20220810

Heute stehen wir früh auf, noch Tasche packen und so, gemütlich einen Kaffee, und dann mit IC 2162 bis Stuttgart.

So ist zumindest der Plan, doch die routinemäßige online-Abfrage ergibt – Zug entfällt :/ Das geht ja schon gut los! Hektik bricht aus, Manu eruiert, einen ganzen Tacken früher fährt ein RE – kurz durchgerechnet, können wir schaffen, wenn wir einen Alarmstart hinlegen, packen, Bad, alles im Schnellgang. Und wenn wir unsere Mitfahrerin erreichen, die in einem Hotel beim Bahnhof Fürth nächtigt.

Alles das klappt erstaunlicherweise, so fahren wir eben etwas abgehetzt mit dem RE bis Stuttgart. Dafür haben wir dort nun jede Menge Zeit, die wir in der DB Lounge absitzen.

Weiter geht es dann mit ICE 9574 nach Paris, was langweilig, aber problemlos abläuft, wir kommen pünktlich am Ostbahnhof an. Der Aufenthalt in Paris ist großzügig bemessen, was tut man also? Richtig, natürlich geht man ein Bier trinken, was sonst sollte man in Paris auch machen?! Natürlich mit Bahnhofsblick!

Zu Fuß spazieren wir die wenigen hundert Meter zum Nordbahnhof – und stellen fest, die Schlange zum Zugang für den Eurostar windet sich mehrmals durch den ganzen Bahnhof?! WTF? Es stellt sich heraus, es war ein Zug liegengeblieben oder so, damit verspätete und verzögerte sich alles drastisch. Die Schlange scheint so lang, daß wir nie im Leben pünktlich zur Abfahrt unseres Zuges da sein würden. Allerdings geht Personal an der Schlange entlang und pickt gezielt die Passagiere für bestimmte Züge raus, um die an der Schlange vorbeizuführen. Auch hat wohl unser Zug Verspätung, also könnte es noch klappen.

Endlich erreichen wir die Zollkontrollen, ein ziemliches Gehampel mit den automatischen Ausweislesegeräten und Gesichtskameras, und natürlich den ganzen Zirkus zweimal direkt hintereinander, einmal Verlassen der EU, einmal Betreten des UK. Letztlich bleibt dennoch noch einige Zeit, die wir im Wartebereich verbringen, bis wir endlich in den Zug kommen. Los geht es mit +60, die Ankunft dann mit ca. +45 in London, Pancras Station. Da die Einreise nach England bereits in Paris erfolgte, können wir einfach den Zug verlassen. Auch hier wieder nur ein paar hundert Meter Fußweg zum nächsten Bahnhof, Euston Station, wo wir die Stunden bis zur Abfahrt des Nachtzuges “Caledonian Sleeper” in einem praktischerweise in der Bahnhofshalle installierten Pub verbringen. Kartenzahlung ist kein Problem, so sparen wir uns das Besorgen ausländischen Geldes. Noch kurz in die Lounge, noch ein wenig abhängen, und gegen 22 Uhr können wir endlich den Schlafwagen entern.

Trotz Buchung der besseren Kategorie ist die Butze verdimmich eng, aber für eine Nacht wird es schon gehen. Wir machen es uns so bequem es nur geht und legen uns schlafen. Gut, wirklich schlafen geht nicht wirklich, aber wir dösen halt so unserem Reiseziel entgegen. Wo dieses Ziel überhaupt liegt? Das wird im nächsten Artikel aufgelöst.

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