20260704

Von Koblenz fahren wir mit einen bunten Zug bis Remagen. Ab da leider Bus-SEV ins Ahrtal. Bad Neuenahr ist das Ziel, wo wir den ehemaligen Regierungsbunker besichtigen wollen. Die Fahrt klappt, und für die letzte Meile den Berg hoch gönnen wir uns ein Taxi.

Es ist noch genug Zeit vor der Führung, und vor Ort hat es praktischerweise eine kleine Museumsgastro, so trinken wir erst mal ein Gläschen Wein.

Anekdote am Rande, im Rahmen von Protesten gegen die Anlage hat sich Joseph Beuys auf einem Schild verewigt, kommentiert vom damaligen Leiter der Anlage.

Jedenfalls sehen wir nun eindrucksvoll, welcher Aufwand getrieben wurde, um die Regierung für 30 Tage nach einem Atomschlag arbeitsfähig zu halten. Der Plan der Anlage zeigt, mehrere Kilometer Ausdehnung in der Länge, noch viel mehr Kilometer an Gängen. Bad, Klo, Kontrollraum, Kommunikationstechnik, Krankenstation, ausgedehnte Lüftungsgänge, ein Fernsehstudio zur Produktion von Informationssendungen an „die da draußen“, eine Telephonzelle, um die Lieben da draußen anrufen zu können, die Lagekarte und viele taktische Zeichen, all die Dinge, die man eben zu brauchen meinte. Das Bett für den Kanzler wirkte nur bedingt gemütlich, aber das war ja auch nicht notwendig.

Natürlich war das Ding nie in Betrieb, aber es gab regelmäßig Übungen. Spannend auch, daß viele Informationen zu den Übungen auf dem regulären Weg nicht zu bekommen waren, wegen der Geheimhaltung. Doch dann kam jemand auf die Idee, schauen wir doch mal im Archiv der StaSi-Unterlagen nach. Und richtig, die andere Seite war natürlich informiert, so waren die meisten relevanten Informationen auf diesem Umweg zu bekommen, Geheimhaltung hin oder her. Diese Schautafeln rühren daher.

Übrigens wurde der Bunker bis auf den Museumsbereich entkernt und rückgebaut. Nun könnte man denken, warum der Aufwand, einfach lassen wie es ist, und gut. Doch viele der verbauten Materialien gelten heute als schädlich, wie zum Beispiel Asbest. Man wollte natürlich vermeiden, daß das Zeug irgendwann unkontrolliert freigesetzt wird. Der Blick in die nackt wirkende Röhre am Ende der Ausstellung belegt den teuren, verantwortungsbewußten Rückbau.

Nach der informativen und kurzweiligen Tour spazieren wir wieder in den Ort runter, kehren noch kurz ein, bis der Bus kommt, und zurück nach Koblenz geht es auch wieder mit dem Umstieg in den bunten Regionalverkehr in Remagen.

Zurück in Koblenz noch Abendessen in der Innenstadt, vor wir dann im Hotel auflaufen und noch über die Bar müssen.

20260703

ICE 26 nach Koblenz steht zeitig bereit – doch die Klimaanlage läuft nicht und erholt sich auch nicht im weiteren Verlauf der Fahrt.

So trödeln wir uns durch die Lande, fahren wegen Streckensperrung rechtsrheinisch und kommen letztlich mit +40 in Koblenz an. Nun ja, wir essen im Zug was, Taxi zum Hotel – paßt.

20250210

Zurück nach Frankfurt geht es heute nur regional, irgendwelches Baustellengedöns sorgt wieder für blöde Verbindungen. Dort verbringen wir ein wenig Zeit in der Lounge, vor wir ICE 623 entern. Doch schon vor der Abfahrt heißt es, dieser würde nur bis Würzburg fahren, dort enden, und es gehe mit einem Ersatz-ICE 2831 weiter. Wir fragen uns schon, was das soll, aber da fällt uns ein, das hatten wir schon mal, und in Wirklichkeit wurde nur die Zugnunmer geändert, und man konnte sitzenbeiben. So wird es auch dieses Mal wieder angesagt. Warum kann man das nicht in den Auskunft-System abbilden? Der Wenigfahrer ist durch sowas doch maximal verunsichert!

Grund für den Stunt ist, daß der flügelnde ICE 1223 in Würzburg massiv zu spät ist. Deshalb will man unseren Zug nicht warten lassen, aber er benötigt einen neuen Fahrplan und eine neue Zugnummer, um alleine weiterfahren zu können. Das ist den IT-System zur Fahrgastinformation offenbar zu hoch, unglaublich.

Dies klappt auch alles, so kommen wir wieder bestens heim.

20250209

Von Koblenz fahren mit einem Regionalzug bis Brohl. Dort steigen wir um in die Brohltalbahn, eine Museumsbahn mit einer herrlichen Diesellok!

So haben wir eine beschauliche Fahrt bis Oberzissen. Das Umsetzen der Lok durch ein an sich zugesandetes Gleis wirkt abenteuerlich, aber die Lok fräst sich mit dem Spurkranz schon ihre Rille durch :) Wir wandern ein Stück bis zu einer Hütte, bei der wir Brotzeit bekommen.

So gestärkt wandern wir vorbei an einem schönen See auf einem anderen Weg wieder runter in den Ort, finden da noch eine Einkehr, vor es wieder zurück geht.

Eine nette Fahrt war das, zurück nach Koblenz geht es auch wieder mit einem Regionalzug, und das gemeinsame Abendessen gehört natürlich auch dazu.