20241229

Die heutige Tour wird länger.

Los geht es in Fürth mit IC 495 bis Nürnberg, wo wir umsteigen in ICE 1022. Irgendwie geht es heute nach Köln nur über die Rheinstrecke, also eben die lange Tour durchs schöne Rheintal.

In Köln angekommen geht es weiter mit ICE 128, der uns bis Utrecht bringen soll. Zunächst funktioniert das auch. Mehrmals wird unterwegs vor Gepäckdieben gewarnt, und ein Stück vor Utrecht dann die Ansage, die Diebe seien leider aktiv geworden, so werde es in Utrecht zu Verzögerungen durch den Polizeieinsatz kommen.

Bei Einfahrt machen wir uns also ausstiegsfertig, stehen bereit – doch die Türen bleiben zu. Bei der Warterei fällt schon ein auffällig-unauffälliger Typ auf, der sich zweimal an uns Wartenden vorbeidrängelt und dabei telephonierend etwas nervös zum Fenster rausschaut, vor er sich dann zwei Reihen hinter uns setzt.

Kurz darauf taucht Polizei auf, und ein junger Beamter baut sich hinter dem Typen auf. Ich suche den Blickkontakt zu dem Polizisten und versuche, auf den Typen aufmerksam zu machen, der Polizist grinst und nickt. OK, sehr gut, das geht wohl seinen Gang.

Endlich dürfen wir raus, mit einer halben Stunde Verzögerung, und der seltsame Typ wird am Bahnsteig gleich von einer Gruppe Beamten abgefischt. Läuft :)

Unser Anschluß ist zwar weg, aber nach Rotterdam fährt andauernd was, so nehmen wir einfach den nächsten Zug.

Vorbei an Gouda erreichen wir nun ohne weitere Schwierigkeiten Rotterdam. Das Wetter ist eher bescheiden, ein Blick auf den Bahnhof, und wir finden eine gemütliche Bar, in der wir Bier und Bitterballen genießen. Nur die Bierpreise sind kein Genuß, aber das war vorab klar.

Nun aber zum Bus-Halt, wo wir den Shuttle-Bus zum Schiff nehmen. Schiff?! Richtig, wir machen einen Tagestrip auf die Insel, beginnend mit der Anfahrt über Nacht bis Hull.

Der Check-In läuft erfrischend unaufgeregt, so kommen wir schneller als gedacht in unsere Kabine. Den Tisch fürs Abendessen können wir auch gleich klarmachen.

Nach einem prima Abendessen bei hervorragendem Service lassen wir uns dann endlich in den Schlaf schaukeln.

20240626

Huch, schon wieder ein Jahr um, und schon wieder ist die AFCEA-Messe in Bonn. ICE 1022 steht pünktlich bereit, kommt aber erst mit +25 weg, weil der Lokführer noch fehlte. Auf der Fahrt bauen wir noch auf, so landen wir mit +40 in Bonn. Mit einem Regionalzug noch einen Halt weiter, und endlich bin ich da.

Die Messe war wieder klein, aber extrem fein, ich treffe Kollegen und Geschäftspartner, war also sehr ergiebig, und so kann ich schon am Nachmittag der Hitze entfliehen mit einem Regionalzug bis Köln, und dort weiter mit ICE 721. Auch der kommt erst mit +40 daher, vor Frankfurt müssen wir auch warten, bis wir reindürfen. Zieht sich also.

Doch so richtig blöd wird es erst noch. Kurz vor Einfahrt Aschaffenburg kommen wir zum Stillstand, während wir auf ein derbes Gewitterschauspiel am Himmel blicken – Stellwerksstörung :( Nach einiger Zeit fahren wir im Schneckentempo an den Bahnsteig, die Türen werden aufgemacht, und wir stehen da. Stundenlang. Das Stellwerk hat durch einen Blitztreffer im kernigen Gewitter gelitten und mag nicht mehr arbeiten. Gegen 20 Uhr erfahren wir, es würden gegen 21 Uhr Ersatzbusse kommen – und uns zurück nach Hanau bringen! Was will man da, wenn der Zug gen Osten fährt? Nach Würzburg braucht es Busse!

Schnell entsteht eine kleine fünfköpfige Notgemeinschaft, welche mit allen verfügbaren Mobiltelephonen versucht, ein Taxi zu organisieren. Dies gelingt tatsächlich, nach 15 Minuten kommt der Wagen, und wir starten gen Würzburg. Regulärer Preis wären ca. 200 EUR, wir können einen Festpreis von 170 EUR bekommen, geteilt durch fünf ist das schon OK so.

So kommen wir um 21 Uhr in Würzburg an und erwischen gerade noch so ICE 927. Dreie aus der Notgemeinschaft finden sich noch in der Bordkneipe, so trinken wir noch ein paar Bierchen und haben eine nette Stunde zusammen.

Gegen zehn in Nürnberg, gerade noch so in die S1 gehüpft, endlich wieder daheim!

20220911

Leider trennen sich heute in Bonn unsere Wege, Manu fährt heim und nimmt auch mein Bahn-Glück mit, der Rest des Tages entwickelt sich für mich zu einem Bahn-Fiasko vom Feinsten :(

Los geht es damit, daß IC 2216 nach eskalierenden Verspätungsangaben letztlich verendet und nicht nach Bonn kommt. Meine Alternative RE5 nach Köln kommt an, ich steige zu – und die Fuhre verreckt am Bahnsteig und weigert sich, weiterzufahren. So disponiere ich erneut um und fasse ICE 1022 ins Auge, der mit +100 daherkommt und mich nach Köln bringen soll. Dies klappt auch halbwegs, ich bin frohen Mutes, doch bei der Einfahrt in Köln trödeln wir so, daß mein angedachter Anschluß ICE 859 eng wird. Mit Rennen quer duch den Bahnhof erwische ich gerade noch so eben den Zug und krepiere danach erst mal beinahe, nach Aufsetzen der sch#*#-Maske.

Nun könnte sich ja alles zum Guten wenden, doch in Hamm vertrödeln wir 30 Minuten wegen Wartens auf den anderen Zugteil. In Hannover wechsle ich zu ICE 880 bis Uelzen und muß auf der Fahrt leider erfahren, die letzte Meile ins kleine Städtchen ist ungewiß, da die Züge wegen erkrankter Lokführer ausfallen und auch kein Ersatzverkehr angedacht ist.

So wird es halt ein Taxi, zum Glück hat ein anderer Fahrgast die gleiche Fahrstrecke, und geteiltes Leid sind auch geteilte Kosten.

Was für eine Anreise :( Ich bin nicht mal so sehr arg später am Ziel als angedacht, aber die Fahrt war ziemlich fordernd, unter permanenter Beobachtung der Lage, und immerwährendem Umdisponieren. Was macht da jemand, der sich einfach nur reinsetzt, und dem dann die ganze Reise unter’m Hintern zerbröselt ohne proaktive Informationen zu Alternativen?!

Ach ja, Manu fährt mit ICE 27 ganz problemlos nach Nürnberg, ohne irgendwelche Schwierigkeiten. Wenigstens da hat alles geklappt.