Fies früh am Morgen müssen wir heute raus. Mit der U1 geht es nach Nürnberg, und von dort bringt uns ICE 822 pünktlich weg. Das halten wir bis Frankfurt durch, so ist der Umstieg zu ICE 316 kein Problem, auch wird dieser frühzeitig bereitgestellt. Los geht es ebenfalls pünktlich.
In Aachen haben wir bissl +, holen das aber bis kurz vor Brüssel beinahe wieder auf – um dann vor der Einfahrt minutenlang herumzustehen. Aber kein Problem, der Umstieg in Eurostar 9135 ist großzügig genug bemessen.
Das nervige Sicherheits- und Grenz-Prozedere läuft heute ohne Wartezeit und Diskussionen. Ticket an den Scanner halten, Gepäck und persönliche Habe durchs Röntgen, durch den Detektor gehen, Paß zum Verlassen der EU scannen, Paß zum Betreten des UK scannen, keine zehn Minuten, und wir sind durch.
EUR 9135 startet pünktlich gen Westen. Erstaunlicherweise ist heute relativ wenig los im Zug. Egal, läuft jedenfalls!
Die Fahrt ist ruhig und verläuft ohne Probleme; pünktlich kommen wir in London an und steigen aus dem eiskalten Zug in sommerliche 30 Grad aus, bääh. Das Hotel ist nur drei Ecken vom Bahnhof entfernt, das Zimmer ist schon bereit, die Klimaanlage läuft auch – prima, so können wir uns gleich häuslich einrichten, vor wir die erste Tour in die Stadt unternehmen.
Mit der U-Bahn fahren wir nach Westminster. Das U-Bahn-System ist ähnlich wie in Paris, bescheuerte Zugangssperren, und bei Umstiegen lange und wirre Gänge, in denen man sich verlaufen kann, allerdings alles ordentlich beschildert und bei aufmerksamem Hinsehen immer zielführend. Allerdings gibt es Linien mit klimatisierten Zügen, und Linien mit Sauna-Zügen :(
Der Big Ben ist natürlich das Erste, was man sieht, der Westminster Palace in seiner Ausdehnung ist ein beeindruckender Bau. Eine Erfrischung ist aber bei der Hitze nötig, und die Gastro ist hierzulande oftmals klimatisiert, so verbringen wir nach Manus Gargoyle-Jagd eine entspannte Stunde im The Two Chairmen.
Abendessen nehmen wir im Pub The Signal Box im Bahnhof Euston. Da sind wir bei unseren bisherigen Durchreisen durch London auch schon eingekehrt, das hat sich bewährt, und der Weg ins Bett ist nicht mehr weit.

