20080830

(344) Unsere Fahrt nach Berlin in’s Pergamon-Museum verlief angenehm und ruhig, und durch eine Baustelle nach Leipzig verspäteten wir uns nur unwesentlich um wenige Minuten. Im Museum haben wir die Ausstellung „Babylon – Mythos und Wahrheit“ angesehen. Als ersten Teil haben wir uns die Wahrheit betrachtet, sehr interessant, viele Informationen, schöne Funde. Danach dann den Mythos – doch wie stellt man einen Mythos dar? Das haben sich offenbar auch die Macher der Ausstellung gefragt, und es blieb bei einem Sammelsurium aus alten Schriften und Gemälden ohne wirkliches Konzept im Wechsel mit seltsamen Installationen. Das ist heute wohl so „in“; gefallen hat es uns nicht so sehr. Danach dann eine Erfrischung in der Lounge, und auch das Bier wurde extra zum Thema umetikettiert. Die Rückfahrt verläuft bisher problemlos, während ich diese Worte schreibe, sind wir gerade zwischen Leipzig und Jena.

20080823

(168) Für die Heimfahrt aus Gaggenau haben meine Frau und ich teilweise getrennte Wege gehabt, da ich einen Abstecher über Bad Dürkheim gemacht habe. Telephonisch organisiert haben wir die Zusammenführung in Karlsruhe bei beiderseits problemloser Anreise zum Treffpunkt nahezu minutiös so hinbekommen, daß die Weiterfahrt nach Frankfurt zusammen angetreten werden konnte. Zuerst verwundert, daß in Frankfurt nahezu eine Stunde Aufenthalt nicht zu vermeiden war, haben wir das als willkommene Gelegenheit für ein Abendessen genutzt. Mitropa?! Das gibt es noch? Nett. Geschmeckt hat es auch bestens *g* Die Weiterfahrt im ICE gen Nürnberg war schon im „Ihr Reiseplan“ im Zug als wegen Bauarbeiten für den Reisetag um etwa eine Viertelstunde verlängert ausgewiesen, was dann durch eine weitere Baustelle und die daraus resultierende Eingleisigkeit zu weiteren Verzögerungen führte. In Nürnberg kamen wir dann mit ca. +25 an, gegen halb elf, müde, aber zufrieden.

20080821

(84) Wer erkennt die Beiden an den Bildrändern und kann erkennen, wer der Ossi, und wer der Wessi ist? Doch was soll das hier nun heißen? Unklar. Am Bahnhof dann noch ein Blick auf die Generation Zugkunft. Die Fahrt von Saarbrücken nach Gaggenau dann ist gut verlaufen, keine Verspätungen, und ein Halt in der ganz netten DB-Lounge in Mannheim war auch drin. Allerdings ist die sog. S-Bahn von Karlsruhe in Richtung Freudenstadt nix Anderes als eine Langstreckenstraßenbahn – null Komfort, kein Klo, keinerlei Platz für Gepäck, und überfüllt mit Fahrrädern und Kinderwagen. Warum man für derart lange Strecken nicht ordentliche Fahrzeuge beschaffen kann?! Aber Hauptsache, billig *grrr*

20080820

(10) Zum ersten Mal sind wir bewußt in der BR425 (zwischen Saarbrücken und Völklingen) gefahren – die Dinger beschleunigen vielleicht was von giftig, nicht schlecht! Kaum vom Bahnsteig weg, und schon auf Reisegeschwindigkeit. Nett der Güterwagen zum Transport von Flüssigstahl. In Völklingen haben wir uns 5 1/2 Stunden im ehemaligen Stahlwerk herumgedrückt, einfach nur absolut beeindruckend!!! Jedem Besucher kann man nur empfehlen, genug Zeit mitzubringen, mit den 3 bis 4 h, die vorgeschlagen werden, kommt man kaum hin, schaut man sich alles an. Und dann braucht letztlich auch eine Stahlarbeiterin mal eine Pause *g*

20080819

(156) Unsere Fahrt heute nach Saarbrücken verlief problemlos. Interessant, in der Panorama-Lounge dem Fahrzeugführer über die Schulter zu schauen. Kurz vor Aschaffenburg begann es zu regnen, und prompt fiel der Scheibenwischer aus. Also flugs das Bistro angerufen, für den Halt in Aschaffenburg einen Besen bestellt (am anderen Ende schien man etwas ungläubig, es bedurfte einiger Erklärungen), bei dem Halt ausgestiegen, mit dem inzwischen angelieferten Besen den Scheibenwischer ordentlich angeschubbert, und schon hat es mit dem Wischen wieder funktioniert. Ist da drin wirklich Rauchen erlaubt (siehe den Aufkleber ganz rechts, etwas in der Mitte)? Nach einem Aufenthalt in der sehr schönen Lounge in Frankfurt auf einen Kaffee und ein Eis dann in den ICE gen Paris. Lauter seltsame, laute Leute im Abteil, unser Gepäck unter einem Berg von Koffern vergraben (fahren Franzosen immer mit der dreifachen Gepäckmenge?), und kurz vor Saarbrücken kamen zwei TFs in den mittlerweile leeren Führerstand, haben die Scheibe dichtgemacht, das Fenster geöffnet und eine Raucherpause eingelegt *g* Die Verspätung wegen Wartens auf Anschlüsse in Mannheim hat uns nicht gestört (das Hotel in Saarbrücken ist nur paar Minuten Fußweg vom Hbf), aber einige Anschlüsse mußten daran glauben.

