Heute erkunden wir ein wenig Sheffield. Gleich beim Hotel ist die Millennium Gallery, mit einigen kleinen, aber feinen Ausstellungen. So ist Sheffield eine Stadt der Metallbearbeitung und weithin berühmt für Besteck. Passend dazu gibt es hier eine tolle Ausstellung. Nur ein paar Beispiele, ein Tee-Set, tierisches Besteck, eine Installation mit einem Bowle-Pott, umgeben von kleinen Panzersperren, ein eleganter Flachmann in Buch-Form, und schöne Trinkgefäße. In einer anderen Sammlung noch der Industrie- und Bahnbezug. Direkt daneben ist der Sheffield Winter Garden, quasi ein Gewächshaus, schön bepflanzt, und mit Gastro. Einfach ein schöner Platz zum sich Aufhalten ohne Komsumzwang, und nicht komplett durchkommerzialisiert. Sowas sollte es öfters in Städten haben!
Danach spazieren wir ein wenig durch die Innenstadt, noch spontan eine Kirche am Wegesrand, vor wir uns der Kathedrale widmen. Der altehrwürdige Bau hat eine moderne Erweiterung mit schönem Lichtspiel in der Decke. Schädels und Gargoyles finden wir auch, mehr dazu bei Manu! Und direkt daneben noch ein weiterer schöner Bau, Parade Chambers.
Nun erstmal eine Bierpause im The Old Shoe. Faszinierend die Zahl der Biere vom Faß, die Wand mit Zapfhähnen ist krass. Eher ein moderner, schlichter Pub, nicht klassisch, aber definitiv auch mit Charme. Und bei unserem Hrumschlendern in der Stadt macht Manu noch ein paar spontane Fänge, so am Rande.
Nun aber ab in die Straßenbahn, die bringt uns raus zum Kelham Island Museum, einem schönen Industriemuseum. Auf dem Weg von der Haltestelle zum Museum noch dieses interessante Haus aus See-Containern gebaut. Alles rund um die Stahlherstellung, vor dem Eingang gleich die Bessemerbirne, welche die Stahlherstellung wohl revolutionierte. Bahntechnik wurde hier produziert, Medizinprodukte, ein Gasmotor in Bewegung ist ausgestellt, eine per Transmission angetriebene Werkstatt in Aktion, und auch Wehrtechnik ist zu sehen. Die Granate in Hochglanz ist wohl ein Demonstrationsobjekt, und diese Bombe ist hoffentlich auch leer. Leider schließt das Museum schon um 16 Uhr, nicht um 17 Uhr wie im Reiseführer beschrieben, also müssen wir vorzeitig abbrechen. Eventuell kommen wir aber in einer Woche wieder.
Den Abend beschließen wir wieder im Hotel, nicht zuletzt, um die blogs zu befüllen.

