20170228

Morgens bei Ankunft in Forchheim ist die Welt noch in Ordnung. Auch unser Anschlußzug kommt noch an – aber nicht mehr raus. Auch für die S-Bahn bleibt die Lampe rot, und weit draußen sieht man schon den ICE stehen, der auch ganz gern vorbei wollte. Aber nix da. Auch ein Funkspruch bleibt unbeantwortet. Ich witzle noch, ob der Fahrdienstleiter eingepennt ist, oder ob der um die Ecke kommende Rettungswagen womöglich den FDL einsammeln soll. Doch aus dem Witz wird Ernst, der RTW und ein NEF kommen tatsächlich zum Stellwerk :-( Hoffentlich war es letztlich doch nicht so schlimm, und der Mitarbeiter ist auf dem Weg der Besserung!

Der Vorfall zeigt, daß eine gemeldete Stellwerksstörung nicht immer heißen muß, die Bahn ist nur zu blöd, ihren Krempel in Schuß zu halten, es kann auch einfach mal jemand spontan gesundheitliche Probleme haben. Gerade solche Alleinarbeitsplätze sind eh gefährlich, da kann man auch sterben, ohne daß es überhaupt schnell genug einer mitbekommt, um ggf. noch helfen zu können.

Zur Arbeit kommen wir mit einem Taxi.

Und weil es der Erkrankten heute nicht genug sind, schon seit gestern weiß Agilis, daß der heutige Nachmittagslokführer krank ist und auch kein Ersatz da ist, also Bus-SEV. Natürlich verpassen wir die S-Bahn ganz knapp. Ach ja, sagte ich schon, heute ist Krankentag?! Der folgende RE hat in Forchheim einen längeren Aufenthalt wegen der ärztlichen Versorgung eines Fahrgastes. Wir nehmen also die nächste S-Bahn, die noch vor dem RE raus darf.

Kategorie(n): Bahnerlebnisse
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