20090328

Heute auf der Heimfahrt mit der U-Bahn ab Nürnberg Nordostbahnhof hat nun quasi das geklappt, was vor drei Wochen knapp verhindert werden konnte. Siehe dazu auch den damaligen Eintrag hier.

Als wir auf den U-Bahnhof zugehen, fährt ein Streifenwagen mit Sondersignal vor, und zwei Beamte rennen sehr eilig gen U-Bahnhof. Ich sage noch so aus Jux zu Manu, „Wird sich doch keiner vor unseren Zug geworfen haben?!“ Als wir dann die Rolltreppe herunterfahren, sehen wir einen zu zwei Dritteln in Richtung Flughafen eingefahrenen Zug, Beleuchtung aus, und die Polizisten leuchten mit Taschenlampen darunter. Da kommt aber auch schon unser Zug in Richtung Innenstadt an, und wir steigen zu und fahren los. Nichts wie weg hier, solange es noch geht. In einem der nächsten Bahnhöfe steht ebenfalls ein dunkler Zug. Aha, Streckensperrung, Strom abgeschaltet.

Später erfahre ich dann, daß sich tatsächlich jemand vor den einfahrenden Zug geworfen hatte – tot :-(

20090326

(220) Heut steht ein kleiner Ausflug nach Salzburg an; im ICE 521 ab Nürnberg finden wir noch Plätze durch Beharren auf bahn.comfort-Vorrang. Mit wenigen Minuten Verspätung erreichen wir München und steigen da um in den RJ 63. Auch dieser Zug füllt sich zunehmend, es gibt auch keinen BahnComfort-Bereich, aber wir sind frühzeitig genug dort, um einen schönen Platz mit Tischchen zu bekommen.

Im Salzburg stellen wir fest, daß auch Mozart vor Ungeziefer nicht gefeit war. Und wo wohl hier die die LKWs ‚reinpassen sollen?! :-)

Die Rückfahrt im gering belegten EC 60 ist sehr ruhig;der ICE 622 ab München dagegen füllt sich zunehmend.

20090322

(166) Mit dem kaum belegten ICE 1503 fahren wir nach Augsburg zu einer kurzen Begehung. Für die Rückfahrt stellen wir fest, daß irgendwie kein „schöner Zug“ zu geeigneter Zeit und ähnlich schnell wie bei der Hinfahrt verfügbar ist. Schließlich entscheiden wir uns, einfach den nächstbesten Zug nach München zu nehmen, wo dann alle Nase lang ein ICE nach Nürnberg fährt. Also im DoSto-RE nach München, dort in den bereitstehenden ICE 1716 einsteigen, der uns hoffentlich gleich wieder nach Nürnberg bringt, und vor der Abfahrt diese Zeilen schreiben :-) Der ob des schönen Wetters gefaßte Plan, auf ein Eis in Fürth in die Fußgängerzone zu gehen und damit die Freiluftsaison zu beginnen, wird von den zwischen München und Ingolstadt aufziehenden Wolken vereitelt. In Fürth geht ein eisiger Wind, und allerhöchstens besonders leidensfähige Raucher setzen sich da freiwillig in’s Freie :-)

20090321

Heute mal keine Bahnfahrt, sondern eine Bahnbaustelle :-) Direkt bei uns vor der Türe, in Fürth zwischen dem ehemaligen Bahnübergang Ottostraße und der Siebenbogenbrücke.

Der SiPo hier hat korrekt mit seiner Tröte (die mich überhaupt auf die Maßnahme aufmerksam gemacht hatte) vor dem ICE Berlin gewarnt. Hauptgrund der Arbeiten scheint der Einbau dieser Weiche zu sein. Wohl dazu passend auch die Arbeiten im Oberleitungsbereich, hier ein niegelnagelneuer Trenner. Dann steht da noch diese Rangiereinheit bereit, vermutlich mit dem neuen Schotter.

20090320

(196) Mit dem gut gefüllten ICE 789 fahren wir direkt nach der Arbeit ruhig und problemlos nach München, um dort etwas abzuholen.

Die Rückfahrt im ICE 524 beginnt mit einem Spurt, da in München der Halbzug am Bahnsteigende verschlossen ist. Außer Atem ‚rein in die Kiste, schon schließt sich die Türe, und es geht los. Dank Einfordern des bahn.comfort-Jokers erobern wir noch zwei Sitzplätze.

20090319

Heute morgen im 642er bei der Verabschiedung durch Sabbel-Ingo (das ist die nervige automatische Ansagestimme) in Ebermannstadt fällt auf, daß der Text irgendwie anders ist – und dann plötzlich auch noch in Englisch, was so noch nie da war. Huch?! Erst als alles vorbei ist fällt mir auf, daß wir aus der Mittelfrankenbahn verabschiedet wurden. Ebermannstadt liegt in Oberfranken. Bezeichnend, daß es offenbar keinem von den Schülern aufgefallen ist.

20090314

(170) Die Fahrt mit dem ICE 684 nach Würzburg verläuft ohne besondere Vorkommnisse. Wieder einmal mußte ich zwei Leuten erklären, was bahn.comfort denn überhaupt ist; diese Aufschrift ist einfach zu wenig aussagekräftig – da sollte „Reserviert“ stehen, der Begriff ist bekannt und kann schon im Vorbeigehen eindeutig erkannt werden.

