erneut der Adler, kennt man ja mittlerweile. Schon wieder ein Tag, der ein voller Erfolg war!

20100523

(28) Heute unternehmen wir mit Freunden eine Fahrt nach Würzburg, mit dem RE, da sie mit Bayernticket fahren. Vor unserem Zug kommt ein seltener Gast durch den Fürther Bahnhof gefahren, ein BOB auf dem Weg nach Neuenmarkt-Wirsberg zu den Dampflok-Tagen. Als dann endlich unser RE einfährt, ist der knackevoll, und wir stehen bis Würzburg – was für ein Mist :-(

In Würzburg ein herrlicher Tag, den wir zwischen Sehenswürdigkeiten (Residenz!!) und Gastronomie pendelnd verbringen. Für den Heimweg stellen wir uns am Bahnsteig bereits zur Einfahrt taktisch klug auf, um Sitzplätze zu bekommen. Die Strategie geht auf, die Heimfahrt nach Fürth verläuft deutlich bequemer als der Hinweg.

Zum Eintreffen in Fürth gleich noch der Klassiker, der Adler.

Allerdings sind wir bei Ankunft in Fürth noch nicht fertig, wir wollen nach Gosberg in’s Gleis 364, um da noch als Abschluß des Abends fein zu speisen. Der RE nach Forchheim ist genauso voll wie der morgendliche Zug nach Würzburg. Höh?! WTF?? Des Rätsels Lösung, Bergkirchweih in Erlangen :-( Also lassen wir den RE ziehen und nehmen wenige Minuten später (somit ohne Anschlußverlust) die RB, die erwartungsgemäß deutlich ruhiger ist. In Forchheim dann in die RB gen Ebermannstadt umsteigen, und in Gosberg direkt aus dem Zug in den Biergarten stolpern, so muß das sein!

Vor der Rückfahrt ein kleiner Eindruck der Abendstimmung

In Fürth angekommen (betrunkene Kirchweiheimgänger sind, äähm, anstrengend) ist unser Fazit, trotz der Anfangsschwierigkeiten ein gelungener Tag!

20100518

Die Rückfahrt aus Frankfurt beginnt pünktlich im ICE 627, bei deutlich weniger Besetzung als auf der Hinfahrt. Allerdings sammeln wir bereits bis Aschaffenburg durch Baustellenbummelei +10 ein…und so in der Art bleibt es auch. Macht aber nix, nach Fürth kommt man allemal.

20100517

Die Fahrt zur Sitzung des DB-Kundenbeirates in Frankfurt beginnt pünktlich im ICE 726 – aber das Ding ist knackevoll, und nur dank bahn.comfort bekomme ich noch einen Sitzplatz.

In Würzburg die wenig beruhigende Ansage, „wegen einer Wagentechnischen Untersuchung verzögert sich unsere Abfahrt“. Doch mit nur drei Minuten Verzögerung geht es dann weiter, als wäre nix gewesen. Hoffentlich hält die Kiste durch :-)

Ankunft pünktlich, Anfahrt zur Zentrale mit der S-Bahn problemlos…

In der Sitzung werden wir von Dr. Grube begrüßt, auch andere Vorstände sind anwesend, und es fällt angenehm auf, daß sehr offen und selbstkritisch über die Bahn gesprochen wird, und daß eigentlich all die Problemchen, die dem Kunden so im Bahnalltag begegnen, sehr wohl bekannt sind, und die Bemühungen um Beseitigung äußerst glaubhaft wirken.

20100516

(37) Die Heimfahrt im RE beginnt mit einem Stehplatz zu zehnt im Einstiegsbereich – das Ding ist rappelvoll :-( Auch die Zugbegleiterin empfindet das als Zumutung und entschuldigt sich, leider werde erst in Pegnitz eine weitere Einheit angehängt (BR 612). Wir ziehen den PDA zu Rate und entscheiden uns, in Hof die Kiste wieder zu verlassen und nach einem Kaffee-Aufenthalt hinten herum über Lichtenfels zu fahren.

In Hof wollen auch noch etliche Leute zusteigen, was natürlich unmöglich ist – und gleich kommt es wieder zu unkonstruktivem Gemaule einiger Idioten :-( Doch am Bahnsteig sehen wir in der Ferne, daß ein 612er ‚rauszieht und umsetzt – wir beschließen, uns taktisch klug aufzustellen, falls doch noch ein Fahrzeug angehängt wird. Tatsache, kurze Ansage, das Teil kommt angefahren, und die Türe kommt genau vor mir zum Stillstand! Wir hatten den richtigen Riecher! So können wir die Fahrt mit gut +20 und einem ordentlichen Sitzplatz fortsetzen…

Diese Verspätung halten wir auch bis Nürnberg, und als wir gerade noch so einen Anschlußzug nach Fürth erreichen ist dieser genauso voll wie der 612er in Plauen – wir kapitulieren vor der DB Regio, machen auf dem Fuße kehrt und nehmen die U-Bahn; hat auch den Vorteil, daß es überall Rolltreppen gibt und ich die Tasche nicht mehr treppauf und treppab schleppen muß :-)

20100515

(114) Der ICE 1509 wird in Berlin Gesundbrunnen bei herbstlichem Regenwetter mit in Fünfminutenschritten eskalierender Verspätung angezeigt – letztlich fahren wir dort mit +25 ab. Die Verspätung stört uns nicht besonders, da wir in Leipzig ohnehin einen etwas längeren Aufenthalt haben. Später fahren wir dann mit einem RE weiter nach Plauen.

