20091230

(39) Unsere Fahrt nach Plauen beginnt im brechend vollen IRE ab Nürnberg bereits mit +5, und obwohl wir in Marktredwitz nicht mehr halten (irgendwie wurde hier mit Fahrplanwechsel einiges geändert), stehen wir da dennoch ein paar Minuten herum. Letztlich kommen wir mit +5 in Plauen an.

20091228

(248) Halle an der Saale ist das Ziel der heutigen Reise, mit Umstieg in Naumburg, der ICE 1514 fährt pünktlich in Nürnberg ab, auch Sitzplätze gibt es genug.

Offenbar ist heute ein tierischer Tag – zuerst sahen wir am Bahnsteig in Nürnberg unbeirrt eine kleine, graue Maus zwischen Reisenden und Gepäck umherhuschen. Da bekommt die Ansage „Sicherheitshinweis – bitte achten Sie auf Ihr Gepäck…“ gleich eine besondere Qualität – „…es könnte von Mäusen angeknabbert werden!“. Im Zug dann dieser kleine Schwarzfahrer

In Naumburg klappt der Umstieg in IC 2353 reibungslos, und wir kommen pünktlich in Halle an.

Das Schokoladenmuseum hat natürlich auch einen kleinen Bahnbezug zu bieten, und diese Dame hier ist im wahrsten Sinne zum Anbeißen, ist sie doch nur mit einem Hauch von Schokolade bekleidet :-)

Für die Rückfahrt nehmen wir die S-Bahn nach Leipzig, und nach einem kleinen Aufenthalt dort geht es mit dem ICE 1613 fast pünktlich ab gen Heimat. Witzig, daß es der selbe Zug (Ilmenau, schon das vierte Mal in einer Woche!) wie auf der Hinfahrt ist, und auch der kleine Schwarzfahrer im Klo ist immer noch da.

In Erlangen dann umsteigen in die RB, pünktlich nach Fürth – Reise gelungen!

20091223

(360) Die DB hat sich entschlossen, wegen witterungsbedingt höherem Wartungsaufwand (haben die Dinger noch nie einen Winter erlebt?!) zwischen München und Berlin vom 23.12 bis zum 27.12. jeden zweiten ICE ausfallen zu lassen. Natürlich passiert das genau dann, wenn wir nach Berlin wollen, und natürlich sind die versprochenen Informationen zu Ersatzzügen derzeit nur bedingt unter der publizierten Internet-Adresse www.bahn.de/aktuell zu finden, von der online-Fahrplanauskunft ganz zu schweigen.

Unser ICE 1614 für die Hinfahrt fährt jedenfalls pünktlich in Nürnberg ab, und der angedrohte geänderte Zuglauf besteht lediglich in einem zusätzlichen Halt in Naumburg. Die Fahrt verläuft ruhig, und außer der paar Minuten Verspätung wegen inaktiver Neigetechnik und Wartens auf Anschlußreisende in Leipzig kommen wir problemlos nach Berlin. Durch die schöne, weiße Winterlandschaft ist es auch nicht so trist wie vor einem Jahr, siehe dazu den damaligen Bericht.

Die Ankunft ist überpünktlich, die Verspätung aufgeholt, und wir fahren mit der S-Bahn bis Friedrichstraße; von dort dann zu Fuß in’s Pergamon-Museum. Der Andrang dort ist nicht allzu groß heute, und endlich einmal Zugang zur ständigen Ausstellung, unverbaut durch irgendwelche Sonderausstellungen.

Für die Rückfahrt fahren wir mit der S-Bahn bis Berlin Gesundbrunnen, um die Chance auf Sitzplätze zu erhöhen. Dennoch müssen wir den BahnComfort-Joker ziehen :-) Die Bereitstellung des ICE 1615 erfolgt bereits verspätet, weswegen wir mit +15 loskommen. In Berlin Hauptbahnhof füllt sich dann der Zug komplett, sogar die Vorräume sind gerammelt voll. Offenbar sammeln sich hier auch noch die Fahrgäste anderer verspäteter Züge (ein IC war mit +90 angesagt!), dazu dann noch die Zugausfälle – alles etwas unschön.

Während wir nun also unsere Verspätung noch ein wenig auf aktuell +30 ausbauen, bewundern wir das Bordrestaurant – dieser Leuchtschrift nach haben die da eine wahrlich umfangreiche Speisekarte!

Aufgrund der Verspätung von weiterhin gut +30 entschließen wir uns spontan, in Erlangen auszusteigen, da die RB nach Fürth zu nehmen und noch ein paar Minuten früher daheim zu sein. Leider kam diese RB dann auch mit +10 daher, aber egal, letztlich sind wir daheim angekommen, und allemal entspannter, als es bei solch einer Monstertour mit dem PKW gewesen wäre.

20091221

Nein, ich halte meinen Fahrplan nicht ein! Das kann man von einer armen 146er nicht erwarten, daß ich einfach so über eklige Schneeflocken auf dem Gleis hinwegfahre. Und überhaupt, diese Schweinekälte! Soll das selbstverladende Stückgut doch schauen, wo es bleibt. +10, die sollen sich nicht so haben. Ich bin heute bockig!

