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Technik

Hauptbestandteil der Relaisstelle sind zwei ausgemusterte Motorola-Bündelfunkgeräte (MPT1327/1343) vom Typ GM1200, M01RFL9CK4AN und zwei Motorola-Betriebsfunkgeräte GM900, M01KHK9AN3AN. Die Geräte ergeben bereits paarweise verbunden in der Kombination mit Netzteil und Weiche simple Relaisstellen mit direkter Trägertastung und der Fähigkeit, digitale Modulationsarten zu übertragen, solange diese auf FSK basieren und in die Bandbreite passen. Ich habe die Empfangs-Geräte auf 12.5KHz Bandbreite programmiert, die Sender auf 20 KHz (sonst beschneidet der Basisbandprozessor zu sehr das Signal) und danach im Feinabgleich den Hub so eingestellt, daß ein Eingangshub von bis zu 2.5KHz am Empfänger genauso am Sender wieder ausgestrahlt wird.

Achtung: Immer wieder erreichen mich Anfragen, wie das denn mit MC2100 (“umgeflashten” GM1200) zu bewerkstelligen sei. Damit habe ich keinerlei Erfahrung, ich weiß nicht, ob und wie man die Geräte so programmieren kann, daß die benötigen Ein- und Ausgänge vorhanden sind. Hat da jemand genaue Informationen, dann bitte melden – ich baue das gerne hier ein!

Bei der Programmierung der Geräte ist zu beachten, daß für den verwendeten Kanal beim TX- wie auch beim RX-Gerät “Data Channel Enabled” markiert wird. Dies aktiviert Diskriminator-Ausgang sowie Modulator-Eingang, beide so gefiltert, daß zwar die Bandbreite auf das für das entspr. Raster zulässige Maß begrenzt wird, innerhalb dieser Bandbreite aber problemlos FSK-modulierte Signale übertragen werden. Außerdem wird dadurch auch der Mikrophonanschluß an der Gerätefront deaktiviert; dieser kann dann nicht mehr zum Besprechen des Senders verwendet werden.

Am 25-poligen Sub-D-Stecker sind folgende Anschlüsse (Brücken in den Steckern und Verbindungen zwischen RX-Gerät und TX-Gerät) zu tätigen:

Brücke 04 (DGND) – 09, jeweils bei beiden Geräten (RX und TX)

Brücke 14 (+12V) – 16, jeweils bei beiden Geräten (RX und TX)

Beide Brücken sind notwendig, damit die Geräte zuverlässig auch nach Stromausfall wieder starten, ohne daß man den Einschaltknopf betätigen muß.

Verbindung RX 04 – TX 04 (DGND – DGND)

Verbindung RX 08 – TX 21 (CSQ – PTT)

Verbindung RX 25 – TX 24 (DISC – MOD)

Als Ablaufsteuerung habe ich eine SPS verwendet, Typ Siemens Logo! 12/24RC. Diese hat acht Eingänge, vier Relaisschaltkontakte und ein Display (die Version ohne Display tut es genauso). Zwei Eingänge sind mit den Anschlüssen für das Squelch-Kriterium der Empfänger verbunden (man benötigt pro Eingang einen pull up-Widerstand mit 1k gegen 12V, da die Ausgänge der Funkgeräte gegen Masse schalten). Von den Relaiskontakten werden drei verwendet, einer Schalter die 2m-NF zu den Sendern durch, einer die 70cm-NF, und ein Kontakt tastet die Sender. Die Zeitabläufe, logischen Verknüpfungen usw. sind dann nur noch eine Frage des Programms in der Steuerung.

Hier das aktuell laufende Programm der Steuerung, einmal als direkt mit der Programmiersoftware (ich habe Version 6.1 benutzt) ladbare .lsc-Datei, und ein PDF des Programmes in Funktionsblöcken:

db0fue_public.lsc V1.3
db0fue_public.pdf V1.3

Von der Antenne kommend ist zuerst der Triplexer angeordnet, der 2m, 70cm und 23cm trennt. Am 2m-Zweig folgt solch ein Duplexer (hier die Plots vom eingesetzten Exemplar, Plot1 und Plot2), danach dann die Funkgeräte, ein GM900 als Empfänger, eines als Sender. Für 70cm folgt ein kommerzieller Duplexer aus einer abgebauten Funkanlage, ebenfalls zwei mal drei Topfkreise, dahinter dann die zwei GM1200, eines als RX, eines als TX. Vor dem 70cm-Empfangsgerät ist noch ein kommerzieller Vorverstärker eingefügt, der einmal die Empfindlichkeit erhöht und durch mehrere Ausgänge auch noch den Anschluß weiterer Empfänger zu Test- und Fernsteuerzwecken erlaubt.