20260327

Frühstück nehmen wir im Hauptbahnof in Wien, wo es Kulinarik für wohl beinahe jeden Geschmack gibt. Danach holen wir ein Auto bei Sixt, um nach Zwentendorf rauszufahren. Dort steht ein Atomkraftwerk, das fertig aufgebaut wurde, aber aufgrund fehlender Zustimmung in der Bevölkerung nie ans Netz ging.

Die Hinfahrt funktioniert staufrei, und kurz vor dem Ziel kommen wir erst mal an einem Kohlekraftwerk vorbei, welches allerdings auch bereits stillgelegt ist. Da wir gut in der Zeit liegen gehen wir auf ein Bierchen in eine Ausflugsgaststätte gleich neben dem AKW. So gestärkt können wir zur Führung antreten. Nach dem Einführungs-Vortrag und einem Werbefilm aus den 70ern noch kurz ein Gruppenphoto, und schon geht es rein. Erste Station sind gleich mal die Strahlungsdetektoren, bei denen im Regelbetrieb jede Person beim Betreten und Verlassen gemessen würde.

Zunächst geht es hoch, über den Reaktor. Dort ist bei offenem Deckel ein Blick ins Innere möglich, und hier ist auch die Bühne, von der aus die Brennelemente gewechselt würden. Auch wird das Funktionsprinzip des Siedewasserreaktors illustriert und erklärt.

Danach geht es in den Sicherheitsbehälter, in den Bereich zwischen Reaktor und Außenwelt. Dieser Raum wäre im Betrieb unter Wasser gestanden. Durch eine beeindruckende Luke geht es in den Bereich unter dem Reaktor, in welchem die Technik zum Bewegen der Steuerstäbe installiert ist.

Im Maschinenhaus sind die Turbinen und der Generator untergebracht. Auch dieser Bereich wäre im Betrieb radioaktiv belastet gewesen, da ohne Wärmetauscher der Dampf direkt aus dem Reaktor die Turbinen bewegt hätte.

Zum Abschluß geht es in den Steuerstand, der auch gerade vom ORF gefilmt wird. Auch besuchen wir noch das Direktorenbüro, und wir werfen eine Blick in einen Raum, in dem IT der 70er-Jahre gelagert ist.

Das war wirklich eine erstklassige Führung, absout zur Nachahmung empfohlen!

Die Autofahrt zurück ist ebenalls problemlos, und abends gehen wir dann wieder alle gemeinsam essen.

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