20260812

Fies früh am Morgen müssen wir heute raus. Mit der U1 geht es nach Nürnberg, und von dort bringt uns ICE 822 pünktlich weg. Das halten wir bis Frankfurt durch, so ist der Umstieg zu ICE 316 kein Problem, auch wird dieser frühzeitig bereitgestellt. Los geht es ebenfalls pünktlich.

In Aachen haben wir bissl +, holen das aber bis kurz vor Brüssel beinahe wieder auf – um dann vor der Einfahrt minutenlang herumzustehen. Aber kein Problem, der Umstieg in Eurostar 9135 ist großzügig genug bemessen.

Das nervige Sicherheits- und Grenz-Prozedere läuft heute ohne Wartezeit und Diskussionen. Ticket an den Scanner halten, Gepäck und persönliche Habe durchs Röntgen, durch den Detektor gehen, Paß zum Verlassen der EU scannen, Paß zum Betreten des UK scannen, keine zehn Minuten, und wir sind durch.

EUR 9135 startet pünktlich gen Westen. Erstaunlicherweise ist heute relativ wenig los im Zug. Egal, läuft jedenfalls!

Die Fahrt ist ruhig und verläuft ohne Probleme; pünktlich kommen wir in London an und steigen aus dem eiskalten Zug in sommerliche 30 Grad aus, bääh. Das Hotel ist nur drei Ecken vom Bahnhof entfernt, das Zimmer ist schon bereit, die Klimaanlage läuft auch – prima, so können wir uns gleich häuslich einrichten, vor wir die erste Tour in die Stadt unternehmen.

Mit der U-Bahn fahren wir nach Westminster. Das U-Bahn-System ist ähnlich wie in Paris, bescheuerte Zugangssperren, und bei Umstiegen lange und wirre Gänge, in denen man sich verlaufen kann, jedoch alles ordentlich beschildert und bei aufmerksamem Hinsehen immer zielführend. Allerdings gibt es Linien mit klimatisierten Zügen, und Linien mit Sauna-Zügen :(

Der Big Ben ist natürlich das Erste, was man sieht, der Westminster Palace in seiner Ausdehnung ist ein beeindruckender Bau. Eine Erfrischung ist aber bei der Hitze nötig, und die Gastro ist hierzulande oftmals klimatisiert, so verbringen wir nach Manus Gargoyle-Jagd eine entspannte Stunde im The Two Chairmen.

Abendessen nehmen wir im Pub The Signal Box im Bahnhof Euston. Da sind wir bei unseren bisherigen Durchreisen durch London auch schon eingekehrt, das hat sich bewährt, und der Weg ins Bett ist nicht mehr weit.

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In Frankfurt starten wir morgens mit ICE 316. Los kommen wir pünktlich, sammeln unterwegs Minuten ein wegen einer Weichenstörung, und die Fahrtstrecke verläuft ab Köln heute etwas ungewöhnlich, aufgrund einer Baustelle. Auch dauert die Fahrt schon nach Plan deutlich länger als gewöhnlich.

Zunächst fahren wir von Köln nach Rheydt, immer behindert vom Nahverkehr auf dieser Strecke, die sonst wohl eher nicht an all die ICE-Züge gewohnt ist. In Rheydt warten wir recht lang auf Einfahrt, um dann am Bahnsteig die Fahrtrichtung zu wechseln.

Weiter geht es nach Aachen, auch hier wieder eher langsam und stockend, man merkt dem Tf an, daß er genervt ist, er fährt eher straff und beschleunigt und bremst, was Karre und Strecke hergeben. Vor Aachen werden wir schon von den niederländischen Mobilfunknetzen per SMS begrüßt. Auch in Aachen machen wir wieder Kopf, unsere Abfahrt verzögert sich wieder um einige Minuten.

Schnell erreichen wir Belgien, wo wir endlich km fressen auf der Schnellfahrstrecke, der Tf fährt auch durchaus sportlich. So kommen wir in Brüssel schließlich noch mit +20 an. Der Bahnhof ist eher ein chaotisch anmutender Bau, doch wir finden raus, ein paar Schritte nach rechts, und im gleichen Gebäudekomplex ist schon unser Hotel.

Das Zimmer ist bereits fertig, sehr gut, das Atomium sehen wir sogar vom Fenster aus, ebenso haben wir einen guten Blick auf die Gleise direkt vor dem Bahnhof.

Für die Anfahrt zur ersten zu besuchenden Kirche irren wir lang im Bahnhof umher, um zunächst eine RFID-Fahrkarte für den ÖPNV zu erwerben und dann zu finden, wo unser Gefährt abzufahren gedenkt, die Beschliderung ist lückenhaft und teils schlichtweg irreführend falsch. Irgendwann erkennen wir, die Buchstaben vor der Liniennummer stehen für Bus, Tram, Metro, das schränkt den Suchbereich ein, und wir finden den passenden Bus.

Für die zwei besuchten Kirchen werde ich hier bald noch zu Manu verlinken, vorab schon mal ein Kirchenrabe.

Notre Dame du Sablon, Église Notre-Dame de la Chapelle von innen und außen!

Natürlich bekommt man auch Durst, das Bier ist erstaunlich süffig und hopfig und gar nicht malzig, doch die unerwartete Wirkung bemerkt man erst leicht verzögert – das Teufelszeug hat 8.5%!