20181210

Danke, liebe Gewerkschaft, daß ihr euren Arbeitgeber mit denen als Pfand erpreßt, die weder etwas dafür können noch eine Alternative haben. Danke, daß ihr wackligen Arbeitsplätzen hiermit vielleicht noch den letzten Schubs gebt. Danke, daß ihr wieder nachhaltig Pendler von der Bahn zum Auto bringt.

Unfaßbar. An einem Montagmorgen zur besten Pendlerzeit kurz vor Weihnachten so ein Brett – das nennen die Warnstreik?! Gehts noch? Wie kann ich mal einen Fahrdienstleiter erpressen, daß er mir meinen halben Urlaubstag zurückgibt, den ich wegen diesem Scheiß vergeudet habe? Sogar aus Reihen der Bahnmitarbeiter hört man erste verhaltene Kritik, ob das wirklich so hätte sein müssen.

Jedenfalls fuhr der erste Zug nach Forchheim heute um 10:30, wir waren also erst mittags in der Firma. Ganz dolle Wurst.

20150422

Pünktlich zum Jahrestag unserer BC100 nervt die GDL mal wieder mit einem ihrer unsäglichen Streiks :( Die Hinfahrt läßt sich durch 25 Minuten vorgezogene Abfahrt klären, daher scheinen die Auswirkungen dieses Mal wieder überschaubar auszufallen.

20090129

Da sagt einem die Bahn via Medien, man solle im Internet nachsehen, wie sich der Streik auswirkt. Also vor dem Abmarsch das ausdrücklich empfohlene RIS aufgerufen, alles im grünen Bereich, der Zug steht als pünktlich drin. Am Bahnhof angekommen dann nach wenigen Minuten die Ansage, der Zug sei streikbedingt unbestimmt verspätet, “bitte begeben Sie sich in die Bahnhofshalle”. Höh?! Die Anzeigetafel springt dann auch schon mal vorsichtshalber auf +25 um, und es folgt eine Ansage, die etwas von 45 Minuten erzählt. Nach kurzer Ratlosigkeit beschließen wir, wieder heimzulaufen und das Auto zu nehmen.

Danke, liebe Bahn, daß die Informationen so zuverlässig und zeitnah fließen.

Danke, liebe Gewerkschaften, daß ihr den Arbeitskampf auf dem Rücken eurer arbeitenden Genossen (jaja, ich weiß) austragt, die deswegen zu spät kommen, womöglich Ärger in der Arbeitsstelle bekommen oder finanzielle Einbußen haben.

Danke, daß wir ein paar Liter Sprit für die Katz’ als Ruß, NOx, CO2 und sonstwas durchgeblasen haben (obschon wir einen Fahrschein besitzen), und dafür, daß ich keine Gelegenheit hatte, die mitgenommene Zeitschrift zu lesen.