20180916

Die Heimfahrt von Darmstadt soll heute via Frankfurt erfolgen, für einen kleinen Abstecher nach Oppenheim – dort soll es Gargoyles und mehr geben.

Also zunächst in Frankfurt das Gepäck einsperren, und mit der S-Bahn bis Mainz / Römisches Theater fahren, um dort nach Oppenheim umzusteigen, so ist der Plan. Doch schon im Tiefbahnhof in Frankfurt passieren seltsame Dinge, bei Einfahrt einer S-Bahn auf dem Nachbargleis gibt es einen Knall, die S-Bahn kommt zum Stehen, die Oberleitung wackelt extrem heftig, und erst mal bewegt sich der Zug nicht mehr. Auch unsere S-Bahn kommt so auf fast eine Viertelstunde Verspätung, weswegen der Anschluß in Mainz gefährdet ist. Frühzeitig suchen wir Alternativen und stellen fest, mit der Bahn gibts nix, wir verlieren so oder so eine Stunde. Blöd, doch in Mainz gibt es auch Flinkster-Autos. Also buchen wir so eines, gleich hinter dem Römischen Theater in der Zitadelle, und fahren halt auf Gummirädern zum Ziel. 

Oppenheim ist ein ganz nettes Städtchen am Rhein, und durch übelst enge und verwinkelte Gassen fahren wir zum Ziel. Die in klein und groß vorhandene Kirche ist auf Anhieb ergiebig! Dieser Gargoyle hat keine Chance, er wird bereits von hinten aufgefressen, während er vorne noch speit. Einen anderen armen Kerl haben sie in den Keller verbannt, wo seine Ohren nun besonderen Gefahren ausgesetzt sind. Sehenswert ist auch das Beinhaus, wo manche Schädel eine goldene Plakette tragen. Auch im Inneren der Kirche setzt sich dieses knochige Thema fort.

Die Rückfahrt mit dem Auto ist ebenso ereignislos, allerdings hat die S-Bahn schon wieder ein wenig Verspätung. Die Umstiegszeit in Frankfurt reicht jedoch, daß wir die Tasche aus ihrem Verließ befreien und den ICE 629 erreichen, der uns zwar unklimatisiert und schwitzend, aber wenigstens ordentlich verpflegt zurückbringt. Mit Abstand die kühlsten Gegenstände am Platz sind die Biere :)

20171008

(265) Die Heimfahrt aus Essen beginnen wir mit dem ICE 621. Problemlos kommen wir bis Köln, doch in Siegburg ist die Fahrt beendet. Bahnsuizid an der Schnellfahrstrecke, nichts geht mehr. Nach einigem Beratschlagen und Prüfen der Verbindungen entscheiden wir uns für die Rückfahrt nach Köln. Da verbringen wir erst mal Zeit in der Lounge und prüfen permanent die Lage, doch so wirklich gut wegkommen tun wir nicht.

Letztlich spazieren wir nach Deutz rüber, um ab da den ICE 627 zu nehmen. Doch spontan und ohne ersichtlichen Grund entfällt dieser auch noch – obwohl die Strecke wieder freigegeben ist. Leicht frustriert entern wir das im Bahnhof befindliche Brauhaus, um eine Kleinigkeit zu essen. Tolles Lokal, muß man sich merken!

Die nächste Gelegenheit ist ICE 629, und dieser fährt auch! Gut voll, doch dank Bahn.Comfort kommen wir unter. Das ist auch gut so, da in Frankfurt Hbf derartige Menschenmassen einströmen, daß der Zug wegen Überfüllung nicht weiterfährt. Mehrere zunehmend genervt klingende Ansagen sind nötig, bis endlich genug Leute wieder aussteigen.

Die restliche Fahrt ist problemlos, und irgendwann gegen 18 Uhr erreichen wir endlich wieder Fürth. Was für eine Tour, 8 1/2 Stunden :(

20170516

(72) Zum Abschluß besichtigen wir heute noch den Rangierbahnhof Mannheim. Die Anfahrt sind nur zwei Stationen S-Bahn ab dem Hauptbahnhof Mannheim.

Zunächst erklärt uns ein alter Hase, der den Laden in- und auswendig kennt, in sehr kurzweiligem Vortrag, was sie da so treiben, wie das alles funktioniert, ein paar Zahlen, Daten, Fakten. Darauf folgt die Sicherheitsbelehrung, wir werden mit orangen Warnwesten und Helmen ausgestattet, und schon geht es los ins Gelände.

Im Stellwerk bekommen wir einen Ein- und Überblick der dort tätigen Fahrdienstleiter und Disponenten, dann begehen wir die Anlge. Vom Ablaufberg hat man einen netten Blick ins Tal, wo die Wagen auf die einzelnen neu zusammenzustellenden Züge verteilt werden.

Hier die 296 034, kurz am Ausruhen nach automatischem Abdrücken der ungekuppelten Wagen über den Berg, vor sie zum nächsten Einsatz fährt.

In diesem blitzeblank spiegelnden recht neuen Wagen kann man erahnen, wie unser bunter Haufen leuchtet.

Und noch ein Rundumblick vom Ablaufberg:

Zum Hbf Mannheim ist es nur noch eine Station, den Rangierbahnhof verlassen wir am anderen Ende.

Zurück fahre ich mit ICE 74 bis Frankfurt, wo ich fast eine Stunde Aufenthalt habe und bei der Gelegenheit einen gelben Zug ablichte. Von hinten denkt man, einfach ein gelb angemalter 614er, doch die Front schaut wild aus. Dies ist der Lichtraummesszug LIMEZ 3, der die lichte Weite des Streckenprofils mit Laserscannern und Kameras dokumentiert.

Weiter geht es mit ICE 629, der pünktlich Frankfurt verläßt, wegen der Baustelle heute aber eine längere Fahrzeit ausgewiesen hat. Meine erste Fahrt in einem der neu renovierten ICE 3.
Überpünktlich komme ich mit -7 in Nürnberg an!

20100331

(432) Wieder ICE 822, wieder pünktlich ab Nürnberg – das Ziel ist dieses Mal Solingen. Unterwegs ein wenig Baustellenbummelei, und eine Umleitung wegen einer Oberleitungsstörung in Offenbach, somit kommen wir in Frankfurt mit einigen Minuten Verspätung an. Dann muß dem Tf noch ein Befehl diktiert werden, und schon haben wir bei Abfahrt +15.

In Köln-Deutz kommen wir mit +10 an, irgendwie sind wir auf der Schnellfahrstrecke unter den Möglichkeiten eines ICE 3 geblieben. Durch sehr beschleunigtes Umsteigen (*schnauf*) erreichen wir wider Erwarten gerade noch so unseren Anschluß-RE nach Solingen. Auch der Umstieg in Solingen in den Bus ist knapp, aber zu schaffen.

Der Besuch im Museum “Gesenkschmiede Hendrichs” ist beeindruckend und zeigt die Kunst der Scherenherstellung, von der Stange Stahl bis zur fertigen Schere. Der spektakulärste Teil ist natürlich das Schmieden vermittels der Hämmer, dazu ein Filmchen (36MB) mit dem ganzen Vorgang, außerdem noch eine Nahaufnahme (8MB).

Die Heimfahrt auf dem gleichen Wege zurück beginnt problemlos, und bei Sonnenschein peesen wir im ICE 629 durch die Landschaft. In Nürnberg kommen wir schließlich pünktlich und ohne besondere Vorkommnisse an.