20260801

Noch 214 008 mit 214 010 vor einem Schienenzug fürs Auge, und ICE 728 startet pünktlich in Nürnberg. Bis Frankfurt bleiben wir an Bord.

In Frankfurt sind wir fast pünktlich, aber die angedachte Verbindung via Offenburg ist so verspätet, daß der Anschluß dort nach Straßburg nicht erreicht wird und damit die Wartezeit dort beinahe zwei Stunden betrüge. Also disponieren wir um und peilen ICE 9590 an, der uns ohne Umstieg zum Ziel bringen soll. Kurzer Happen in der DB Lounge, und wir sehen, der Zug wird auch früh bereitgestellt, so finden wir problemlos Platz in der Kneipe.

Doch zu früh gefreut, kurz vor der Abfahrt wird der Zug geräumt – wegen technischer Probleme sei der Zug nicht fahrbereit. Entfällt ersatzlos :( Also geghen wir zur Beratschlagung nochmals in die DB Lounge. Durchspielen aller Möglichkeiten ergibt wenig Auswahl, der Plan ist, Mannheim, Baden-Baden, und ab da regional bis ans Ziel. Als wir die Lounge verlassen geht die Schlange vor Reisezentrum udn Info-Point schon durch den halben Hauptbahnhof. Bringt aber halt auch nix, sich da anzustellen, der Folgezug ist eh schon ausgebucht, das ist zu dieser Hauptreisezeit (Urlaubszeit!) einfach eine Scheißsituation.

Letztlich entern wir ICE 575, aber während der Fahrt eskaliert die Verspätung des Folgezuges derart, daß Baden-Baden platzt. Also geht es ab Mannheim mit dem ICE 903 „Schwarzwald“ nach Offenburg, wo mit viel Glück ein einminütiger Umstieg klappen könnte, so würden wir eine Stunde früher ankommen. Funktioniert dies nicht, kommen wir so an wie es mit dem geplatzten Umstieg einen Takt später ab Baden-Baden gelaufen wäre. Es bleibt spannend.

Dieser Plan klappt nicht, also haben wir in Offenburg etwas länger Aufenthalt und fragen uns, was es mit dem Dienstverrichtungsraum so auf sich hat. Pünktlich starten wir dann, seltsamerweise in einer Dreifachtraktion BR 650 – dieseln unter Draht. Nun denkt man, da kann nix mehr schiefgehen, doch das Ding ist überfüllt, und durch Türstörungen dauert jeder Zwischenhalt ewig, so haben wir in Straßburg +20. Unterm Strich sind dies jedoch +200, gegenüber der ursprünglichen Reiseplanung. Gerade noch so huschen wir über den Bahnhofsvorplatz, check-in fürs Zimmer, Gepäck hochschaffen, und zurück zum Bahnhof, in den Regionalzug nach Rouffach.

Schön klimatisiert ist er, pünktlich auch, so kommen wir problemlos nach Rouffach, wo wir wieder in die Gluthitze ausgeworfen werden. Ziel ist die dortige Kirche, mit vielen Objekten für Manus blog.

Zurück zum Bahnhof, wo wieder pünktlich der Zug nach Straßburg daherkommt. Unterwegs in Sélestat sehen wir noch diese lustige Lok auf echten Gleisen.

Was für ein bekloppter Tag! Das Abendessen in einem Gastgarten am Wasser unter einer uralten Platane haben wir uns mehr als verdient! Das obligate Bier an der Hotelbar nehmen wir mit hoch aufs Zimmer – da hat es im Gegensatz zur Bar eine Klimaanlage.