Trotz pünktlicher Abfahrt sammelt der Buntlingszug mit ein wenig Schleicherei aus Leipzig heraus gleich einige Minuten Verspätung ein, und die bleiben uns auch bis Plauen erhalten.

20100513

(180) Heute bringt uns der ICE 1614 nach Berlin, bisher pünktlich und ruhig. Als Zubringer haben wir wieder den Nachtbus genutzt, leider fährt nix auf Schienen um die Zeit nach Nürnberg. In Berlin steht eine Sitzung in der Haupstadtrepräsentanz der Telekom an. Die Ankunft erfolgt überpünktlich, wir gehen noch auf ein Getränk in die lounge am Hauptbahnhof, und auch die Fahrt mit der S-Bahn zum Alexanderplatz klappt ohne gebrochene Räder oder versagende Bremsen :-)

Im Hotel bekommen wir ein Zimmer mit Blick auf Fernsehturm, Alexanderplatz und rotes Rathaus. Bestens!

Beim Erkunden der Umgebung stoßen wir dann am Bundesfinanzministerium auf eine Bahnbauszene aus der DDR.

20100501

Der BUS 1051 beginnt die Fahrt pünktlich in Nürnberg. Komfortabel schleichen wir auf der A6 gen Prag…fast wie Zugfahren, nur sehr langsam :-) Auch die Abfahrt ist ungewohnt, kein „Zurücktreten, die Türen schließen“, kein Pfiff, kein ZP9 – das Ding fährt halt einfach los, wenn die Zeit gekommen ist.

Als schwierig stellt sich die Fahrscheinkontrolle heraus. Dazu ist anzumerken, wir besitzen nur Fahrkarten Waidhaus (Gr) – Prag und Prag – Waidhaus (Gr), da den deutschen Teil ja unsere BC100 abdecken. Auf der Hinfahrt blättert die ZugBusbegeleiterin mehrfach durch unseren Stapel aus Fahrkarten und Reservierungen und linst auf die BC100, bis sie das alles erfaßt und die Fahrkarte sowie die Reservierung (!) knipst.

Trotz einer Kontrolle durch die deutsche Grenzpolizei erreichen wir Prag pünktlich, allerdings war die Fahrt auf der A6 stinklangweilig – Zugfahren ist halt doch schöner.

In Prag dann zuallererst am Bahnhof einige Eindrücke. Ein putziger Schienenbus, ein komischer Elefant und eine nicht so hübsche Diesellok mit Charakter. Außerdem hat der Prager Hauptbahnhof sogar eigene Gullydeckel. Den Tag verbringen wir mit Bier und Knödel und Becherovka, mit Kultur und einer Kaffeepause im Rudolfinum, und mit ein wenig Stadtbummel. Das Wetter ist herrlich, und die Berichte vom Dauerregen in Deutschland können wir nur belächeln.

Die Rückfahrt beginnt pünktlich im BUS 1066. Als es dann zur Fahrkartenkontrolle kommt, erleben wir Comedy pur. Zuerst wird unser Fahrschein gedreht und gewendet und mehrfach aufmerksam durchgelesen. Dann die Frage, „Sie fahren bis Waidhaus?“ – ich will eigentlich antworten, „Ja, klar“, aber man will ja nicht fies sein, also halte ich die BC100 deutlicher in den Sichtbereich und sage, „der deutsche Teil geht ja auf die“. Erhalte ich doch da, etwas unsicher, die Antwort, „Ja, dann wollen sie das bei mir kaufen?“. Sehr erstaunt entgegne ich, „den deutschen Teil deckt doch die BC100 ab!?“. Also wird nochmal ein wenig skeptisch alles beäugt, die Karte (Fahrkarte, nicht die BC100 :-) geknipst, und wir dürfen auch nach Waidhaus an Bord bleiben.

Beim nächsten Fahrgast erkennt die gute Frau dann nicht, daß er sein online-Ticket zwar mit Visa bezahlt hat, aber die Legitimation mit seiner BahnCard erfolgt. Dazu muß sie erst den Busfahrer befragen (!), aber offenbar kommt man dann gemeinsam zum Entschluß, daß das so seine Richtigkeit hat. Manu hält mich zum Glück davon ab, daß ich zu ihr sage, „Mädl, wir nehmen uns jetzt ein paar Bier mit ganz nach hinten, und dann erkläre ich Dir mal, wie das so funktioniert mit den Fahrkarten hier“ :-)

Einen Fahrgast weiter kommt es dann zu einer weiteren Steigerung des Schwierigkeitsgrades. Die Dame hat auch ein Ticket bis Waidhaus und dazu eine vorläufige BC100, die ja nur ein Papierlappen auf einem Standard-Fahrscheinformular ist. Der Dialog ist ähnlich dem bei unserer Kontrolle, bis endlich alles geklärt ist.

Zu solchem Amusement gehört auch ein Bierchen, was wir uns bei der guten Frau bestellen – und das klappt auch einwandfrei!

Es hat echt den Eindruck, als hätte das Personal in den Bussen keinerlei Produktschulung erhalten. Dabei ist die Variationsmöglichkeit in diesen Bussen doch gar nicht so hoch…

Letztlich kommen wir überpünktlich bei Regen wieder in Nürnberg an, und man kann sagen, der Tag war ein voller Erfolg.