20090731

Heute bei der Ankunft in Forchheim wird angesagt „Ausstieg in Fahrtrichtung rechts“ – höh?! Tatsache, wir fahren auf Gleis 4 ein, und auf Gleis 5 steht bereits ein anderer 642er für die Fahrt nach Ebermannstadt. Ein nettes Bild am Bahnsteig! Doch was ist das denn? Es sind ja deren Dreie! Nun kann man beobachten, wie ein wenig im Bahnhof umherrangiert wird, und der hinten abgestellte Triebwagen wird an den auf Gleis 4 befindlichen 642er angedockt. So sieht das dann kurz vor dem Kuppeln aus. Die doppelte Einheit vom Gleis 4 ist anscheinend das Paar, das diese Woche im Schülerverkehr gefahren ist, für die Ferien kommen wohl beide heim nach Nürnberg, und der an Gleis 5 ist für die kommende Woche gedacht oder bleibt auch länger in den Ferien hier, wer weiß.

Es war jedenfalls interessant, einmal diesen Tausch mitzuerleben, der ja so oder so ähnlich durchaus öfters stattfindet.

20090730

Offenbar ist dies der Unterschied zwischen der homöopathischen Methode und der Schulmedizin in Sachen Unkrautbekämpfung :-) Aufgenommen in Fürth, Gleis eins quasi unkrautfrei, Gleis zwei am Zuwuchern. Nun, die große Baustelle naht, wie man an den offenbar heute Nacht dort abgelegten neuen Schienen sieht…

20090721

Heute war irgendwie die vorausfahrende der zwei Einheiten BR642 (642 123) kaputt. Beim Anfahren lief zumindest ein Motor nur im Leerlauf, und es wurde dann während der Fahrt mehrfach automatisch versucht, diese Maschine einzukuppeln, was jeweils zu einem massiven Ruck führte, und nach ein paar Sekunden wurde wieder ausgekuppelt. Entweder hat die Steuerung oder der Antriebsstrang ein Problem. Nun ja, die Fuhre fährt auch mit einem Motor weniger, aber sehr gesund für die Mechanik hat das nicht gewirkt :)

20090720

(37) Die Heimfahrt im Franken-Sachsen-Express beginnt in einem ziemlich vollen Zug, es gibt nur noch einzelne Plätze, somit sitzen wir getrennt. Die Luft ist schon zum Schneiden, da meint auch noch eine Mutter, ihr Kind unbedingt im Großraumabteil wickeln zu müssen. Zur Erbauung der Mitreisenden schmiegt sich prompt ein feiner Duft nach Babyscheiße in das Gemisch zweifelhafter Aromen, welches da so durch den Wagen wabert. Die Toilette war ihr dafür wohl nicht gut genug?! Asoziales Pack. Da uns das definitiv zu blöd wird, kurz den PDA gezückt und die Verbindungen gecheckt – paßt! In Hof dann nix wie ‚raus hier, in den angenehm leeren Zug gen Saalfeld, um dann in Lichtenfels in einen ebenfalls angenehm ruhigen Zug nach Fürth umzusteigen. So war das definitiv angenehmer, bei nur unwesentlich längerer Fahrzeit.

20090718

(37) Mit dem Fahrtziel Bad Elster über Plauen entern wir den ersten morgendlichen Franken-Sachsen-Express. Die Fahrt beginnt pünktlich und verläuft bisher absolut ereignisarm und ruhig.

In Hof steigen zwei Typen zu, die ziellos im Zug herumtigern. Ich denke noch so bei mir, „gibt doch genügend Sitzplätze zur Auswahl?!“ und lese weiter, in mein Buch vertieft, da bauen sie sich auch schon vor uns auf, „Polizei – können Sie sich ausweisen?“. Wir können, und sie ziehen weiter. Hat es uns also auch mal erwischt bei den für Hof so typischen Besuchen durch die Polizei im Zug.

Die Vogtlandbahn zur Weiterfahrt wird recht früh in Plauen bereitgestellt, und wir können uns quasi so setzen wie jeden Morgen in Forchheim, nur, daß der 642er anders heißt und im Innenraum grün statt blau ist :-) Ich stelle mir gerade vor, wie ein Grobmotoriker vor diesem Entwerter steht und sich mit seinem Fahrschein an Origami-Faltespielen probiert.

20090715

Als wir heute in Forchheim umsteigen und platznehmen, ruckelt es zweimal heftig. Dann eine genervte Stimme aus dem Führerstand, „Ist denn schon wieder die Kupplung im A*#*?“ Da hat wohl das Zusammenstellen des Zuges aus zwei Einheiten BR642 nicht geklappt :-) Nun rangieren wir also wild im Bahnhof Forchheim herum, um die Züge anders herum zu kuppeln. Mal sehen, ob es so dann funktioniert!