In Würzburg steigen wir um in den RE gen Erfurt, der aus zunächst drei Einheiten BR612 besteht. Eine davon macht sich dann unterwegs in Ebenhausen gen Bad Kissingen davon. Die Fahrt mit den verbleibenden beiden Triebwagen über Bad Neustadt, Suhl, Oberhof (wo noch tiefster Winter herrscht!) und Arnstadt führt durch eine herrliche Landschaft.

In Erfurt haben wir uns viele schöne Blumen angesehen.

Die Weiterfahrt erfolgte dann mit einem 612er bis Greiz, und dann mit dem 642er-Pendant der Vogtlandbahn bis Plauen. Auch hier schöne Ausblicke in die Landschaft, und eine ruhige, problemlose Fahrt.

20090308

(222) Die Heimfahrt in Hagen beginnen wir im ICE 654, um den dreckigen RE umgehen zu können. Dafür hält der nicht in Deutz, wir müssen also von Köln Hbf nach Deutz die zwei Minuten mit einem Regionalzug zurückfahren. Der ICE 625 ab Deutz ist gut gefüllt, wir bekommen gerade noch so zwei nebeneinanderliegende Plätze im BahnComfort-Bereich. Die Fahrt verläuft ereignislos, und es ist auch angenehm ruhig im Zug.

20090307

(222) Heute geht es nach Hagen; der ICE 822 steht schon eine halbe Stunde vor Abfahrt in Nürnberg bereit und ist bisher eher leer. Erst ab Würzburg steigen nennenswert Fahrgäste zu, aber es bleibt schön ruhig und angenehm. Der hotspot im Zug funktioniert, der Kaffee hat eine schöne Crema und schmeckt gut – alles bestens, bis auf das regnerische Wetter und den Sprung im ICE-Fenster am Platz nebenan :-)

Was immer erzählt wird, das bestätigt sich. Hier in NRW sind die Züge ziemlich verdreckt (noch nie habe ich so einen ekligen DoSto gesehen, total speckige Sitzpolster, klebriger Boden, miefige Luft), und auch die Bahnanlagen sehen schmuddeliger aus. Uralter Schotter, alles verkrautet, vermüllt und angegammelt. Dennoch bringt uns der RE7 pünktlich unserem Ziel näher.

Hagen hat an sich einen schönen, großen Bahnhof mit einer herrlichen, weit gespannten Bahnsteighalle von 1910; nur leider auch ein wenig angeschmuddelt. Auffallend ist der tolle Uhrenturm am Bahnhofsgebäude, ebenso das interessante Fenster.

Nach Bezug des Hotelzimmers haben wir dann eine Fahrt mit dem Abellio nach Hohenlimburg unternommen und dort das schöne Schloß besucht. Unbedingt zu empfehlen ist dort auch das Kaltwalzmuseum. Die so entstandenen Produkte sind im Alltag wahrlich überall anzutreffen, nahezu jeder metallene Alltagsgegenstand ist so entstanden, und auch für Kleidung (nein, nicht nur für BH-Bügel :-) ist Kaltband wichtig. Ein Schandfleck ist leider der Bahnhof Hohenlimburg, der paßt in das zuvor schon gewonne Bild von den NRW-Bahnen voll hinein. Dort werden die Übeltäter bereits steckbrieflich gesucht. Dabei ist die Bahnofsüberdachung sogar aus historischem Schienenmateiral gefertig, wie man hier unschwer ablesen kann.

20090305

Wie hat der sich denn nach Forchheim verirrt?

Beinahe hätte ich heute miterleben dürfen, wie einer von der U-Bahn überfahren wird. Gegen 19.15 am Aufseßplatz in Nürnberg betrete ich den Bahnsteig und bleibe ziemlich an dessen Beginn stehen, um auf die U1 gen Fürth zu warten, die in der Ferne auch schon zu hören ist. Plötzlich kommt in der Mitte des Bahnsteiges Bewegung in die anderen Wartenden – ich sehe, daß jemand im Gleis liegt. Lange Haare, etwas wirr, sah aus der Ferne nach einer älteren Frau aus. Während ich zu der Stelle eile, versuchen bereits drei, vier Leute, die Person aus dem Gleis zu zerren, was zunächst mißlingt. Man spürt bereits den Luftzug der einfahrenden Bahn. Endlich ist die Person wieder auf dem Bahnsteig angelangt, liegt am Boden, bewegt sich aber. Bis ich an der Stelle angelangt bin ist die U-Bahn bereits zu sehen, kommt aber noch vor Einfahrt zum Halt – offenbar hat die Leitstelle per Kamera gesehen, was da abgeht. Nun erkenne ich, es ist ein Mann, absolut verwahrlost und verdreckt, und in einem verwirrten, eher hilflosen Zustand, betrunken oder unter Drogeneinfluß, bis auf verschrammte, blutende Hände aber offenbar unverletzt. Er hat sich bereits wieder aufgerappelt und wankt erneut gen Gleis, wo aber ein anderer Wartender und ich ihn davon abhalten können, daß er der Kante zu nahe kommt und womöglich erneut hineinfällt. Irgendwie kommt er auf einer der Sitzbänke zur Ruhe, und nach einigen Minuten fährt dann auch die U-Bahn langsam ein. Ich steige ein, und nach wiederum einigen Minuten geht die Fahrt auch los.