20190803

Selb ist heute das Ziel der Reise. Den ersten Abschnitt beginnen wir in der irren vierfachen Flügelung – ein riesiger roter Wurm aus 612ern, und an fast jedem Halt verliert man ein Stück davon :)

Der Umstieg in Hof klappt bequem, und mit Agilis fahren wir bis Selb-Plößberg. Dort fällt erst mal auf, daß dieser Halt mitten im Nirgendwo ausgestattet ist wie eine große Station, mit riesigen FIA! Offenbar ist der Bahnhof Teil eines Pilotprojektes. Und schon fällt der Blick auf unser Ziel, dieses Mal von der Rückseite, das Porzellanikon.

Heute nehmen wir uns all die Zeit, die wir beim letzten Besuch nicht hatten, vertiefen das bereits Gesehene und erkunden all das, was wir nicht gesehen haben. In der technischen Keramik findet sich ein weiterer Bahnbezug, millionenfach verbaut. Und auch das normale Stromnetz bedarf der Isolation. Ebenso gibt es Hände.

Sehr gut gemacht ist die Ausstellung einer Künstlerin, welche sich nicht auf eine Abteilung beschränkt, sondern verteilt durchs ganze Haus immer wieder überraschend auftaucht. Sogar in den Brennöfen findet sich Kunst – und im Hintergrund stehen die Kapseln. Das sind die Schutzbehälter, in denen das zu brennende Porzellan in den Ofen kommt.

Natürlich hatte ein damaliger Industriebetrieb veschiedenste Gewerke im Gelände. Die Kapselmacher waren fast eine Firma in der Firma, es gab eine Schlosserei, einen Kistenbauer für die Versandkisten, und die Verwaltung hatte damals noch sehr gediegene Büros.

Zum Schluß sehen wir uns noch die Ausstellung des Hauses Rosenthal an. Das Porzellanikon hat vor einigen Jahren dessen Archiv übernommen und kann somit sehr schön die Geschichte der Firma sowie sehr viele wegweisende Werke zeigen. Geradzu zu verzücken vermochte dieses Meeresgetier.

Die Heimfahrt erledigen wir auch wieder über Hof. Funktioniert alles bestens, und ein lustiger Vogel leistet uns noch Gesellschaft und lädt uns auf ein Bierchen ein. So kommen wir wieder pünktlich nach Fürth.

Kategorie(n): Bahnerlebnisse

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