{"id":11507,"date":"2019-08-04T12:03:03","date_gmt":"2019-08-04T10:03:03","guid":{"rendered":"http:\/\/dk5ras.dyndns.org\/www\/bc\/?p=11507"},"modified":"2025-11-09T13:31:09","modified_gmt":"2025-11-09T12:31:09","slug":"20190804","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dk5ras.dyndns.org\/www\/bc\/20190804\/","title":{"rendered":"20190804"},"content":{"rendered":"\n<p>Auch nach Amberg f\u00e4hrt man mit dem fl\u00fcgelnden 612er, \u00e4hnlich wie gestern, nur starten wir zu etwas zivilerer Zeit am fr\u00fchen Mittag. <\/p>\n\n\n\n<p>Fast p\u00fcnktlich kommen wir an und spazieren erst mal in Richtung Stadt, f\u00fcr einen Mittagshappen, und ein paar Schritte durch die Innenstadt.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach nehmen wir einen Bus raus an den Stadtrand, wo wir das <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Glaswerk (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/dk5ras.dyndns.org\/www\/bc\/wp-content\/uploads\/AM_Glaswerk.jpg\" target=\"_blank\">Glaswerk<\/a> besuchen und an einer F\u00fchrung teilnehmen. Dabei handelt es sich um den letzten Bau von Walter Gropius vor dessen Tod &#8211; einer Fabrik zur Glasherstellung, vor allem Trinkgl\u00e4ser und Schmuckgl\u00e4ser. Aufgebaut wurde das Ganze durch Philip Rosenthal, der zu seinem hochwertigen Porzellan auch entsprechende Gl\u00e4ser fertigen wollte und durch Fachleute vor Ort und funktionierende Rohstofflogistik Amberg als hervorragend geeignet ansah. Also kaufte Rosenthal das Amberger Glaswerk und plante, das bestehende eher einfache Werk grundlegend zu erneuern.<\/p>\n\n\n\n<p>So wurde also wirklich dieser herrliche <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"kathedralenartige (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/dk5ras.dyndns.org\/www\/bc\/wp-content\/uploads\/AM_Glaskathedrale.jpg\" target=\"_blank\">kathedralenartige<\/a> Bau hingestellt und 1970 er\u00f6ffnet, leider erst kurz nach Gropius&#8216; Tod. Dabei lief im Altbau die Produktion weiter, dann zog diese in den halbfertigen Neubau um, der Altbau wurde abgerissen und der restliche Neubau da dr\u00fcbergebaut. Nat\u00fcrlich wurde die alte Bauhaustradition &#8222;<a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"form follows function (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/dk5ras.dyndns.org\/www\/bc\/wp-content\/uploads\/AM_Glaswerk_Prinzip.jpg\" target=\"_blank\">form follows function<\/a>&#8220; beibehalten, im linken Flachbau erfolgte die Vorbereitung, in der &#8222;Kathedrale&#8220; war der hei\u00dfe Bereich, in dem die Gl\u00e4ser gefertigt wurden, die G\u00e4nge zum rechten Flachbau dienten als K\u00fchlstra\u00dfen, und letztlich wurden die Gl\u00e4ser nachbearbeitet, gepr\u00fcft und zum Versand verpackt, welcher per LKW oder Bahnanbindung erfolgen konnte. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Form des optisch dominierenden Mittelbaus hatte nat\u00fcrlich auch eine Funktion &#8211; die Bauform sorgte f\u00fcr eine entsprechende Luftzirkulation, um die hei\u00dfe Luft nach oben abzuf\u00fchren. Auch war Gropius wie Rosenthal daran gelegen, da\u00df es den Arbeitern gut ging. So gab es ordentliche Sozialr\u00e4ume und eine Kantine, viel Glas sollte f\u00fcr die Sicht nach drau\u00dfen sorgen, und in den Freifl\u00e4chen zwischen den Geb\u00e4udeteilen gab es viel Gr\u00fcn und Obstb\u00e4ume. Au\u00dferdem wurden die Flachbauten durch Ansch\u00fctten k\u00fcnstlicher B\u00f6schungen noch besser in die Landschaft integriert, sie wirken dadurch fast wie in die Erde eingelassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zum Bahnhof kommen wir wieder mit dem Bus, trinken noch kurz was am Bahnhof und nehmen dann den Zug zur\u00fcck nach N\u00fcrnberg, der auch p\u00fcnktlich einl\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider sammeln wir in Neukirchen ordentlich Versp\u00e4tung, weil einfach der zweite Zugteil nicht auftauchen mag. <\/p>\n\n\n\n<p>Letztlich kommt dieser mit derart viel Elan angeschossen, da\u00df er uns beim Kuppeln ein gutes St\u00fcck nach vornen versetzt! So habe ich das noch nicht erlebt, und im Abteil kommen erste Zweifel auf, ob wir heute \u00fcberhaupt noch irgendwohin fahren. Aber nach ein paar Gedenkminuten kommen wir tats\u00e4chlich mit +15 weg. Offenbar kann die Karre das ab, und sollte der hintere Teil unterwegs wieder abfallen &#8211; uns kann&#8217;s egal sein :)<\/p>\n\n\n\n<p>So kommen wir wieder gut in F\u00fcrth an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch nach Amberg f\u00e4hrt man mit dem fl\u00fcgelnden 612er, \u00e4hnlich wie gestern, nur starten wir zu etwas zivilerer Zeit am fr\u00fchen Mittag. Fast p\u00fcnktlich kommen wir an und spazieren erst mal in Richtung Stadt, f\u00fcr einen Mittagshappen, und ein paar Schritte durch die Innenstadt. 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