{"id":515,"date":"2016-08-03T13:31:42","date_gmt":"2016-08-03T11:31:42","guid":{"rendered":"http:\/\/dk5ras.dyndns.org\/www\/db0fue\/?page_id=515"},"modified":"2020-03-12T18:49:07","modified_gmt":"2020-03-12T17:49:07","slug":"neue-hardware","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dk5ras.dyndns.org\/www\/db0fue\/neue-hardware\/","title":{"rendered":"Neue Hardware!"},"content":{"rendered":"<p>Und wieder einmal gibt es \u00c4nderungen am Relais. Die komplette Funktechnik f\u00fcr analogen Funkbetrieb wurde ausgetauscht, das neue Konzept arbeitet volldigital (SDR-basiert, mit modernen Motorola-Ger\u00e4ten), was auch f\u00fcr anloges FM deutliche Vorteile bringt. Rein die Laufzeit der NF durch das System ist etwas h\u00f6her, was aber nur auff\u00e4llt, wenn man sich selbst auf der Ausgabe zur\u00fcckh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Zuerst die gute Nachricht &#8211; ich habe den CTCSS-Auswerter am Relais abgeschaltet, da mit den neuen Ger\u00e4ten das unangenehme Aufrauschen und die r\u00f6hrenden St\u00f6rger\u00e4usche nicht mehr aufzutreten scheinen. Dennoch, bitte genau beobachten und an mich melden, wie sich das nun bew\u00e4hrt. Weiterhin aktiv bleibt nat\u00fcrlich die Aussendung des 88.5Hz-Tones auf der Ausgabe, da sich dies gerade im Mobil\/Portabelbetrieb als angenehm und ohrenschonend erwiesen hat.<\/p>\n<p>Die nicht so gute Nachricht, das Nutzerverhalten zwingt mich dazu, die Bandbreite der Aussendung hart zu begrenzen. Bereits seit Jahren war das Relais so eingepegelt, da\u00df der Ausgangshub dem Eingangshub entsprach. Allerdings haben die bisherigen Relais-Transceiver nicht hart begrenzt, somit konnte man mit \u00fcberh\u00f6htem Hub auf der Eingabe auch die Bandbreite der Ausgabe unzul\u00e4ssig erh\u00f6hen. Die f\u00fchrte naturgem\u00e4\u00df auch zu Beschwerden der Nutzer der Nachbarrelais (Nachbarn r\u00e4umlich wie in der Frequenz), wobei da auch deren zu breite Empf\u00e4nger einen deutlichen Anteil am Problem darstellten. Bitten an die Nutzer, die zul\u00e4ssige Bandbreite der Aussendung einzuhalten, fruchteten nur begrenzt. Ebenso bei St\u00f6rungen, die sich nicht an irgendwelche Vorgaben halten, da war die \u00dcberschreitung vorprogrammiert.<\/p>\n<p>Nun steht aber in der Lizenzurkunde ganz klar geschrieben, Bandbreite 12.5 kHz. Nicht 25, nicht 20, nicht 15, sondern genau diese 12.5 kHz, f\u00fcr beide B\u00e4nder, und nicht verhandelbar! Wenn dies systematisch \u00fcberschritten wird und jemand aufgrund von Nachbarkanalst\u00f6rungen Beschwerde bei der BNetzA f\u00fchrt, dann bin ich als Genehmigungsinhaber derjenige, den es trifft. Als Funkamateur und Relaisbetreiber bin ich daf\u00fcr verantwortlich, die Vorgaben einzuhalten, und ich sehe es aus eigenem Antrieb ohnehin als selbstverst\u00e4ndlich an, nat\u00fcrlich auch nach den aktuellen und anerkannten Regeln der Technik zu agieren.