Kernig aufgefahren – und sitzt. Na also, geht doch… Mit +14 verlassen wir Forchheim gen Ebermannstadt.

20090707

Dem geneigten Leser ist es vielleicht schon aufgefallen – neuerdings hängt die Bahn an allen möglichen und unmöglichen Stellen Schilder auf, „Verengter Bahnsteigbereich – hier kein Aufenthalt“. Hat jemand gegen die DB einen Prozeß angestrengt, weil sein Hut vom ICE verweht wurde, oder was soll das? Besonders sinnig ist dieses Schild in Bubenreuth bei Erlangen am Aufenthaltshäusl – da hätten sie wohl besser die Hütte abgebaut, als den Aufenthalt per Schild zu verbieten?! Spätestens beim nächsten Gewitter werden die Leut‘ einen Feuchten auf das Schild geben :-)

20090706

(134) Der heutige Besuch in Georgium (einer ausgedehnten Parkanlage in Dessau) hat kurioserweise mitten im Grünen einen Wegweiser der DB zum Vorschein gebracht, direkt beim Elbpavillon. Der angedachte Besuch im Kornhaus (www.kornhaus.de) war leider ein Kalter. Als ich diese Zeilen schreibe, ist auf der Website als Öffnungszeit 11 Uhr vermerkt, real mag man offenbar erst ab 12 Uhr Gäste empfangen. Dann eben nicht.

Die Rückfahrt mit RE nach Leipzig und ab da mit dem ICE 109 beginnt ereignislos und pünktlich. Auch die Ankunft erfolgt pünktlich, es war also trotz der Startschwierigkeiten eine erfolgreiche Reise.

20090704

(145) Unsere Fahrt nach Dessau beginnen wir bei seichter Musik und (LED-)Sternenhimmel im Nachtbus N9. Der ICE 1614 wird pünktlich bereitgestellt, die Fahrt kann beginnen.

In Bamberg dann die erste massive Planänderung: Aufgrund von Unwetterschäden (in Probstzella sei die „gesamte Technik“ ausgefallen) ist die Strecke nicht befahrbar, wir nehmen einen „kleinen Umweg“ über Würzburg und werden voraussichtlich Leipzig mit +80 erreichen. Mist! Erschwerend kommt hinzu, daß die Bordgastronomie heute irgendwie nicht existent ist. Rolladen unten, niemand da :( Als hätten wir es geahnt, haben wir doch zum Glück heute ein wenig an Verpflegung dabei.

Nach dem nun planmäßigen Halt in Erfurt kommt gleich noch ein außerplanmäßiger solcher in Naumburg zur Aufnahme weiterer Fahrgäste.

In Leipzig kommen wir etwas früher an als angekündigt (+70), somit erreichen wir gerade noch den RE gen Dessau. Insgesamt sind wir damit auch in Dessau eine Stunde später als angedacht und erreichen problemlos den ABG-Zug, mit dem wir ohnehin nach Wörlitz fahren wollten. Schade, daß das hochinteressante Konzept dieses Doppelstock-Dieseltriebwagens nicht weiterverfolgt wurde, hat uns an sich ausnehmend gut gefallen. Hier eine Ansicht des Innenraums, und der Ausblick aus dem Oberdeck.

20090703

Ich denke mir noch so, warum denn heute der Zug nach Ebermannstadt gar so voll wird – nach Ankunft bemerke ich dann, daß heute nur ein Triebwagen der BR642 auf der Strecke war anstelle der zwei gekuppelten Exemplare, die für den Schülerverkehr sonst eingesetzt werden. Hoffentlich nur eine Ausnahme wegen einer Störung…

20090701

Heute bei der Heimfahrt sehe ich, aus Richtung Ebermannstadt her kommend, schon kurz vor Forchheim den Qualm an der Böschung, an der Strecke gen Nürnberg, zwei dicke, fette Rauchsäulen. Es kommt wie befürchtet, die Strecke ist wegen Böschungsbrandes gesperrt. Die planmäßig einfahrende RB wird am Gleis vier auf die Seite gestellt, also warte ich auf den RE, der sicher früher losfahren darf. Die Einfahrt des RE erfolgt pünktlich, beide Züge stehen nun da und warten, bis die Feuerwehr fertig ist. Ich setze mich in den schön klimatisierten RE, und die Rechnung geht auf, er fährt als Erster mit ca. +15 los. Nochmal glimpflich abgegangen :-)

Den Pendlerblogger hat es offenbar auch erwischt, wir sind uns dann wohl begegnet – siehe dazu auch diesen Eintrag.