20080817

(6) Wir waren ein wenig im Stadtgebiet Fürth/Nürnberg mit dem ÖPNV unterwegs und sind dabei über Zustände gestolpert, die es derzeit etwas unangenehm machen, in Nürnbergs Süden aus den Richtungen Bamberg/Erlangen oder Würzburg/Neustadt (Aisch) anfahren zu wollen. Man stelle sich vor, man kommt mit Gepäck beladen aus Hamburg, will z.B. nach Nürnberg Langwasser, muß in Würzburg in den Nahverkehr umsteigen und bekommt dann gesagt, „Fürth, hier Fürth, alles aussteigen, dieser Zug endet hier, wegen Oberleitungsarbeiten dient die U1 als Schienenersatzverkehr nach Nürnberg“. Nun gut, in Nürnberg wäre man ja eh in die U1 gestiegen, was solls, man schleppt seinen Kram zum U-Bahnsteig, steigt ein, fährt los – um dann vor dem Halt „Weißer Turm“ zu hören „Endbahnhof, bitte alle aussteigen wegen Gleisbauarbeiten – der Zug Richtung Hauptbahnhof steht am Bahnsteig gegenüber bereit“. Grummel; nochmal umsteigen. Vor dem Hauptbahnhof dann „Endbahnhof, bitte alle aussteigen wegen Gleisbauarbeiten – der Zug Richtung Langwasser steht am Bahnsteig gegenüber bereit“. Geniale Nummer, auf zwei derart vielbefahrenen parallel Bahnstrecken gleichzeitig so massive Einschränkungen durch Bauarbeiten zuzulassen…

20080816

(242) Die Heimfahrt ab Kiel verlief absolut problemlos. Im ICE 589 ab Hamburg waren über die normale online-Reservierung (versucht aus dem RE Kiel-HH :-) keine Plätze mehr zu bekommen (wir hatten uns die Rückfahrt freigehalten, da wir nicht wußten, wann wir in Kiel mit dem Auto ankommen). Aber wozu ist man BahnComfort-Kunde? Also die hotline angerufen, und noch zwei Plätze aus der Reserve bekommen. Geht doch! Da wir bei der Buchung noch im HBf Kiel im Zug saßen und ein paar Minuten Zeit waren, bin ich nochmal kurz aus dem Zug gehüpft, zum Automaten gepeest und habe mir die Reservierung gleich noch als offiziellen Zettel per BahnTix gezogen, obschon die Wagen- und Platznummer noch während des Telephonates via Blackberry auf dem PDA aufgeschlagen waren. Prompt mußten wir in Hamburg dann auch Leute von unseren Plätzen verscheuchen, und da macht sich ein offizieller Zettel von der DB eben doch besser als ein hochgehaltenes Mobiltelephon *g* Übrigens war es für uns gänzlich neu, daß eine Eisverkäuferin durch den Zug geht – ist ja beinahe wie im Kino!

20080814

Wenn in Dänemark Bahnstrecken nicht mehr benutzt werden, dann werden sie nicht abgebaut, sondern für Draisinenfahrräder freigehalten. Leider haben wir keines dieser Vehikel angetroffen, und das Wetter war uns zu wechselhaft, um selbst damit zu fahren. Um Kollisionen mit dem Straßenverkehr zu vermeiden, ist die Bahnstrecke (!) an Kreuzungspunkten mit einer Schranke versehen, die den Draisinenfahrer dazu zwingt, anzuhalten, die Schranke zu öffnen und dabei dann auch den Straßenverkehr zu beachten. In Odense haben wir dann einen echten Bahnhof angetroffen, in dem auch echte Züge gefahren sind.

20080809

(242) Eigentlich wollten wir für unseren Urlaub in Dänemark einen Mietwagen in Fürth nehmen, da unser Auto für solche langen Strecken doch etwas langsam und unkomfortabel ist. Dann kam uns der Gedanke, daß es eigentlich ziemlich blödsinnig ist, die Karre einen Tag länger zu mieten und auch noch mindestens zwei Tankfüllungen durchzublasen, wo uns doch die Bahnfahrt bis zur dänischen Grenze ohnehin keine Kosten verursacht. Also haben wir umdisponiert, sind mit ICE und RE nach Kiel gefahren und haben da erst das Auto gemietet. Die Bahnfahrt war entspannend und problemlos, in Kiel dann Auto abgeholt (nur 5 Minuten vom Bahnhof), Essen und Getränke für eine Woche eingekauft, und auf die Insel Fünen gefahren. Unser Ferienhaus ist äußerst putzig, und wir haben solche netten Nachbarn wie zum Beispiel Juliette, Speedy und einen, dessen Namen wir nicht erfahren haben, und den wir spontan Locke (das hintere Ende ist da, wo das Fell dreckig ist *g* getauft haben.

20080802

(77) Relativ spontan sind wir nach Würzburg gefahren, um das AFuZ zu besuchen. Die Hinfahrt im ICE hat einen Zug voller nerviger Urlauber bedeutet, einen bahn.comfort-Bereich, der sicher zu 80% mit Nicht-BC-Kunden besetzt war, und wir haben uns auf einen Kaffee in den Bistro-Bereich zurückgezogen. Nach dem netten Nachmittag beim AFuZ haben wir für die Heimfahrt dummerweise nur RB/REs mit Umstieg in Ansbach bekommen – dafür gab es da wenigstens Sitzplätze, und bei geöffnetem Fenster war es schon erträglich da drin. Übrigens habe ich noch nie zuvor Buntlinge mit so gelungenen automatischen Türen gesehen. An diesen Türen könnte sich manch modernerer Wagen ein Beispiel nehmen, Öffnen einfach durch Ziehen am normalen Handgriff (keine Knöpfe oder Hebel zu betätigen), geräuschloses, sanftes Schließen.