<\/p>\n<p>Ja, die NF klingt nun eventuell d\u00fcnner, ja, mit uralten Ger\u00e4ten ohne passende ZF-Filter macht das ggf. nicht mehr so viel Spa\u00df. Man m\u00f6ge dabei aber bedenken, die Zuweisung von 12.5kHz-gerasterten Relaisfrequenzen begann im Amateurfunk bereits im letzten Jahrtausend, die schmalbandige Sprechfunktechnik ist seit den 80ern (das war vor \u00fcber 30 Jahren!) f\u00fcr Autotelephone (C-Netz, NMT, TACS) und B\u00fcndelfunk (MPT1327\/1343) im Einsatz gewesen und kann damit als hinreichend ausentwickelt angesehen werden. Entsprechende PMR446-Handfunkger\u00e4te bekommt man mittlerweile beim Discounter f\u00fcr sehr schmales Geld als Mitnahmeartikel, chinesische Billigfunkger\u00e4te (Baofeng, Wouxun, und wie sie alle hei\u00dfen) k\u00f6nnen das seit Jahren bestens, und wir Funkamateure, die wir uns eine technische F\u00fchrerschaft in Themen der Funktechnik auf die Fahnen schreiben, kriegen das nicht auf die Reihe?! Da f\u00e4llt mir echt nix mehr zu ein.<\/p>\n<p>Daher nochmals meine Bitte, wenn eure Ger\u00e4te das unterst\u00fctzen, schaltet diese auf NFM, FM-N, FM-narrow, oder wie der Hersteller das auch gerade nennen mag. Nutzt ihr Betriebsfunkger\u00e4te (dazu z\u00e4hlen auch die mittlerweile recht beliebten DMR-Ger\u00e4te!), so kann i.d.R. bei den Einstellungen zum einzelnen Kanal das Frequenzraster eingestellt werden, da bitte unbedingt f\u00fcr DB0FUE auf 12.5 kHz stellen.<\/p>\n<p>Bei alten Ger\u00e4ten ohne diese M\u00f6glichkeiten ist es oftmals m\u00f6glich, wenigstens den Spitzenhub zu reduzieren. Dazu ist nat\u00fcrlich ein Hubmesser notwendig. Manche Ger\u00e4te haben noch eine separate Einstellung f\u00fcr die Mikrophonvorverst\u00e4rkung, die kann man gerne noch ein wenig erh\u00f6hen, um der Modulation etwas mehr Druck zu verleihen. Hat da jemand zu einem konkreten Ger\u00e4temodell Fragen, so kann er sich gerne an mich wenden. Zwar biete ich keinen Abgleichservice an, helfe aber gerne beim Beschaffen der Service-Unterlagen und versuche auch gerne, an jemanden mit entspr. Me\u00dfm\u00f6glichkeiten zu vermitteln.<\/p>\n<p>Spannender ist der Austausch des ZF-Filters, aber selbst da kann man mit wenig Aufwand viel bewirken, in der letzten ZF um 455 kHz (in der auch die Demodulation erfolgt) werden oft Standard-Filter verwendet, f\u00fcr die es schmaleren Ersatz zum kleinen Preis gibt. Ggf. mu\u00df da aber auch am Widerstandsnetzwerk drumherum etwas g\u00e4ndert werden, dazu findet man oft in den Datenbl\u00e4ttern der ZF\/Demodulator-ICs Beispiele oder Berechnungshinweise. Der roofing-Filter in der hochliegenden ersten ZF kann \u00fcblicherweise bleiben.<\/p>\n<p>Als kleiner Ausblick in die Zukunft, aktuelle digitale Betriebsarten benutzen pro Sprechweg eine Bandbreite von 6.25 kHz! Da ist es aus Effizienzgr\u00fcnden schon spannend, f\u00fcr einen Sprechweg noch 12.5 kHz einzufordern (wie bei FM \u00fcblich), aber 25 kHz sind einfach nach aktuellem Stand der Technik nicht mehr zu rechtfertigen und als Verschwendung kostbarer Bandbreite anzusehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und wieder einmal gibt es \u00c4nderungen am Relais. Die komplette Funktechnik f\u00fcr analogen Funkbetrieb wurde ausgetauscht, das neue Konzept arbeitet volldigital (SDR-basiert, mit modernen Motorola-Ger\u00e4ten), was auch f\u00fcr anloges FM deutliche Vorteile bringt. 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