Eigentlich kommt man ja zum Porzellanikon in Selb aus Plauen super mit der Bahn – aber die Verbindungen sind aktuell mies in Sachen Umstiegszeiten. So sind wir froh, daß unsere Freunde ausnahmsweise mit’m Auto da sind. Also fahren wir elektrisch nach Selb.
Das Museum hat heute sogar ein Fest, mit Musik und Freßbuden und allem, so haben wir also einen prima Tag in der spannenden Ausstellung mit interessanten Vorführungen aus dem Kontext der Porzellanherstellung. Und auch eine Führung zu einem spielerisch zu lösenden Museumskrimi mit Porzellanbezug war sehr kurzweilig und unterhaltsam.
Nur, was leider nicht mehr existiert, das ist die hervorragende Ausstellung zur technischen Keramik :( Angeblich habe die die Besucher überfordert und sei zu speziell gewesen. Sehe ich anders, in meinem Verständnis hat ein Museum zu fordern und auch mal wohldosiert zu überfordern – nur so lernt man was Neues, nimmt für sich was mit an Wissen und Erkenntnis. Doch die Banalisierung des Alltags macht auch vor Museen nicht halt, und erstklassige Sammlungen und Ausstellungen werden gnadenlos gefleddert. Hauptsache, bunt und interaktiv, und möglichst niedrig im Niveau.
Nun ja, umsonst war der Besuch dennoch nicht, und das Museum ist nach wie vor den Beusch wert – erst recht, wenn man den vorherigen Zustand nicht kennt :)
Zurück nach Plauen kommen wir auch problemlos, und den Abend beschließen wir beim gemeinsamen Abendessen im Matsch.