20091220

Bahnhofsgastronomie der etwas anderen Art gibt es in Nürnberg! Wer der grellen, lauten Hektik eines Hauptbahnhofes entgehen mag, der kann eintauchen in die gedämpfte Atmosphäre des INDABAHN, wo wir mit unseren Wochenendgästen gleich zweimal dem Trubel des Nürnberger Weihnachtswahnsinns entfleucht sind. So läßt sich das aushalten! Der Service ist unaufdringlich, die Beleuchtung dezent, die Musik plätschert unauffällig dahin, und das Essen hat geschmeckt.

Wer von früher noch den Blauen Adler kennt, genau da ist jetzt das INDABAHN.

20091218

Winterliches EBS-Bähnle – so gefällt mir das.

Und was ich gestern für den Aufbau weiterer Zugzielanzeiger in Forchheim gehalten habe, das entpuppte sich als neue Bahnhofsuhr. An sich eine sinnige Einrichtung, doch nun hängen am einen Ende die Anzeiger, am anderen Ende die Uhr, und laut Murphy ist natürlich genau das, wofür man sich im Moment interessiert, zu weit weg, um abgelesen werden zu können. Das hätte man besser machen können, Anzeiger an jedes Ende, und eine Uhr in die Mitte – war aber im Etat wohl nicht mehr drin :-( Für mehr als die absolute Minimalausstattung reicht es offenbar nicht.

20091217

Erzählt mir heute doch ein Bekannter leicht grummelnd, daß er auf den ADAC warte, weil seine Handbremse eingefroren sei. Und schuld daran sei die Bahn. Jawoll.

Natürlich habe ich erstaunt nachgehakt, wegen dieser ominösen Bahnbeteiligung am Geschehen, worauf er mir mitteilte, daß er am geschlossenen Bahnübergang der Kälte wegen nicht den Motor abgestellt, sondern die Handbremse angezogen hat. Selbige entschloß sich dann, in diesem Zustand ungeachtet der Handbremshebelstellung zu verbleiben. Damit hatte ich dann endlich den längst überfälligen Lacher des Tages. Danke!

20091214

Neue Besen kehren gut – solle man meinen. Doch der neue Fahrplan, obschon er verspricht, unser Zug würde eine Minute früher fahren als zuvor, sorgt dafür, daß unser Zug heute zwei Minuten später fährt als zuvor, was nach aktuellem Fahrplan +3 bedeutet. Tststs!

20091212

(184) Ab nach Jena! Der ICE 1610 fährt beinahe pünktlich los, und wir ergattern mit unseren beiden Ferrero-Mitfahrern eine Tischsitzgruppe.

In Jena beginnen wir erst mal mit einer Runde über den Weihnachtsmarkt, Bratwurst, Glühwein, das übliche Programm. Eine kleine Bahn darf auch nicht fehlen! Mitten im Einkaufszentrum (das an historischer Stelle steht!) stößt man dann auf einen Planetariumsprojektor vor einer interessanten Dachkonstruktion.

Die Rückfahrt mit ICE 1613 beginnen wir mit +8. Wieder viel Platz, wie auf der Hinfahrt… Bis Nürnberg ist die Verspätung aufgeholt, auch war die Fahrt angenehm – hat mal wieder alles bestens geklappt!

20091206

(89) Heute geht die Fahrt nach Bad Wimpfen, wo auch immer das ist :-) Bis Würzburg verläuft die Fahrt ruhig und pünktlich, auch der RE in Richtung Stuttgart steht bereit und ist angenehm leer. Dieser Anschluß-RE bis Bad Friedrichshall-Jagstfeld ist nur ein Buntlingszug, aber im Steuerwagen recht komfortabel. Bis Bad Wimpfen dieselt uns dann eine 218 mit Buntlingen „unter Draht“.

In Würzburg erspähe ich diesen rot-gelben Unterrichtswagen – wir mußten ja noch zur Schule gehen, die kam nicht auf Bahngleisne zu uns gefahren…

Der Weihnachtsmarkt in Bad Wimpfen fügt sich schön in das historische Stadtbild ein und ist definitiv eine Reise wert! Zu trinken gibt es aber offenbar nur Glühwein *örks*

Ein absoluter Hingucker ist das ehemalige Bahnhofsgebäude in Bad Wimpfen! Das ist kein Bahnhof, sondern geht als Schloß durch :-)

Die Rückfahrt treten wir umgekehrt mit den gleichen Umstiegen wieder an, bis Würzburg genauso im Steuerwagen :-) Es sind etwas mehr Fahrgäste an Bord als auf der Hinfahrt, aber Sitzplätze sind kein Problem.

In Würzburg disponieren wir spontan um und steigen in den ICE 229. Der bringt uns ruhiger und fixer in die Heimat als der RE. Das letzte Stück fahren wir mit der U1, um im Stadt Venedig köstlichst (!) zu Abend zu essen. Ein rundum gelungener Tag.